Name: BlueScullyZ (angemeldet) · Date: 04.10.19 16:36 · For: Snapes Offenbarung
Herbst ... mit Tee und Keksen schön eingemummelt auf dem Sofa gute Geschichten lesen. Ha! Also ohne Sofa, ohne Kekse und ohne Tee und entspannt bin ich auch nicht, aber ich will jetzt endlich wissen, wie es weitergeht! So! Nimm das, Kalender.

Trotz der langen Zeit brauchte ich gerade mal ein paar Sätze, um zu wissen, wo ich bin. Der Wiedersteinstieg ist bei dir wirklich wie Fahrradfahren. Man kann genau da weitermachen, wo man aufgehört hat. Sehr gut!

Warum muss ich bei den Hugglern an Tribbles denken? Ich weiß es nicht ... xD Aber sie sind süß und ich mag sie. Kann mir richtig lebhaft vorstellen, wie die da das Schloss fluten oder hindurch treiben. Schöner, humorvoller Einstieg. (Und erstaunlicherweise erweisen sie sich sogar im Gegensatz zu Tribbles als nützlich!)
Nur um das klarzustellen: Nur, weil ich da Paralellen sehe, soll das kein Vorwurf sein. In einer meiner Star Trek FFs hatte ich einen xenturianischen Präriehund, der sehr ähnliche Eigenschaften aufwies - bevor ich je die Folge mit den Tribbles gesehen hatte. Ich weiß also ganz gut, dass zwei Köpfe unabhängig auf dieselbe Idee kommen können ;-)

Aber Liz und Alexis, da scheint echt was vorgefallen zu sein, dass die beiden sich so überhaupt nicht leiden können. Obwohl ... Hermine hat schon Recht, es kann auch versteckte Zuneigung sein, aber auf den ersten Blick ist es erstmal erstaunlich, wie wenig es von Alexis braucht, um Liz zum Explodieren zu bringen.
Dagegen fand ich aber den Schlagabtausch zum Stichpunkt Häuser in Hogwarts sehr gelungen. Max’ Selbstanalyse und noch einige andere Sprüche haben mich doch sehr breit schmunzeln lassen. Ein schöner Start ins Wochenende!

Die Absätze, in denen Pit und Harry nahezu philosophisch werden, finde ich immer ungemein interessant. Auf der einen Seite, Pits Vorwürfe, die er sich selbst macht, obwohl seine Motive nur allzu nachvollziehbar sind. In der Alternative wäre er gestorben und seine Familie wäre auf sich allein gestellt - oder ebenfalls getötet worden. Selbst wenn er überlebt hätte, hätte er sich auch das niemals verziehen können. Er befand sich in einer Situation, in der es keine perfekte Entscheidung gab. Trotzdem finde ich es gut, dass er sich der Grausamkeit seiner Taten bewusst ist. Es wäre tragisch, wenn er die Tragweite darüber vergessen würde. Und er scheint inzwischen damit leben zu können.
Gleichzeitig kann ich Harrys Gedanken gut nachvollziehen, dass es Dinge gibt, über die man nicht reden will, die man aber trotzdem mit Menschen, deren Urteil man vertraut, teilen würde. Das Denkarium ist dafür denkbar perfekt. Ich finde es übrigens sehr clever, Okklumentik damit zu verbinen. Das passt perfekt zusammen, obwohl es niemals im Original erwähnt wurde. Absolut logisch und nachvollziehbar. Schöne Canon-Ergänzung.

Am Anfang der Geschichte hätte mich wohl Snapes Geheimnis überrascht, aber inzwischen rechne ich bei dir mit allem und stehe eigentlich jeder Idee versöhnlich gegenüber. Auch einer möglichen Verwandschaft von Snape und Harry ... und Pithomin. Es fügt sich ebenfalls wunderbar in den Canon. Nur eine Sache: Der Kreis des Familiendramas? Ist diese Metapher, während man über nahezu besorgniserregende Verwandschaftsverhältnisse hinsichtlich der Gendiversität palavert, Absicht gewesen? Stammbäume und Kreise sollte man doch eher tunlichst auseinanderdividieren xD
Pits Vorstellung, nur, weil man verwandt ist, würden sich dafür alle Probleme in Luft auflösen, ist allerdings beinahe naiv. Oder Wunschdenken? Jedenfalls wundert es mich kaum, dass Snape da nicht mitspielt.

