Name: BlueScullyZ (Signed) · Date: 31.05.19 15:20 · For: Epilog: Der einsame Wächter
Spannender Ausblick auf den nächsten Band! Ja, auch damit hatte Ric Recht, sie werden sich nicht alle schlafen legen und akzeptieren, das sie verloren haben. Sie werden nicht leutseelig alle ihre Verbrechen zugeben und Reue zeigen. Wenige vielleicht, um der Strafe zu entgehen, aber genügend Leute werden es unversucht lassen, weiter nach der Macht zu streben, jetzt, wo ihnen niemand mehr den Kopf abschlägt, wenn sie zu forsch nach oben streben erst recht.
Ich hoffe, dass mein Gefühl mich nicht trügt und Pit auf der Seite bleibt, auf der er zu stehen scheint. Schließlich heißt es, er sei auch damals nur als Vorwand zur dunklen Seite gewechselt. Dass er die Kontakte immer noch hält ... Ich hoffe, es dient lediglich der Informationsbeschaffung.

So, dann noch ein paar abschließende Worte: Es hat mir sehr gefallen, dieses Buch zu lesen. Ansonsten hätte ich das niemals mit diesem Feuereifer und in dieser Geschwindigkeit getan und falls mir dabei grobe Schnitzer oder Grund zum Missfallen begegnet wären, dann hätte ich dir das sicherlich um die Ohren gehauen. Gab es aber kaum. Es war kurzweilig, spannend und hätte nach dem fünften Band genau so passieren können. Vielleicht mit noch etwas schwierigerer Umsetzung des Falls des dunklen Lords, wie auch etwas mehr zum Treiben des Ordens hätte erzählt werdne können, was zeitweise etwas sehr in den Hintergrund rutschte, aber auch so wie es ist, finde ich es stimmig.
Die Charaktere fand ich durch die Bank wunderbar gezeichnet, habe sie alle in ihrem Wesen und ihrer Art wiedererkannt, so dass absolutes Hogwartsfeeling aufkam, trotz der Bedrohungslage, in der sich das Schloss befunden hat. Die Geister, die Eigenheiten der Lehrer und das langsame Auflösen der Hausrivalitäten, das mir als Idee besonders gut gefällt (was daran liegen mag, dass ich mich für meine eigene FF auch mit diesem leidigen Gruppenthema beschäftigt habe und es mich tierisch freut, dass ich nicht der einzige Autor bin, der sich an dieser Uniformität etwas stört).

Ja, was soll ich sonst sagen? Ich freu mich auf das, was im zweiten Band kommt und werde da sicher bald reinlesen! Jetzt lass ich aber erstmal das Gelesene sacken und genieße erst einmal den Gedanken, dass Harry sein siebtes Schuljahr ohne Voldemort im Rücken beginnen kann. Auch, wenn da sicher bald der nächste dunkle Schatten auftaucht. In dem Sinne: Vielen Dank für diese Geschichte!

Author's Response: Nein, du bist wirklich nicht der einzige Autor, der sich an der einseitigen Darstellung der Häuser wie auch der andauernden Trennung derselben stört. Man muss Rowling ja zugute halten, dass sie mit „Dem Orden des Phönix“ die Idee eines Zusammenraufens geliefert hat, nur konsequent durchgezogen hat sie das Ganze leider nicht. Beim Endkampf in Band 7 habe ich irgendwie nur Gryffindors und Phönixorden-Mitglieder agieren sehen/lesen. Einen nennenswert größeren Auftritt im Kampf gegen die dunkle Seite hatte niemand aus einem anderen haus, und das… ist irgendwie schon verschenktes Potential. :/ Das Lob kann ich nur zurückgeben. Es hat mir große Freude bereitet, deine Reviews zu lesen und zu beantworten. Dass die Story einige Schwächen hat, weiß ich inzwischen und akzeptiere es auch, was das Reflektieren dieser Schwachstellen auch deutlich vereinfacht. Es geht besser, ohne Frage. Es geht immer besser, denn wir sind konstant dabei, an uns zu arbeiten, Neues zu lernen und umzusetzen. Das ist es doch eigentlich, was einen Hobbyautor ausmacht. Es geht um mehr als nur das Festhalten einer Idee. Man möchte lernen, sie ansprechend zu verpacken, und je mehr man experimentier und übt und je ehrlicher und somit hilfreicher das Feedback ausfällt, desto weiter kommt man in der Zeit. Ich bin jedenfalls stolz, wenn ich heutige Texte mit älteren vergleiche und dabei meine eigenen alten Schwächen erkenne, Mit denen ich inzwischen besser umgehen kann. Es kann also gar nicht genug kritische Leser geben, die auch mal Ungereimtheiten hinterfragen oder Lücken aufzeigen, die ein Leser eher sieht als ein „allwissender“ Autor, in dessen Kopf oft viel mehr zu finden ist als ausformuliert auf dem Papier. Ich danke dir sehr herzlich für all die zeit, die du für die Reviews ausgebracht hast, alle Hinweise für Gelungenes wie auch Schwächelndes und den schönen Gedankenaustausch! ^.^


Name: BlueScullyZ (Signed) · Date: 31.05.19 15:09 · For: Das Vermächtnis
Meine Vermutungen haben ja wirklich ALLES beinhaltet. Von konservierten Abbildern seiner Eltern oder Sirius über irgendwelche Denkarium-Erinnerungsfetzen, zu Remus, der ja auch irgendwie ein Vertrauter von Harry war ... Auf Godric Gryffindor bin ich niemals gekommen! Aber sobald der Spitzname Ric viel, kam mir die Idee und ich bin froh, dass es wahr ist und dass du die Sache mit dem Löwen hier noch einmal erklärt hast. Nebenbei mag ich auch die Umsetzung des Gesprächs - ich mag Gemälde-Talk und die Eigenheiten der anderen Daseinsform, genauso wie bei Geistern. Bietet viel Raum für Situationskomik und Kurioses, was du hier auch schön eingebracht hast, zum Beispiel den Kommentar zu den Messing-Rahmen. Schöne Sache! Dinge, die den normalen Menschen nicht interessierten, aber für Gemälde, die diese Existenzform seit Jahrhunderten erdulden, eben sowas wie die neue Brigitte beim Wartezimmer des Hausarztes sind. Schön! xD

Dann gehe ich mit vielen konform, was der Herr des Hauses (höhö xD) da so vom Stapel lässt, bis auf die Sache, bei der Harry dann auch durchgeht: Ganz ehrlich, mag ja sein, dass es noch mehr Gefahren gibt, aber gleich am nächsten Tag den Jungen damit zu konfrontieren, halte ich doch für etwas krass. Ihn erstmal zur Ruhe kommen lassen, den Sieg genießen lassen. Wie Godric schon sagt, er musste einiges erdulden und er hat es erduldet, aber jetzt kann er auch einfach mal ein paar Tage verleben, ohne das Gefühl zu haben, das Schicksal der freien Welt ruhe auf seinen Schultern. Das hat er sich verdient! So sehr Godric auch mit seinen Berufsprognosen Recht hat.
Hat mich an eine Buchrreihe erinnert, die ich gelesen habe, in der ein Junge seine Prophezeiung erfüllt und mit den Worten verabschiedet wird: "Wir sehen uns bald wieder." Auch er antwortet, dass er sich den Scheiß ganz sicher kein zweites Mal antun wird - und tut es letztlich doch. Ganz von allein, weil er nicht zusehen kann, wie andere unter Gefahr und Unterdrückung leiden. Auch Harry ist so jemand, den man nicht zu bitten braucht. Zu gegebener Zeit wird er es tun. So sehr sollte Godric in sein Erbe vertrauen, andererseits macht er den Eindruck, als hätte er ein bisschen Spaß daran, Harry aufzuziehen.
(Übrigens hatte ich ein paar gehässige Gedanken, als Godirc sinngemäß sagte, Harry solle auch nicht denken. Manchmal habe ich ja doch so meine Vorbehalte gegen einzelne Häuser xD Das ist so eins gegen Gryffindor.)

