Name: BlueScullyZ (Signed) · Date: 11 Jun 2019 14:40 · For: Phönix-Hauptquartier
Erstaunlicherweise gibt es keinen Ärger, aber ja, die Gründe dafür hast du sehr schön dargelegt. Streit mit einem Gast vor der Haustür, den womöglich die Nachbarn mitbekommen, werden die Dursleys zu vermeiden wissen. Obwohl sie schon gelegentlich zur Hysterie neigen, wenn es um Zauberer geht. Da Voldemort nun weg ist, kann ich mir aber auch gut vorstellen, dass gerade Petunia ruhiger wird - oder von der Nachricht noch zu geflashed ist.

Ich schätze Remus' diplomatischen Stil sehr! Er weiß sehr genau, dass das, was er da sagt, völlig an der Realität vorbeigeht (und es niemandem dort leidtut, dass Harry geht), aber er wählt genau den Weg, der für niemanden einen Gesichtsverlust oder Vorwurf beinhaltet, um schnell zu seinem Ziel zu gelangen. Da Harry, da vermutet er bestimmt richtig, eh nie wieder zurückkehren wird, ist es auch Humbug, da noch irgendwelche Moralparolen zu schwingen, um die Dinge gerade zu rücken. Was die in über fünfzehn Jahren nicht begriffen haben, werden die nicht in einer kurzen Intervention lernen. Im Zweifel behalten sie Harry da, um Remus eins auszuwischen. Würde niemandem helfen.

Ach Mensch, der Fahrende Ritter! Von dem liest man in FFs auch sehr selten (so wenig ich auch lese). Eine schöne Abwechslung zu Portschlüsseln oder dem ständigen Apparieren. Frage mich nur, weshalb sie ihn benutzen und ob das einen bestimmten Grund hat, wo Harry doch nun apparieren dürfte. (Aber witzig, dass Harry sich dasselbe fragt xD)

Das Hauptquartier ist ebenfalls sehr interessant. Verborgene Winkel sind eine gute Grundlage für alles mögliche. Und ein mürrischer Pförtner, der hat auch was. Bin gespannt, ob der noch öfter zur Sprache kommt. Ein witziger Geselle (wenn man nur über ihn liest, statt um Einlass zu begehren).
Auch die Abhandlung über Sesachars Familie habe ich sehr gern gelesen. Die kleinen Anektoden, die er eingestreut hat und seine eigene Meinung zu den einzelnen Personen, haben aus dieser Erzählung etwas sehr lebendiges gezaubert, was andere als stumpfen Infodump abgetan hätten.

Bleibt abzuwarten, wer noch alles auftaucht. Molly und Arthur scheinen noch nicht da zu sein, sonst hätte man Molly mit Violetta in der Küche gefunden.

Die Frage, ob Pithormin weiß, wessen Tochter Violetta ist, hab ich mir ehrlich gesagt nicht gestellt. Ich hatte eigentlich gedacht, dass das Vertrauen zwischen Snape und Sesachar auf diesem Geheimnis gründet, das aber beide sehr wohl darum wissen. Dass das womöglich gar nicht der Fall ist, überrascht mich und macht mich neugierig.

Author's Response: Uh, ich merke gerade, wie lang diese Story her ist. An manche Details erinnere ich mich noch ganz genau, andere sind im Laufe der Jahre tatsächlich verblasst. XD Ich habe Remus eigentlich immer als den einzig Vernünftigen der Herumtreiber empfunden und seine ruhige Art in Band 3 geschätzt. An der bin ich irgendwie auch kleben geblieben. ^.^ Dass der Fahrende Ritter in FFs kaum vorkommt, ist mir auch schon aufgefallen. Er hat eben den Nachteil, nicht von jetzt auf Gleich zu einem ganz bestimmten Ort zu gelangen, ohne Zeit zu verlieren und vielleicht auch Umwege in Kauf zu nehmen. Hier passte er. Es pressiert ja nicht, es ist eine stinknormale Fahrt zu einem Anwesen, ohne dass einem wer weiß wer an den Fersen klebt. Zum Domizil der Sesachars bin ich im Übrigen tatsächlich gereist, wenn auch erst nach Entstehung dieses Teils. Für uns Muggel ist es eine Ruine an einer Landzunge mit Blick auf ein paar Eilande, ziemlich einsam, auch wenn Oban binnen zehn Minute Fußweg zu erreichen/in Sicht ist. Es ist in der Tat ein ideales Fleckchen Erde für ein magisches Heim (und noch dazu von hohen und mit Efeu bewachsenen Mauern gut eingeschlossen. Molly du Arthur tauchen noch auf, und auch einige andere. Und Harry … hinterfragt vieles gerne etwas verzögert. Und denkt sich dann erst mal Zeugs aus, statt sofort an Pithormins Ärmel zu zupfen und einfach zu fragen. Da ist er ein bisschen … hm … einem gewissen Herren ähnlich, der auch nie auf die Idee kommt, erst zu fragen, bevor er urteilt oder abstruse Theorien aufstellt. XD