Besonders loben will ich auch, wie du die Erinnerung von Sesachar und Severus dargestellt hast. Die schaurige, groteske Atmosphäre - besonders deutlich hervorgehoben durch den Kontrast der Bilder zum der damaligen Realität - war wirklich phänomenal und gänsehautschürend. Spätestens als dann die beiden vergangenen Akteure die Bühne betreten haben, musste ich mindestens einmal schlucken.
Tatsächlich hätte ich Snape kaum wiedererkannt. Zu dem damaligen Ich hat er sich wirklich unheimlich stark verändert, aber es passt zu dem, wie deine Geschichte hier aufgebaut ist. Es passt zu seiner Vergangenheit, den Familienverhältnissen, seinem Leben, das du ihm hier gezeichnet hast. Hut ab dafür.
Ein wirklich interessantes und emotionales Kapitel.

Antwort des Autors: Huhu Scully! ^.^

Ja, der Kalender, der schnaubt mich auch an. Ich stecke grade in den letzten Vorbereitungen für den Urlaub, nächste Woche bin ich außer Landes (und habe bis dahin noch Cat- und House-Sitting an der Backe). Darunter haben meine Storys, PNs und Mails etwas gelitten, aber bei dem Stichwort ‚Tribbles‘ konnte ich nicht anders, ich musste antworten. Denn ja, JA, an genau die habe ich bei den Hugglern gedacht, und es kommt selten genug vor, dass jemandem meine Inspirationsquellen fernab des Fandoms, in dem ich schreibe, auffallen. Aber ich liebe sie – eben diese kleinen Seitenhiebe, die nicht ignorieren, dass es da draußen noch mehr gibt, was eindeutig kultverdächtig ist. Dass ich da auf die Idee kommen würde, an einen Vorwurf zu denken, musst du wirklich nicht fürchten, dazu baue ich derartige kleine Anspielungen einfach zu gern ganz bewusst ein. In meiner Assassin’s Creed-Reihe gibt es zum Beispiel ein etwas heruntergekommenes Gasthaus, das Testa di Porco heißt – jepp, das ist die italienische Version des Hog’s Head. Und dass der Bruder des Inhabers den Spitznamen Silente trägt, ist ebenso Absicht – denn das ist der Italienische Name Dumbledores. Aber das hat bis jetzt keiner gecheckt. XD Zufall dagegen war die Bezeichnung ‚Animus‘ für Harrys Vorfahrengeist. Als ich die Story schrieb, gab es noch kein Assassin’s Creed. Dann kam das erste Spiel und die Maschine, die man benötigt, um über die DNA Zugriffe auf die Erinnerungen seiner Vorfahren zu erhalten, heißt … du ahnst es: Animus. Hier war‘s mal keine Absicht, aber ein herrlicher Zufall.

Danke im Übrigen für das Lob, dass der Wiedereinstieg in die Geschichte nach einer längeren Pause kein Problem ist. Das freut mich sehr. Ich kenne das Gefühl bei manchen Romanen, total raus zu sein, wenn man mal eine Pause zu machen wagt …. und ich mache ständig Pausen. Insofern bin ich direkt erleichtert, den Leser da offenbar nicht zu frusten. ^.^

Was das Gefühlschaos bei Liz und Co. angeht … schuldig im Sinne der Anklage, da habe ich mich verhaltenstechnisch sehr von meinen Schülern und ihrem Umgang miteinander inspirieren lassen. Vieles begreife ich einfach selbst nicht, aber da es ja dauernd unter den Teenagern passiert, muss es ja normal sein. XD