Schön, dass du danach in den alltäglichen Schulalltag springst. Seamus allerdings hat es immerhin drauf, AUF dem Tisch und nicht IM Tisch wieder aufzutauchen. Das ist ja schon einmal etwas, das ihm den Hinter rettet.
Und dass Harry mal bei den Grangers vorbeischauen darf, da bin ich mir ziemlich sicher. Schließlich war das beim letzten Mal auch kein großes Problem, da die Dursleys froh sind, wenn er mal weg ist. Und war Vernon nicht von Hermines Familie sogar verhältnismäßig angetan, weil es normale, respektable Leute waren? Wo also soll da ein Problem sein, dass das die angenehmsten Ferien seit langem werden sollten? :D

Author's Response: Dass ich es geschafft habe, zu überraschen, freut mich natürlich. ^.^ Mir hat Gryffindor auch großen Spaß gemacht. So ein bisschen Lockhart-mäßig kommt er ja rüber, der Gute. Plappert viel, hat ein ziemlich gesundes Selbstbewusstsein und ist darüber manchmal etwas blind gegenüber dem Emotionsgerüst seines Gegenübers – was er hier ja auch sofort beweist, indem er Harry eben nicht einfach den Triumph ohne Vorschau auf die Zukunft und neue Probleme gönnt. Danke, Ric. Was das angeht, war deine Kollegin Helga gewiss um Längen talentierter! XD «(Übrigens hatte ich ein paar gehässige Gedanken, als Godirc sinngemäß sagte, Harry solle auch nicht denken. Manchmal habe ich ja doch so meine Vorbehalte gegen einzelne Häuser xD Das ist so eins gegen Gryffindor.)» Hahahahaha! Die darfst du auch haben. Denn ein Heldenhaus in Hogwarts gibt es nicht, auch wenn das viele wo wahrnehmen (möchten), da Harry eben der Protagonist und alle anderen damit … nicht so toll sind. Grade die armen Huffys müssen ja immer viel Hohn und Spott einstecken, wobei sie mir das sozialste Haus zu sein scheinen. Und Harry wird bei den Grangers vorbeischauen, das ist ziemlich sicher – wie auch die Tatsache, dass Vernon bei Harrys Anblick aus Prinzip so rot anlaufen wird wie ein Spanferkel im Ofen bei 250°C XD


Name: BlueScullyZ (Signed) · Date: 31.05.19 14:42 · For: Die Gegenüberstellung
Das wird jetzt vermutlich etwas kürzer, weil ich sehr am Text festhing, mich beim Lesen also nicht davon lösen konnte.
Das Trugbild, das Voldermord Harry zuerst vorsetzt, ist absolut sein Stil. Auch der Psychoterror davor, ja, das ist Folter in Voldemorts Sinne. Klug, unterschwellig, verunsichernd und gleichzeitig seine unendliche Macht demonstrierend. Deshalb musste ich etwas hohl auflachen, als Voldemort sich gegen die Vokabel FEIGE wehrte. Im Grunde ist er nämlich ein ziemlich feiger Wicht, der sich hinter seinen Schergen versteckt, sich durch Illusionen und fünffachen Boden absichert, um auch ja dem Tod ein Schnippchen zu schlagen und ungeschoren aus jeder Untat herauszukommen. Wie auch im Original, als er die Horkruxe anlegt. Er hat wahrscheinlich so viel Angst vor dem Tod und dem Verlust seiner Macht wie kaum ein anderer Mensch. Ansonsten hätte er sich Harry nach seinem ersten Versuch beim Stein der Weisen nochmals selbst gestellt, was er aber nie getan hat. Im zweiten Band hat er eine Bestie für sich kämpfen lassen, im dritten Peter und die Dementoren und letztlich hatte er im vierten Band sein Gefolge zurück, hinter dem er sich verkriechen konnte. Er bietet, wie Harry auch gemerkt hat, eine unendliche Menge an Angriffsfläche, um ihn bei seinem Stolz zu packen. Das hat Harry klug eingesetzt, um ihn aus der Deckung zu locken.
(Auf der anderen Seite ist er überheblich genug, sich plötzlich ganz allein mit Harry in einem abgelegenen Gehöft zu treffen, an dem er damals seine ganze Macht ausleben konnte. Irgendwie nicht ganz greifbar der Bursche - war er aber noch nie.)

Dann die Sache mit dem Geist. Ich ... ich bin immer noch geflashed, weil es total unerwartet kam. Jaaaa, schon, im Moment großer Not offenbart sich eine nützliche Fähigkeit, ja, kommt oft vor, aber ich fand sie auch spannend und frage mich, was dahinter steckt.
Dazu finde ich, dass es sehr gut passt, da Voldemorts Seele, wie angesprochen, so eine Macken hat, die Angriffsziele bieten. Sich also sprichwörtlich auf dieser Ebene zu duellieren ist perfekt.
Zugegebenermaßen bin ich zwar ein klitzekleines bisschen enttäuscht, dass Voldemort genau zwei Angriffe gestartet hat (mit dem Schwert und dann die Feuerwand), neben seiner Psychonummer, was etwas mau ist, dafür, dass er danach sang und klanglos abgetreten ist, aber dieser Löwengeist, der so noch nie vorgekommen ist, erklärt, warum Harry ihn nicht schon viel eher gekillt hat.

Auf jeden Fall ein starkes Stück, das man so erstmal verdauen muss. Ob nun, weil sie nachträglich die Angst verkraften müssen, die sie um Harry gehabt hätten, wenn sie gewusst hätten, was passiert, oder um zu begreifen, dass die größte Bedrohung der Zaubererwelt von Britannien "mal eben" über den Jordan gegangen ist.
Und ich will verdammt noch mal wissen, was Dumbledore Harre sonst noch so verschwiegen hat! (Und warum hat man den Brief nach dessen Tod weiter zurückgehalten?) o.O

Author's Response: Ja, er ist es! Feige! Absolut feige! (und wie sehr musste ich lachen, als genau diese Reaktion in Band 6 von Snape kam, als Harry ihn dort einen Feigling nannte … getroffene Hunde bellen, oder wie sagt man? XD) Wieso wagt Voldemort es jetzt, Harry allein gegenüber zu treten? – Er ist davon überzeugt, ihn zermürbt zu haben, mit all den Träumen/Visionen, den Silberpelzen und nun auch noch Dumbledores Tod. Er wähnt Harry zu diesem Moment als schwach und sich in der bestmöglichen Position, zuzuschlagen, um dem ganzen in einer Schauershow ein Ende zu machen – und sich anschließend von seinen Anhängern als Gott feiern zu lassen. Pustekuchen … das ging wohl nach hinten los. Im Original sind es die Horcruxe, in denen Seelensplitter stecken, die man zerstören muss. Beseelte Gegenstände, sozusagen. Wie will man sonst an etwas Unstoffliches herankommen? Da dachte ich, dass etwas Unstoffliches nur von etwas anderem Unstofflichen wirklich angegriffen werden könne, wobei auch der Animus keine Allmacht besitzt. In welchen Zusammenhängen er sich zu zeigen bereit ist, wird auch später noch geklärt. Jedenfalls ist er nichts, was man quasi immer heraufbeschwören kann wie ein Patronus. Also… kein Showtalent zum Angeben oder so. ^.^ Dass Voldemort relativ schnell einknickt, unterstreicht nur sein Gerüst aus Show und Täuschung. Er fährt sein ganzes Sortiment auf, um Wahrheiten zu erschaffen, die nichts als bösartige und hässliche Truggespenster sind, die mit Angst arbeiten. Wenn Voldemort eins verstanden hat, dann das Prinzip der Angst … vielleicht, weil er selbst jemand ist, der unheimlich große Ängste kennt. Wer jedoch sein Leben und Wirken auf Angst aufbaut, wird blind gegenüber dem, was ein Mensch zu tun imstande ist, der sich seiner Angst nicht ergeben will. Und in diesem Punkt ist Harry tatsächlich ganz Gryffindor.