Name: BlueScullyZ (Signed) · Date: 11 Jun 2019 13:30 · For: Eine Tarnung fliegt auf
Oh ja, die Sache mit den Namen. Die hattest du in einer RV-Antwort im letzten Band schon einmal angesprochen und ich bin da voll deiner Meinung. Einerseits finde ich es einen netten Brauch, Kindern als ZWEITNAMEN den Namen naher Angehöriger zu geben, in einer Art Namenstradition. Früher üblich war ja beispielsweise der Name der Kindsmutter und/oder (beider) Taufpaten. Aber was Harry da mit seinen Kiddies veranstaltet hat, das hat den Bogen überspannt. Auch im Namen des Kindes sollte Platz für eigenes sein, daher beruht auch bei solchen Traditionen meist der ERSTE Name nicht auf irgendwelchen Vorbildern oder wichtigen Bezugspersonen, sondern ist etwas eigenes. Dazu dann noch, dass er seinen Vater und seine Mutter so gut wie nicht kannte. Im Grunde gab er ihnen Namen von Fremden. Aber gut, warum nicht aus dem Kinderzimmer der eigenen Zöglinge ein Memoratorium basteln? Nein, echt, das ... nein.

Mir hat deine kämpferischere und in vielen Punkten auch selbstbestimmtere Version von Harry sehr gut gefallen und ich bin gespannt, was ansonsten noch so mit ihm passiert - wo er jetzt die Chance hat, sein siebtes Jahr ganz "normal" zu absolvieren.

Na ja ... Normal ... Ich kann diese Ironwoods irgendwie schon im zweiten Absatz nicht ausstehen. Mag daran liegen, dass ich Menschen, die sofort Gewehr bei Fuß stehen, um Hysterie zu streuen, statt Dinge in Ruhe und der geeigneten Gesprächsrunde zu klären, nicht leiden kann. Als Lehrperson vor versammelter Schülerschaft zu hetzen, in bester "Mammamamama, ich weiß was, ich kann petzen!"-Manier, ist sie bei mir unten durch. Schade, dass Hogwarts mit McGonagall einen kühlen Kopf weniger im Lehrbetrieb hat ...

Aber was hat Harry denn in den ersten Tagen des Schuljahres getrieben? Er scheint jemanden in Notwehr umgebracht zu haben, aber ... Dass er tatsächlich zu den Todessern übergelaufen ist, da braucht es mehr um das Mahl, um mich zu überzeugen. Harry hasst die Todesser und hat Voldemort zu sehr gehasst, um einfach so, mir nichts, dir nichts, auf die dunkle Seite zu wechseln.

Das eskaliert ja ziemlich übel da. Es trägt auch so gut wie niemand was zur Deeskalation bei. Was ist mit McGonagall los? Kein Eingreifen, kein Beschwichtigen, keine Zurechtweisung für dieses absolut unflätige Gebaren? o.O Ein Kampf in der vollbesetzten Großen Halle, mit lauter hilflosen Erstklässlern darunter, wäre echt ... nicht gut! (Und wer sind die Walpurgisritter? Neue Mächte sind spannend und mir gefällt die Namensgebung, die so an Hexenmythen angelehnt ist.) Doch, ein bisschen ... smarter hätte ich mir den Umgang der Schulleiterin gewünscht. Ich mochte sie immer für ihre kluge Art, wie sie jegliche überkochende Emotion, wenn es nötig war, im Keim erstickt hat, um schnell zu der bestmöglichen Lösung zu kommen. Dass sie sich das so lange angeschaut hat, auch wenn sie überrumpelt war, hat mich doch überrascht.