Und mhmhm. Pit ist ein Paradebeispiel meiner … ‚Grau‘-Charaktere. Ich habe eine Schwäche für Figuren, die keine strahlenden Helden sind. Figuren, die Fehler machen, Grenzen überschreiten, paradox handeln, sich vor ihrem Gewissen verantworten müssen und trotz allem doch immer Mensch bleiben. Bei ‚Harry Potter‘ ist die Grenze zwischen Gut und Böse ziemlich deutlich von Rowling gezogen worden. In anderen Fandoms verwischen sie mehr, und dieses Verwischen schleppe ich irgendwie überall mit mir herum. Der scheinbar Gute ist in Wahrheit ein ziemliches Arschloch, der scheinbar Böse hat eigentlich nur noble Absichten, etc. Solche Ansätze sind reizvoll.

Okklumentak war eines der spannendsten Dinge, die sich Rowling – neben der Winkelgasse und Hogwarts selbst – ausgedacht hat. Meine Faszination dafür schimmert wohl durch. ^.^

Haha, ja, Pits Vorstellung, dass sich einige Probleme nun in Luft auflösen, sind Wunschvorstellung. Manchmal will man einfach an die positivste Option glauben, da alles andere nur frustrieren würde. ^.^ - Die Metapher des ‚sich schließenden Kreises des Familiendramas‘ ist Absicht, ja. Reinblüter bleiben nur Reinblüter, wenn sie – wie die alten Königshäuser – untereinander heiraten. Je nach Strenge (oder Fanatismus) der Familie kann das schon unschöne Konsequenzen haben. Da hat Rowling meiner Meinung nach ein bisschen tief gestapelt. Außer der wirklich durchgeknallten Bellatrix gab es ja keinen Reinblüter mit ersichtlichem Makel. Keine Ahnung, was die Zauberer da machen. Ob da magisch korrigiert wird oder einfach verstoßen. Eine ‚Fehlbildung‘ zum Squib ist für mich jedenfalls keine ausreichende Konsequenz von derartiger ‚Blutpolitik‘.

Die Vergangenheitssequenz war mit ein Grund für das hohe Rating dieser Story. Zwar gab’s im ‚Feuerkelch‘ und im ‚Orden des Phönix‘ auch zwei, drei Szenen, bei denen ich dachte ‚Eh, das ist wirklich nichts für ein Kinderbuch‘, aber ich wollte auf der sicheren Seite sein und hab’s lieber gar nicht erst als ‚für Kinder geeignet‘ online gestellt, auch wenn meine HP-Storys durch die Bank weg lemon- und sogar lime-frei sind.

Vielen Dank für dein umfangreiches Feedback, ich habe an mehreren Stellen geschmunzelt (ja, die Tribbles! XD). Ich melde mich nach dem Urlaub auch wieder per Mail bei dir und wünsche dir jetzt erst mal ein schönes Wochenende – Tee und Kuscheldecke sind die besten Waffen gegen Schmuddelwetter!

Viele Grüße

Sev


Name: BlueScullyZ (angemeldet) · Date: 16.08.19 16:22 · For: Die Inspektion
Habe ich schon einmal gesagt, dass ich deine Snape-Darstellung ziemlich gut finde? Verletzend, scharfzüngig, aber dabei nicht dumm. Oftmals habe ich es schon gelesen, dass Snape völlig blindlings in FFs aggiert, was freilich auch vorkommen mag, aber eben nicht der Normalzustand ist. Auf den Kopf gefallen ist der Junge schließlich nicht. Und viele seiner Sprüche lassen den schwarzen Teil meiner Seele lächeln xD (Hier wie er Pit disst, indem er Harry latent lobt. Überhaupt, dass er vor allem höchstens in dem Zusammenhang lobt, um jemand anderen bloßzustellen, passt in meinen Augen unheimlich gut zu seinem Charakter.)
Ich wusste lange nicht, worauf dieser Show-Kampf hinauslaufen sollte, aber es ergibt in der Tat Sinn. Die Besetzung der Inspektion scheint klar darauf ausgerichtet zu sein, ihnen das Leben zur Hölle zu machen. Wenn es eh schnurzegal ist ... Die Frage ist, ob sie sich davon beeindrucken lassen. Mal sehen. Spannend könnte auch das Duell an sich werde. Mal gucken, was die so auffahren ...