Name: BlueScullyZ (Signed) · Date: 31.05.19 14:09 · For: Durch das Tor des Ouroboros
Oh man, jetzt geht es los. Snape, Harry und ihr Duellierlehrer gehen in den Wald ... So ernst die Sache auch ist, es klingt ein bisschen wie der Anfang eines schrägen Witzes.
Und ich muss hier heftig wiedersprechen: Bei DREI Leuten gegen den dunklen Lord kommt es auf JEDEN einzelnen an, Pit! AUF JEDEN! Und wenn es nur Kanonenfutter ist, das zur Ablenkung für die möglicherweise noch lebenden Silberfelle dient - wo ich das gerade so schreibe ... Wieso nimmt man Mr Norris dafür nicht mit? (Ja ja, weils ie nichts für ihren Bediensteten kann, schon klar.)
Wie Snape übrigens Filch abwimmelt war super! Beide sehr gut getroffen, auch Filchs lästige, Denunziantenart extrem gut dargestellt!

Die Unheimliche Atmosphäre am Gehöft ist auch gut eingefangen, dafür wirkt Sesachars Vorschlag, zurück zu können, ziemlich hohl. Ob Harry sich nun heute schlägt oder in einer Woche, wenn er völlig übermüdet ist, macht im Angesicht eines der mächtigsten und dunkelsten Zauberer aller Zeiten irgendwie kaum einen Unterschied.

Dieses Gairech, da will ich den Innenausstatter nicht kennenlernen. Zumindest wenn man weiß, dass Voldemort kein Hobbyanatom ist, wirkt das doch reichlich verstörend. Knochen, Tod, Skelette, Dämonen ... Gesund klingt das nicht. Die Aufgabe allein würde mir vermutlich den Puls ins Unendliche treiben, aber dann noch diese Umgebung, die einem die Vergänglichkeit und unendliches Leid vor Augen führt, in dem Wissen, dass hier auf Voldemorts Geheiß viele Menschen ermordet wurden, deren echte Knochen diese ganzen Dekoartikel womöglich beinhalten, da würd ich mindestens vor Angst kotzen. Aber ich hab auch nicht mit zwölf einen Basilisken getötet, weshalb der Vergleich hinkt. Was ich sagen wollte: Gruselfeeling kannst du!

Uff, zu wissen, dass man so erwartet wird, das schlägt dann noch zusätzlich auf die Psyche. Das alles ist sicherlich nicht in einer Nacht vorbereitet worden, sondern von langer Hand geplant. Da drängt sich unweigerlich die Frage auf, wie weit Voldemort Harry voraus ist. Wie viele Schritte von ihm hat er vorhergesehen? Oh man ... Es ist VERDAMMT spannend.

Author's Response: Und wieder manipuliert er herum, der gute Sesachar. Ein bisschen herunterspielen hier, ein bisschen abwiegeln da… läuft. ;) Zu behaupten, Harry könne noch zurück, ist nicht hohl, sondern ein berechnender Schachzug. Indem er Harry glauben macht, dass er die Kontrolle hat und sich gegen das, was sie gerade tun, entscheiden kann, wenn er will, bewegt er Harry dazu, genau das zu tun, was unausweichlich ist, statt geistig und emotional dicht zu machen. Sprich einem Menschen die Kontrolle ab und er verliert Energien, Entschlossenheit und Risikofreude. All das wird dann von Resignation und Opferbereitschaft ersetzt. Und sich opfern ist das letzte, was Harry tun darf. Er soll nicht aufgeben, er soll kämpfen. (Filch ist neben Peeves noch so ein absoluter Hogwarts-Klassiker. Hast du zufällig das PC-Spiel zum ersten Teil gehabt, in dem Filch mit seiner Laterne durch die Bibliothek gewuselt ist und dauernd „Schüler … unartige Schüler … kleine dreckige Schüler!“ geschnarrt hat? Es war so gruselig und himmelschreiend komisch zugleich, ein absoluter Gollum-Moment! XD) Jetzt, wo du durch bist, weißt du ja, dass die ganze „Inneneinrichtung“ nichts als Illusion ist – und da ist er wieder, Voldemort als größenwahnsinniger Schaumschläger, der seinen Erfolg am großen Auftritt festmacht, der den Geist des Gegners schwächen soll, damit er gar nicht an Widerstand denkt. Fehlen eigentlich nur noch die nackten, Trommeln schlagenden Kelten mit ihrer blauen Körperbemalung im Hintergrund, die durch ihren Auftritt genau das zu bezwecken suchten, was Voldemort hier auch tut. Großes Grusel-Entertainment! (Fun fact am Rande: Meine damalige Archivarin sagte mir um die Zeit, in der diese Story entstand, ich solle die Finger von Romanzen/Erotik lassen, ich könne es einfach noch nicht – und solle bei Grusel und Horror bleiben. Unrecht hatte sie nicht. Wie mit einigen Dingen… ^.^)


Name: BlueScullyZ (Signed) · Date: 31.05.19 10:16 · For: Der Ort der Schreie
Oh Merlin, der Zwerg! Himmel, Leroux hat doch nicht ernsthaft gedacht, es sei eine gute Idee, oder? xD Wenn Snape jemals dahinter kommt, steckt die echt in der Klemme. Das wird sich schwer erklären lassen, wie sie auf die Idee kam, den Zaubertranklehrer, der so lange und hart an seinem schlechten Ruf gearbeitet hat, so bloßstellen konnte :P

Bin ein bisschen froh, dass ich mich bei den Harpyienjägern getäuscht habe. Ich hätte wetten können, dass die noch Ärger machen, aber waren dann letztlich ja doch ganz zahm und äußerst hilfreich. Mehr Freiraum zu haben, wird hoffentlich den Schülern auch guttun und ich drücke die Daumen, dass sie nicht allzu schnell wieder von der nächsten Welle erfasst werden. Bei dem, was man sich so erzählt, was im verbotenen Wald lauert ...

Der Kontrast von der kurzzeitigen Entspannung zum Alptraum Harrys ist ziemlich niederschmetternd, aber das wird die Situation auch für Harry sein, der diese Vision durchlebt. Dabei hatte es ja eigentlich aufgehört, nachdem er wieder Okklumentik bei Snape belegt hatte.
Und dann erschreckt er auch noch den Duelliermeister zu Tode. Mensch, Harry! Nur weil du nicht schlafen kannst ...! xD
Übrigens sehr cool, wie du Peeves immer mal wieder einstreust. Die Geister von Hogwarts sind so ein Punkt, der gerne mal unter die Räder gerät. Wie auch die magischen Wesen (die ich im letzten Kapitel vergessen habe loben zu erwähnen), die du auch hier mit Wod schön einbringst. Scheint ein lustiges Tierchen zu sein - auch wenn ich kein Halter sein will xD
Es ist zudem ein guter Gegenpart zu dem Gespräch, das da folgt. Gegenüberstellung, Voldemort ganz in der Nähe, das Gehöft, Gairech ... Die Parallelen zum NS-Regime werden mit der Exekutionshalle auch schön ... grausig ... wie auch immer man es nennen will ... betont.