Die Dursleys haben mich dagegen zum Schmunzeln, aber auch zum Nachdenken gebracht. Wie Harry sie mit ihren eigenen Regeln zum Narren hält, entbehrt in der Tat nicht einer gewissen Dreistigkeit und ich kann es ihm nicht verübeln, dass er es nun ausnutzt, diese Freiheit zu besitzen und vor allem Vernon in den Wahnsinn zu treiben.
Das Gespräch aber mit Petinia, die Dankesbriefe an Harry - die gute Frau muss da ziemlich zwischen den Stühlen stehen. Einmal diese Welt, die sie wie nichts in der Welt hasst, die ihr als junge Frau die Familie genommen hat, und dann diese Erleichterung, dass der Typ, der all das veranlasst hat, endlich durch Harry umgekommen ist. (An Vernons Stelle wäre ich aber auch verwirrt gewesen, was an "Harry hat jemanden umgebracht." nicht schlimm sein soll. Immerhin spielte er lediglich mit dem Gedanken, ihn vor die Tür zu setzen, nicht, ihn bei der nächsten Haftanstalt abzusetzen.)

Und auch die Szene mit Dudley fand ich klasse, wie er eben über die Jahre gelernt hat, dass er mit Harry nicht alles machen kann und welche Möglichkeiten ihm zur Verfügung stehen. Der Schweineschwanz hat Wirkung gezeigt.

Und dann auch noch Remus. Ein sehr vielversprechender und spannender Einstieg in die Geschichte, der auf jeden Fall viel Stoff liefert, der zum Weiterlesen anfeuert.

Author's Response: Mhmhm, mein Harry wird zunehmend kämpferischer und auch selbstbestimmender. Da verläuft die Entwicklung schon ganz anders als beim Original. Ich habe hier ein Experiment gewagt, um mitten in der Action einzusteigen und die Vorgeschichte im Anschluss zu erzählen. Das hat natürlich Vor- wie Nachteile, unter anderem das Aufwerfen von vielen Fragen, die man nicht sofort beantwortet bekommt. Wie kommt es zu dieser Konfrontation in der Halle, wieso läuft das so holterdipolter und wieso greift McGonagall nicht schneller und energischer ein? Die Szene dient gewiss der Info vorab, dass noch gar nichts in Ordnung ist, auch wenn Voldemort besiegt scheint. Die Walpurgisritter habe ich mir nicht ausgedacht. Die findest du in Band 5, dort erwähnt sie Dumbledore. Bevor sie sich Todesser nannten, hieß die Vereinigung unter Tom Riddle „Knights oft he Walpurgis/Walpurgisritter“. Hab grade noch mal nachgeschlagen, das betraf die Zeit vor 1970: https://harrypotter.fandom.com/wiki/Death_Eaters#Origins Und Vernon Dursley hat mir beim Schreiben damals unheimlichen Spaß gemacht. Keine Ahnung, irgendwie… sind so hysterische Charaktere mit beschränktem Horizont erheiternd. ^.^ Die Aufklärung über Petunia war mit Band 5 ja noch nicht so weit gediehen, da habe ich mir ihre Rolle zusammengereimt und angenommen, dass sie etwas darunter gelitten hat, nichtmagisch zu sein und damit in Lilys Schatten zu stehen – und allein deshalb die Magie schon als widernatürlich ablehnen zu müssen, da sie kein Teil ihrer selbst ist. Ein typisch menschlicher Zug. Remus kam bei mir viel zu wenig vor bis zu der Stelle, also hat er seine Szene (diese und noch ein paar später) bekommen, um den Charakter wieder ein bisschen in das Zentrum der Aufmerksamkeit zu ziehen. Ich mochte ihn … bevor die Beziehungskrise mit Tonks kam und Remus als erwachsener Mann bei Harry als Pseudo-Beziehungsberater gelandet ist. Das war sehr … skurril. Je mehr ich reflektiere, desto mehr glaube ich, dass ich mir die Abschlussbände durch mein eigenes Geschreibsel verdorben habe, da die Vorstellungen so komplett anders waren. >.>


Submit a Review