Nicht in allen Punkten stimme ich mit Sesachar überein. Die Gründe, weshalb Harry legitimiert ist, Voldemort zu töten, sehe ich keinesfalls darin, dass Voldemort ihn zum Waisen gemacht hat. Das lässt auf emotionaler Ebene Verständnis zu, erklärt Hass und grenzenlose Antypathie, aber eine Tötung - Auge um Auge - ist da nicht drin. Der einzige Grund, weshalb ich es gerechtfertigt finde, ist, dass Voldemort ansonsten Harry tötet, was, im weiteresten Sinne, als Notwehr betrachtet werden kann. Niemand sonst ist in der Lage, ihn zu stoppen, es gibt keine andere Möglichkeit, Harry zu schützen und niemand sonst kann es laut Prophezeiung übernehmen. Genauso wenig gibt es Mauern, die Voldemort im Zaum halten könnten. Um also zu verhindern, dass andere Leiden und in ihren Rechten eingeschränkt werden, gibt es keine andere Lösung.
Aber das erkennt Harry ja glücklicherweise selbst. Für diese geringe Rechsucht, die er ja kaum entwickelt, ist er übrigens zu bewundern, wie ich finde. Viele hätten da anders reagiert.

Author's Response: Ich erinnere mich noch gut, welch alberne und diebische Freude ich mit diesem Zwerg hatte. Die Szene ist Slapstick pur, absolut nicht ernst zu nehmen und fällt irgendwie total aus der Rolle, aber … es war so verlockend. ^.^ Mit den Harpyienjägern (zumindest einigen davon) gibt es ein Wiedersehen im nächsten Band, so viel kann ich verraten. Ich kann nicht wiederholen, wie sehr ich Peeves als Figur schätze. Er ist so unglaublich nervig, ich will ihn für keine Million auch nur eine Stunde ertragen müssen, aber… er ist so typisch für die Buchreihe, ein echtes unersetzliches Original, das ich ins einer gehässigen Dreistigkeit und dennoch paradoxen Treue zu Hogwarts (Stichwort Umbridge) einfach nur gefeiert habe. Dazu die anderen Geister, die sprechenden Porträts, beißende Bücher, launige Schnatze, … das sind alles Details, die die Handlung eigentlich überhaupt nicht braucht, aber sie sind die Atmosphäre und damit die Quintessenz der Potter-Reihe, die sie wirklich „magisch“ macht. Von Wod hab ich auch noch irgendwo ein Bildchen. Quasi ein grünes Eichhörnchen-Meerschweinchen-Gemisch in Pikachu-Größe (und ähnlich gierigen Ambitionen wie der Niffler bei der Tierwesen-Reihe). Im Manga-Stil gemalt wäre das Viech eindeutig ein Pokemon. XD Dass man Parallelen zwischen den Todessern und dem NS-Regime ziehen kann, hat Rowling ja selbst bestätigt. Und wie bei den Nazis sieht das Ganze hier auch aus: der eigentliche Schrecken sind im Gefolge zu finden, nicht in dem herumlärmenden Giftzwerg, der seinen Hass in die Menge spuckt, sonst aber kaum einen Finger krumm macht und sich hinter seinen Bluthunden verschanzt. Mehr ist Voldemort für mich nie gewesen. Großer Name, großes Theater, dahinter ein größenwahnsinniger, verblendeter, gnadenlos von sich selbst und seinem Gedankengut überzeugter Schaumschläger mit panischer Angst vor der eigenen Sterblichkeit. Nein, vor einem enttarnten Voldemort habe ich wenig Angst. Die bedingungslos an sein Weltbild glaubenden Fanatiker sind es, die mich gruseln. Die Familie Lestrange steht da ganz oben auf der Liste … und ein paar gewisse andere, denen auch noch Screentime zugesprochen werden wird in den Folgebänden. Sesachar bedient sich verbal immer wieder einer sanften Manipulation, ganz im Stil Dumbledores. Das sieht man sowohl in diesem Kapitel wie auch ein Stückchen weiter vorn. Die Strategie, nicht die ganze Wahrheit zu erzählen, um das Gefühl beklemmender Ohnmacht zu vermeiden und damit einen Hoffnungsschimmer leuchten zu lassen, ist typisch dumbledorisch. Gewiss tötet Voldemort Harry, wenn der es nicht tut. Das ist Fakt. Es so auszusprechen – Wahrheit oder nicht – ist dennoch ein Hieb mit dem Vorschlaghammer, der bei viel Pech zur kompletten Aufgabe führen kann. Das hatten wir in Band 7, als Harry resigniert, in den Wald geht und sich opfert. Hoffnungslos und keinen anderen Ausweg mehr sehend. Diese absolute Märtyrermasche … lag mir nie sonderlich. :/ Und ja, Harry erkannt die Wahrheit von ganz allein. Was man selbst für sich erkennt, akzeptiert man – das, was andere einem als Wahrheit vorgeben, kann man dagegen abblocken. Auch hier ist wieder ein bisschen Psychologie am Werk.


Name: BlueScullyZ (Signed) · Date: 31.05.19 09:50 · For: Dracos Triumph
Ja, das ist die Schattenseite, die solche herausragenden Menschen, die als Symbolbilder gelten, haben. Sobald sie wegbrechen, bricht auch der Zuspruch weg, der allein dieser Person statt der Sache galt. Sofern das eigene Vertrauen da fehlt und man sich auf dieses Symbolbollwerk verlassen hat, lässt sich das leider nicht ändern. Auf der anderen Seite gibt es nur recht wenig Menschen, die bereit sind, ihr Leben ganz konkret für die gute Sache einzusetzen - da nehme ich mich nicht aus. Es mag sein, dass das Gute am Ende triumphiert, nur ob man selbst ganz persönlich etwas davon hat ... Das steht auf einem ganz anderen Blatt.
Dagegen so einen Vortrag hören zu müssen, über die Schwachen, die sich in fremde Gefilde verkriechen, und zu wissen, dass man sich selbst stellen muss ... Uff. Eigentlich kann Sesachar froh sein, dass Harry nur resigniert. Wenn er nun kopflos in den Tod stürzt, hilft das auch keinem. Er kennt seine Aufgabe und ist glaube ich der letzte, der daran erinnert werden muss.

In Anbetracht der Umstände, bin ich zwar der Meinung, dass drei Wochen Schulstoff ein geringer Preis sind, aber es ist schön zu sehen, dass man Mitfhilfe der Jäger langsam vor die Lage kommt. Ob es allerdings tatsächlich keine weiteren Harpyien mehr gibt, da würde ich nicht drauf wetten. So viele fähige Zauberer auch an Hogwarts gelernt haben, ob sie damit zurechtkämen, wenn sie von Voldemorts Schergen überrollt werden - da er mehr als nur eine Hand voll Todesser, sondern wahrscheinlich auch die Dementoren zur Verfügung hat - wage ich leider zu bezweifeln.
Und ich frage mich, was aus dem Plan des Ordnes geworden ist, die Dementoren zu bekämpfen. Das geht hier ein wenig verloren.
Und ich denke, dass Leroux, die mal eben über ein Jahr Stoff in ein paar Wochen durchgeprügelt hat, mit den drei Wochen sehr gut zurechtkommen wird :P

Echte Duelle ... Auf jeden Fall sehr gut, dass jeder einen Aufpasser an seine Seite gestellt bekommt und dass Sesachar ausgerechnet Harry dafür auswählt, ist sehr, sehr klug gemacht. Harry ist trotz der Wut, die er Draco gegenüber empfindet, dennoch recht gewissenhaft und so hat er die Chance auch Draco zu beweisen, dass er ihm gegenüber fair sein kann - und gleichzeitig gibt es in der gesamten Schülerschaft niemanden, der den Slytherin derart scharf unter Beobachtung hat.
Dass er die zwei nicht gegeneinander kämpfen lässt, versteht sich zudem von selbst - das hätte Tote gegeben. Wie tief verwurzelt Dracos Hass und gleichzeitig die Faszination für die dunklen Künste ist, hast du dafür hier sehr gut demonstriert. Das hebt seine Boshaftigkeit auf ein anderes Level. Vorher war er nervig, ein Hobby-Despot, aber wo er hier den Punkten abschwört (ein Punkt, in dem ich ihm vollkommen Recht geben muss) und voller Berechnung sich an den verbotenen Flüchen versucht, da merkt man, dass es ihm nicht nur daran geht, andere bloßzustellen, sondern er will sie quälen. Hier sieht man, dass in deiner Interpretation ein machthungriger Sadist sitzt, dessen Moralkompass ziemlich ins Trudeln geraten ist - sollte er jemals einen besessen haben. Kann ich mir gut bei ihm vorstellen.

Author's Response: Ich stimme dir sehr zu – allzu große beschützende Figuren sind stets ein zweischneidiges Schwert. Zum einen ist der Schutz, den sie zu Lebzeiten bieten, ein gewisser Garant für Sorglosigkeit, über den man sich freut (und den man umso mehr zu schätzen weiß, wenn er nicht mehr besteht), zum anderen fallen die beschützten nach Ableben einer solchen Figur erst mal ziemlich hilflos in ein Loch, auch da ihnen klar wird, wo sie bisher allzu nachlässig gewesen sind, im Glauben, es müsse immer so weitergehen. Das ist dann irgendwie auch wie das Ende der Unschuld … Der Plan des Ordens, die Dementoren zu bekämpfen, ist nicht vergessen worden. Er ist vielmehr Dreh- und Angelpunkt der ersten Hälfte des zweiten Bands. Was der Orden mit ihnen plant, hat hier einfach nicht reingepasst/wäre nicht praktikabel gewesen. Nicht mit Voldemort im Rücken und der Angst, die er bei vielen auslöst. Das Duell war ein wenig … Hinarbeiten auf das langsame Erwachsenwerden Harrys, im Sinne von „Vernunft walten lassen, statt mit dem Kopf durch die Wand zu wollen. Wirkliches Character Development hat Rowling Harry – so mit Abstand betrachtet – gar nicht wirklich zugestanden. In den Büchern war er bis zum Schluss ein Werkzeug, was ich ziemlich ernüchternd fand. Dass er es durch alle sieben Bände nicht geschafft hat, seine Abhängigkeiten zu überwinden, zeigt sich im Epilog von Band 7 so deutlich wie nirgendwo sonst. Statt die Vergangenheit hinter sich zu lassen, belebt er sie von Neuem und umgibt sich mit ihr wie mit einem ewigen Fluch, indem er seine Kinder ausschließlich nach toten Menschen benennt. Ich kann gar nicht in Worte fassen, wie sehr mir dieser Epilog damals aufgestoßen ist. „Cursed Child“ treibt das Ganze zur Spitze. Du willst es nicht lesen, du tust gut daran, aber dann kann ich auch (ohne Spannung zu nehmen, die ohnehin nicht besteht) sagen, dass Harry in diesem Theaterstück (mehr ist es echt nicht) noch … uneigenständiger und hilfloser daher kommt als zuvor. Ich hab noch nie einen so unfähigen Vater gesehen … es war ein Trauerspiel sondergleichen. :/ Jedenfalls bin ich froh, ohne Wissen dieser Abschlussbände + CC einen anderen Weg gegangen zu sein, der Harry letztendlich das zugesteht, was das Original ihm nicht gegönnt hat. Und Draco … ja, da kommt noch was. Wobei der im Original immerhin mehr Character Development hatte als Harry. Ist das nicht Ironie? XD


Name: BlueScullyZ (Signed) · Date: 29.05.19 10:30 · For: Begleichung einer Schuld
Also, man muss schon sagen, dass sie das alles sehr ungeschickt umgesetzt haben, die beiden Profi-Pädagogen xD
Wer bitteschön würde jemandem Vertrauen, wenn er ihn ohne Angabe vor Gründen in eine FOLTERKAMMER zerrt?! Da muss schon ein unerschütterliches Vertrauen herrschen, dass da niemand auf komische Gedanken kommt oder ein merkwürdiges Gefühl bekommt. Das ist so, als würde man auf einem Tisch festgeschnallt aufwachen und das erste was man sieht, ist jemand mit einer Knochensäge in der Hand. So etwas weckt KEIN Vertrauen. Ich gehöre zu der Sorte Mensch, die alles mehrfach hinterfragt und mehrere Interpretationen zulässt, aber wenn man mich in einem Schloss aus Not einpferchen würde, das von Harpyien und Silberpelzen umstellt ist und einer der bösesten und mächtigsten Menschen der Welt nach meinem Leben trachtet, dann würde ich genau auf die Idee kommen, die Harry da hat! Auch ohne alle das hätte ich es in Erwägung gezogen, aber eben nicht nur das. (Von Autorenseite auf jeden Fall schön hergeleitet und umgesetzt, dass man Harrys Misstrauen wirklich 100%tig nachvollziehen kann!)

Immerhin haben sie das Glück, dass Harry sich gut bändigen lässt und nicht so schnell in vollkommen blinde Panik verfällt. Vielleicht, weil er es gewohnt ist, von anderen gelenkt zu werden, wie du schon sagtest.
Es wäre trotzdem leichter gewesen, sie hätten ihn vorher aufgeklärt und vielleicht den Namen dieses posierlichen Raumschmucks ... gebeugt. Aber auch im Original wäre so vieles einfacher gewesen, hätte man offen miteinander gesprochen, insofern hat das Tradition ;-)

Dieses Ding klingt aber auch verdammt unangenehm. Dass man da gewisse Details unterschlägt, um es nicht unangenehmer zu machen, als es ohnehin ist, ist da verständlich. Anders würde das vermutlich gar nicht funktionieren. Obwohl, wenn man weiß, dass einem nichts geschieht, weil man es bereits einmal erlebt hat, kann ich mir vorstellen, dass manche Menschen das auch mit geöffneten Augen über sich ergehen lassen können. Kopfmenschen wie Snape oder so, die ohnehin Wert darauf legen, Herr über ihre Emotionen zu sein.

Die Story um den Alchemisten ist spannend. Die Sache mit dem Welpen kann ich sogar gut nachvollziehen, bis auf diesen unausweichlichen Killerinstinkt, den ich keinem Tier anzudichten vermag. Ich weiß, dass manche Instinkte sehr stark sein können, auch angezüchtete Verhaltensweisen und dass es sich mit domestizierten Tieren schwer vergleichen lässt, aber ob es wirklich ein sinnloses Unterfangen ist, einen Silberpelz ... Na ja, wenn Menschen wirklich ihre Leibspeise sind, gestaltet sich das wirklich schwer, das stimmt schon.
Wo ich aber dran hänge: Nachkommen von Starseers Bestie. Es war ein Welpe, den er großgezogen hat. Der letzte, verbliebene Silberpelz. Wie kann der an Nachkommen kommen? Selbstbefruchtung? Zellteilung?

Wie die verstümmelte Hand zu Voldemorts Kyptonit werden soll, da bin ich mal gespannt drauf. An und für sich lässt es sich auch ganz gut mit vier Fingern leben, wenn es nicht gerade der Daumen ist, der fehlt. Lästig, ja, aber ... der Punkte, der Harry zum Sieg verhelfen wird? Mal sehen. (Ist gerade echt verdammt spannend, so dass es mir echt schwerfällt, es beiseite zu legen, aber es geht nicht anders.)

Author's Response: „Profi-Pädagogen“ gibt es nicht! Es gibt nur Leute, die sich einbilden, welche zu sein. Das sage ich nach 20 Jahren Blick hinter die Kulissen und Eigenerfahrung. In-Schutz-Nehmen funktioniert nicht. So fair muss ich sein. ;) Wir haben da ein Problem und das müssen wir möglichst rasch lösen, ohne uns vorher ewig zu erklären und dann blockt der Junge am Ende noch ab, weil er die Hälfte von uns sowieso bescheuert findet, also… nehmen wir die Angriff-ist-die-beste-Verteidigung-Masche und werfen den Kerl einfach mal ins kalte Wasser, bevor er wirklich schnallt, was passiert – könnte ja klappen!“ 1A-Plan, meine Herren. Empathie mangelhaft, setzen. XD Überzeugender Harry – mein Schneekönig feiert wieder. Gleich trällert er „Let it go“ und baut einen Eispalast, ich seh’s schon kommen! Vom Seelenfresser hab ich übrigens auch noch irgendwo ein Bild… ob es nur die Base oder sogar das animierte GIF ist, müsste ich mal überprüfen. *Memo kritzel* Gruselig anzusehen war’s nämlich in der Tat! Auch der Alchemist kommt noch mal groß zum Zug, nur dauert das noch etwas (sehr viel) länger, in Persona hab ich den erst im Abschlussband. Die Erklärung zu den Silberpelzen kommt im zweiten Teil. Und die entsprach so ein bisschen … damals hochaktuellen ethischen Themen. *hüstel* Die verstümmelte Hand ist einfach erklärt. Peter hat seinem Meister kein intaktes Teil seiner selbst geopfert, sondern ein defektes. Das wäre so, wie einem Mayagott anstelle des geforderten schlagenden Menschenherzens ein bereits verschrumpeltes Hundeherz zu opfern. Die Qualität stimmt nicht und damit auch nicht die Macht, die das Opfer auslösen sollte. Insofern war Peter Voldemort gegenüber auch nicht 100% treu ergeben, denn dann hätte er auch mit Freuden seine gesunde Hand geopfert (Bellatrix hätte das getan, die ist ja absolut fanatisch und denkt gar nicht mehr selbstständig, nur noch „assimiliert“).


Name: BlueScullyZ (Signed) · Date: 29.05.19 10:04 · For: Der geheime Raum
Ist ja schon ein bisschen gemein, dass die Gemeinschaftsräume des einen Haus mehr Platz bieten als die des anderen. Wobei das bei unterschiedlicher Aufteilung auch nur so wirken kann und Harry sich da verschätzt. Jedenfalls klingt es tatsächlich weitläufiger. Und der Gang, der in einer Sackgasse endet, da bin ich gespannt, ob er noch mal wichtig wird. Hogwarts hat ja eine Menge Geheimgänge, obwohl ich noch von keinem gehört habe, der in einen Gemeinschaftsraum führt.

Harry und Snapes Tochter in einem Zimmer. Ein Schelm wer böses dabei denkt :P Da Violetta aber bisher eher im Hintergrund agierte, kommt sie einem auch nicht sonderlich gesellig vor, weshalb es gut denkbar ist, dass sie sich absichtlich einen ruhigen Raum gesucht hat und ohnehin nicht viele Verbindungen zu den anderen Häusern hatte. Daher sie und Max in einem Zimmer, die anderen voll mit Leuten, die ihre Freunde um sich haben wollen ... Es ist also auch vom logischen Standpunkt aus passend.

Ich schreibe diesen Kommentar mal vor der Auflösung, was das Wappentier der Gemeinschaft wird. Ich habe bisher nur von Stärke, kein Einzelgänger gelesen und ich befürchte fast, dass es ein Pferd wird. Als dann noch die Farbe Schwarz dazu kam, wurde es ziemlich klar, worauf du hinaus willst und ich gebe zu ... mein Gedanke war derselbe wie Harrys. Ja, es ist ein oft genutztes Wappentier, das auch sehr schmückend aussieht, das die Bestimmungen trifft ... aber es hätte doch noch Bären gegeben. Die sind flauschig, schmeißen einmal im Jahr ne große Familyparty mit Lachsschnitten und sind keine Fluchttiere.
Aber ich versteh, wie Robert und auch du auf den Gedanken kamen ;-) Harrys Widerwille versöhnt mich auch mit dieser Idee, weil es dadurch eben passt. Solang die Reaktion der Figuren stimmt, kann ich mich eigentlich mit allem anfreunden.

Sehr gefeiert habe ich McGonagalls trockenen Spruch, vonwegen, dass sie die Schüler schon viel früher hätte zusammenpferchen müssen xD
Schön!

Die Harpyienjäger sind also da. Mal sehen, was das für Gesellen sind. Es liegt nicht nur an der Kleidung, sondern auch ihrer Sprache, dass sie ein wenig grob wirken, so ein wenig wie Kopfgeldjäger oder Wilderer, denen jedes Mittel Recht ist, ihre Beute zu erlegen. Schauen, ob sich das bestätigt.

Gairech ... da ist man als Leser ein kleines bisschen schlauer, denn ich weiß, dass diese Bezeichnung noch sehr wichtig wird, sonst stünde sie nicht im Titel! Und ich bin verdammt froh, endlich einen Informationsfetzen dazu zu bekommen. Entweder das Gehöft, das Snape erwähnt hat, hieß so, oder die heulende Hütte, als sie noch bewohnt war. Die Beschreibung würde auf beides zutreffen, eher aber zum Gehöft, falls der Wald früher nicht näher an Hogsmead heranreichte.

Ich musste danach allerdings herzlich lachen, als du beschreibst, wie Pit und Harry in das grün erleuchtete Büro von Snape kommen. Ich musste mir spontan vorstellen, wie da auf seinem Schreibtisch eine Lavalampe steht, was irgendwie ein sehr witziges Bild abgab xD

Wurde dann aber doch eher gruselig statt lustig. Was zur Hölle haben die beiden da veranstaltet? Es gibt zwei Möglichkeiten. Dieses Mal dient dazu, sie zu verstecken und vor dem Einfluss des Lords zu schützen und sie brauchen Harry, um ihm irgendwie zuzusetzen.
Die andere, weniger coole Option wäre, dass sie noch immer für Voldemort arbeiten und er deshalb damals auf dem Friedhof auch nicht von ihnen gesprochen hat. Daher auch Sesachars Spruch, Snape würde so das Vertrauen Harrys nicht gewinnen, was, wie viele vermuten, ohnehin nicht Snapes Wille ist - wenn er Harry nicht für einen besonderen Zweck bräuchte, zum Beispiel um die Gunst von Voldemort wiederzuerlangen.
Letzteres WILL ich nicht glauben, weil mir Sesachar eigentlich sehr sympatisch war - Dumbledore hat seine Geschichte ja auch verifiziert - und auch Snape halte ich nicht für grundböse und habe ihm eigentlich seine Treue zu Hogwarts abgenommen. Andererseits wäre auch das ein Grund, weshalb er den Angriff auf Dumbledore nicht verhindert hat - vielleicht hat er ihn absichtlich übersehen.
Mensch, du bringst mich hier ganz schön ins Zweifeln! (Was ich sehr gut finde und es regt zum Nachdenken an und ist eh viel weniger langweilig als nur stumpf zu folgen.)

Author's Response: Uh, deine Anmerkung über die Raumaufteilung und –größe bringt mich darauf, dass ich mir damals komplette Stockwerkpläne von „meinem“ Hogwarts gebastelt hatte. Ich glaube, in irgendeinem Ordner habe ich die sogar noch! *die mal suchen muss* XD Violetta ist kein Mensch, der gern im Mittelpunkt steht – undüberaus leutselig ist sie auch nicht (so ein bisschen was von Snape muss sie ja auch haben, lol). Insofern ist sie mit der Gesellschaft von Leuten wie Harry zufrieden, denn eine große Quasselstrippe ist er ja nicht. Lavender Brown wäre Violettas persönliches rotes Fadenkreuz, fürchte ich. :D Bären … stehe ich persönlich sehr negativ gegenüber. *wegduck* Ich habe absolut keine positive Bindung zu diesen Tieren, abseits vom domestizierten Teddybär (umso ironischer war für mich der Patronus-Text bei Pottermore. Dreimal darfst du raten, was man mir zugeteilt hat … ja, genau, ‘n Braunbären. Danke auch! XD). (Und noch eine Klammer, um anzumerken, dass ich McGonagall von allen Lehrern in Hogwarts immer am meisten gefeiert habe – vor allem ihre trocken-sarkastischen Anmerkungen. Die Frau rockt! Mehr noch, wenn sie mit Snape streitet und ihn so herrlich auflaufen lässt mit seinem Herumgegifte, hrhr. Dumbledore hat schon die richtige zur stellvertretenden Schulleiterin gemacht, das muss man ihm wirklich eingestehen). Und ja, da ist er endlich, der Bezug zum Storytitel. Er hat lang auf sich warten lassen, ich gestehe. Dein Gefühl trügt dich übrigens nicht, es ist das Gehöft. ;) Zweifel. Schön. Sehr schön. Ausgezeichnet! *Mr Burns-Stimme imitier* Da freu ich mich wie ein Schneekönig, dass dieser Plan tatsächlich aufgeht. :D


Name: BlueScullyZ (Signed) · Date: 29.05.19 09:27 · For: Deserteure
Was eine bedrückende Stimmung und was eine miese Situation, in der die da festhängen. Mit dem Zug zurück ist vollkommen illusorisch, alle Schutzmauern - magisch oder nicht - um Hogwarts scheinen gefallen und kaum Rückzugsmöglichkeiten. Dazu noch das Ableben von Dumbledore und die dazugehörige Hoffnungslosigkeit ... Ich bin gespannt, wie lange das gutgeht und ob die doch noch eine Lösung finden, wo die Schüler sicher unterkommen können. Angesichts der Umstände sollte man sich doch die Frage stellen, ob Hogwarts ein ausreichend sicherer Ort ist, was ich tatsächlich nicht für möglich gehalten hätte. Aber wer rechnet auch schon mit Silberpelzen?

Dass es dann so schnell eskaliert ... Aber es war bei der Gesprächsführung vorprogrammiert. Das schöne an deinen Konfrontationen: Meist kann man beide Seiten nachvollziehen. Man steht zwar zwischen den Stühlen, aber das erklärt, warum sich der Eklat nicht sofort und augenblicklich klären lässt. Das finde ich wesentlich spannender als super eindeutige Streitigkeiten, bei denen sofort klar ist, wer das Arschloch ist.
Gut, Snape ist nicht so nachvollziehbar, dass ich sagen würde, ich würde genauso handeln, aber es passt zu seinem Wesen und seinen verdrehten Ansichten, so dass ich mir schwer vorstellen kann, dass er anders hätte handeln können. Dumbledore hat ihm eine Chance gegeben, nachdem er sich von den Todessern losgesagt hatte. Er hat ihm Obdacht und Schutz geboten, auch wenn sie sich nicht immer grün waren. Ich denke, auch ihm setzt der Tod zu und es würde mich wundern, wenn er sich selbst keine Vorwürfe machen würde, dass Dumbledore quasi vor seiner Nase von allein drei Todessern mal eben gekillt wurde. Dass Harry ihm mit diesem Vorwurf konfrontiert ... Seine Drohung, Gryffindor Punkte abzuziehen wirkt in diese Szenerie beinahe lustig, so vollkommen abstrakt. Witzig ist aber vor allem, dass Harry den Punkten ebenfalls noch so viel Bedeutung zumisst, dass er sie verteidigt, obwohl sie doch eigentlich spätestens seit McGonagalls Ankündigung, dass der Unterricht ausgesetzt wird - auf unbestimmt - jegliche Bedeutung verloren haben.

Sesachars Anliegen in allen Ehren, aber ich habe diese "Wir geben uns die Hand und damit ist alles wieder gut"-Attitüden von Lehrern in meiner Schulzeit immer gehasst. An Harrys Stelle wäre ich da explodiert, auch weil ich Körperkontakt mit fremden oder mir unsympatischen Menschen vermeide, wo es nur geht. Wenn er jeglichen Sinn entbehrt erst Recht. Ich bin der Meinung, dass man Sympathie, Wertschätzung und Sachlichkeit nicht erzwingen kann. Zumindest nicht langfristig, höchstens für den Moment, ohne jegliche Nachhaltigkeit oder sogar mit der Folge, dass sich einer der beiden anschließend für dieses erzwungene Eingeständnis gegenüber dem anderen rächt. Alles schon erlebt. Aber eben auch genug Lehrer, die darauf bestehen.
Daher war es mir eine kleine Genugtuung, dass es auch diesmal höchstens dazu reicht, dass sie sich nicht gegenseitig in die Luft sprengen.

Mit den Verwandtschaftsverhältnissen hast du mich ein bisschen überrumpelt. Klar, es musste einen Grund geben, weshalb Dumbledore sowohl Pit als auch Snape vertraut hat, da ist die Sache mit der Blutsbande keine schlechte Idee. Dass Snape aber eine Tochter hat ... Das musste ich erstmal verdauen. Unweigerlich fragt man sich: Mit wem? Auf der anderen Seite ist es ganz interessant, es von der Seite zu betrachten, dass er doch irgendwann mal über Lily weggekommen ist und ... dann vom Schicksal ziemlich gelinkt wurde, als seine Frau zu Tode gefoltert und seine Tochter dem Tode geweiht wurde. Es ist zudem ein guter Grund, weshalb er die Todesser verlassen hat. Eigentlich sogar ganz gut, dass sich nicht sein gesamtes Leben um Harrys Verwandtschaft dreht, sondern er noch eigene Probleme hat, die nichts mit ihm zutun haben. Macht ihn irgendwie ... menschlicher.
Seine Ausführungen über die Todesser, da musste ich, so unpassend es auch ist, grinsen. Das klang sehr nach dem, wie auch ich die Todesser immer wahrgenommen habe, keine Bindung untereinander, keine Gemeinschaft, nur Ergebenheit Voldemort gegenüber. Die beste Möglichkeit, voranzukommen ist da übelster Kadavergehorsam. Ganz und gar nicht gemeinschaftlich, sondern einfach nur gefährlich.

Author's Response: Ja, da ist sie endgültig dahin, die Sicherheit von Hogwarts (ha, und genau diesen Zustand wollte ich! XD). Dass die Diskussion auch nicht zu „figur-parteiisch“ rüberkommt, freut mich auch. Ich mag es ehrlich gesagt, wenn man sich als leser auch mal eigene Gedanken über diesen und jenen Charakter machen und selbst entscheiden kann, ob man ihn mag/ihm zustimmt oder nicht. Da mit dem Vorschlaghammer anzukommen und die Meinung wie ein Dogma vorzugeben, langweilt schnell – und macht Figuren auch irgendwie langweilig. Und jahaaa, das war so typisch Lehrer von Sesachar. Diese „Gebt euch die Hände und Schwamm drüber!“-Nummer ist bis heute gängig und dient – Volltreffer – der vorübergehenden Entschärfung des Konflikts. Mehr als das gegenseitige Zerfleischen in diesem Augenblick kann man damit auch nicht verhindern. Meinungen verändert so ein Spruch nicht im Geringsten, aber er bremst immerhin für einen Moment aus. Ob sich die Gemüter dadurch soweit beruhigen, dass man genug Abstand gewinnt, um über den eigenen tellerrand hinauszudenken, ist wieder eine komplett andere Sache (wobei eine Versöhnung unter der gerade herrschenden Hochspannung auch unter hochvernünftigen Argumentationen nicht funktioniert hätte, weshalb „vorrübergehendes Abbremsen“ tatsächlich die einzige Möglichkeit war, also nicht tutto completto unpädagogisch). Bei mir war Snape nie in Lily verliebt, wie es in den HP-Büchern dargestellt ist. Band 6+7 existierten zu der Zeit, in der ich die Storys hier getippt habe, noch gar nicht, und so ist die Tochtersache natürlich eine Eigeninterpretation, um sowohl Snapes emotionale Verbitterung als auch seine Bereitschaft, sich gegen die Todesser zu stellen und für Dumbledore den Doppelspion zu spielen, zu erklären. Denn eine Erklärung musste her. Welche Sicherheit sollte Dumbledore sonst haben und welchen Antrieb Snape, um sich wirklich auf die andere/gute Seite zu schlagen, auch wenn er von dieser mehrfach enttäuscht wurde (James/Sirius)? Mit wem er diese Tochter hat, wird noch geklärt, wie auch weitere Hintergründe im Folgeband. Hier ist Snape einfach noch nicht so weit, Harry emotional an sich ranzulassen, um mit Wahrheiten aus seinem Privatleben herauszurücken. Dazu ist die Kluft einfach noch zu groß. ^.^


Name: BlueScullyZ (Signed) · Date: 27.05.19 12:49 · For: Neujahrsnacht
Es kommt einem so vor, als wäre die Rettung vor den Harpyien in einem anderem Milenium gewesen, wenn man das so liest. Natürlich, Malfoy wurde ein Leben lang von seinem Vater dazu und zur Unselbstständigkeit erzogen (wobei er sich immerhin seine Lakeie selbst aussucht), aber wie blind sich hier zeigt, das tut schon weh - tut es manchmal aber auch in den Originalbüchern, auch da braucht er ja SEHR lange, bis ihm auffällt, dass sein Treiben nicht das klügste ist. Letztlich braucht es einen Handfesten Mordauftrag und die Bedrohung seines eigenen Lebens, um ihm die Augen zu öffnen.
Andererseits find ich hier die VU auch nicht sooo sympatisch, wobei man auch hier sagen muss, dass einige Gryffindors im Original Dinge verzapft haben, die ich so auch nicht befürwortet hätte. Sie sind in der absoluten Überzahl und dann jemanden so zu demütigen, egal was er vorher angestellt hat ... Zeugt nicht von Größe, aber in Anbetracht des Alters der Charaktere und der angespannten Situation ist es dennoch nachvollziehbar.

Die Sache mit dem Geheimhalten des Animagi hat sich damit erledigt, aber ich finde, es war die richtige Entscheidung. Dass in so einer Panik jemand unter die Räder gerät, ist leider auch sehr wahrscheinlich. Lisa hatte sogar Glück, dass sie die Vertrauensschülerin war, die das Passwort kannte, ansonsten wäre es erst später aufgefallen und dann wäre es vielleicht zu spät gewesen. Auf jeden Fall spannend, was du da gestrickt hast.
Und Snape, wie er herausfindet, dass Harry ein Animagus ist ... Herrlich! Total der falsche Zeitpunkt, aber da gehen selbst mit ihm die Pferde durch. (Allein wegen der vielen möglichen Wortwitze find ich die Idee langsam richtig toll xD)

Tja und dann das ... Aber der Todesfluch bedarf tatsächlich nur eines unbedachten Moments ... Üble Sache, von einem Moment auf den anderen einfach weg. Ich mein, das ist ein Tod, den man jemandem nur wünschen kann, aber nicht wenn man eine sehr wichtiges Symbol der Hoffnung und der Stärke des Guten darstellt und wenn man sein Leben lang gegen das Böse gekämpft hat und nun gegen einen einzigen reudigen Todesser in die Knie gehen muss, das ... Das ist schon ernüchternd und erschreckend sicherlich auch für Harry, der erkennen muss, dass der Tod auch vor jemandem wie Dumbledore nicht einfach Halt macht. Diese ganzen Gedanken fasst du im letzten Absatz sehr eindrucksvoll zusammen. Ein ziemlich gruseliger Gänsehautmoment, in dem die Ungewissheit greifbar wird.
Übrigens finde ich Snapes Appell an ihn, dass er Dumbledore nicht wieder auferstehen lassen kann, für seine Verhältnisse sogar feinfühlig, da er Harrys Unglauben immerhin anerkennt und ihm eine Handlungsalternative aufzeigt, die ihm Orientierung gibt. (Der Spruch hätte zudem wirklich von Spock stammen können und ich mag Spock und allgemein die logische Art der Vulkanier sehr!)

Author's Response: Menschen machen Fehler, immer wieder. Und trotz „Superpower“ wollte ich keine Superhelden. Es ist nicht das Talent, das eine Figur zu einem Helden macht, sondern seine Art, dieses Talent zu nutzen – weshalb ich auch keine Skrupel mit der Animagi-Sache hatte. Klüger wird Harry davon ja nicht. Die geistige wie emotionale Entwicklung steht auf einem anderen Blatt, und das ist auch gut so. ^.^ Und ja, du hast recht. Lisas verschwinden wäre den anderen erst sehr viel später aufgefallen, wenn sie nicht das Passwort gehabt hätte. Hier zeigt sich aber auch die Kopflosigkeit von Menschen in Schockzustand und/oder Panik. Da geht Nächstenliebe schhon etwas verloren … traurig, aber wahr. (BTW.: Ich mag deine Pferde-Wortwitze. Die hätte ich damals auch einbauen sollen, LOL) Und dann Dumbledore… jetzt kannst du dir sicher mein Gesicht vorstellen, als band 6 rauskam und ich was Ähnliches darin las: Dumbledore getötet mit einem „Avada Kedavra“-Fluch, in Hogwarts. Gut, die tragische vom-Turm-stürz-Nummer hatte ich nicht, aber die hat mich in dem Moment nicht mal schockiert. Ich hab einfach nur geblinzelt und überlegt, ob Dumbledores Tod tatsächlich eine logische Konsequenz sein MUSSTE oder ob ich mal im gleichen Traum gelandet bin wie Rowling. Wohl trifft ersteres zu. Es ist ja irgendwie ein ungeschriebenes Gesetz, dass zuerst der Mentor sterben muss, bevor der Schüler wirklich aktiv wird … siehe Star Wars. Dass am Ende des Kapitels einen gruseligen Gänsehautmoment hinterlässt, freut mich ehrlich gesagt. Düster wollte ich es ja haben. Es ist ein tiefer Fall, der Verlust von Sicherheit/Unantastbarkeit und die Gewissheit, dass nun etwas passiere muss, damit es kein übles Ende für alle nimmt… (Und Spock gehört eindeutig in unsere Diskussionsliste mit Sherlock und da Vinci! XD)


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