Fast ein wenig schade, dass vom Duell kaum etwas zu lesen ist, aber ich weiß, dass Kampfszenen sehr schnell sehr zäh werden und über das Gespräch der Schüler bekommt man trotzdem ein wenig etwas mit. Und auch, wenn der Respekt, den Snape Harry entgegenbringt wohl nur für Willkins ist, glaube ich schon, dass er sich mehr und mehr von seiner Vorstellung von Harry als kleinen, nervigen, hilflosen Jungen verabschiedet und ihn als ebenbürtig begreift. Zumindest soweit, wie es Snape als Person möglich ist, jemanden zu respektieren. (Dass die beiden Spaß haben, dieses Triezen aufrecht zu erhalten, kann ich mir sehr gut vorstellen! Wie so ein altes Ehepaar xD)
Ich frage mich, ob es für Hermine wohl schwerer ist, zu verdauen, dass Harry, der sonst immer von ihr die Hausaufgaben abgeschrieben hat, vor ihr Lehrer in Hogwarts wird, oder ob Snapes Unterfangen dann doch die härtere Nummer ist xD Wie sie Harry da in die Arbeit fuschen will ... Vielleicht hätte man sie zur Hausaufgabenhilfe abstellen sollen oder so :P

Das neue Gesicht hat mich überrascht und ein wenig überfordert. Ich war sehr froh, als viele andere Charaktere genauso überrascht wie ich waren, dass Alexis Liz bereits kennt. Ich hatte schon schuldbewusst in meinem löchrigen Gedächtnis herumgekramt, ob ich nicht doch schon wieder irgendeine Figur vergessen habe, die schon einmal erwähnt worden wäre, aber ausnahmsweise war es wohl nicht mein Fehler.
Ein ziemlich selbstwusstes Kerlchen. Den Rausschmiss aus Durmstrang zelebrierst du hier seeeeehr gekonnt. Man kommt gar nicht umhhin, sich zu fragen, was da wohl hinter liegt, so aufdringlich wedelst du einem damit vor der Nase herum. Gemein! ;-) Immerhin McGonagall scheint Details zu haben. Da bleibt ja zu hoffen, dass man bald Näheres erfährt. Ein weiterer Grund, weiterzulesen - wann auch immer ich dazu komme.

Author's Response: Ich hatte Spaß an Snape… hier in zunehmendem Maße und mit gewissen Hintergedanken, zumal sich er und Harry hier auf skurrile Weise annähern. Harry, der nicht snapisch sein will, in seiner Funktion als Lehrer aber auch mal ein Arsch sein muss (oh, diese Überwindung) und Snape, der nicht aufhören will, Harry zu piesacken, aber langsam einräumen muss, dass dieser seinen Posten nicht grundlos bekommen hat, sondern auch Talent zeigt. Diese Spannung hat mir damals irre Spaß beim Schreiben gemacht (und der arme Pit war der Leidtragende). ^^
Und ja, ich wollte das Duell nicht zu sehr ausreißen und das Kapitel damit dramatischer machen als es ist – zumal es eine Showeinlage ist, um die Inspektoren ein wenig nervös zu machen. Das wäre untergegangen, hätte ich ausschweifend beschrieben, was Harry so durch den Kopf schießt, während er Snapes Angriffe kontert. Vor den Schülern und somit dem Inspektor sollte eher die ‚Einheit‘ klar werden, im Sinne von ‚Wir haben einen gemeinsamen Feind, also arbeiten wir zusammen‘. Überraschend genug war‘s für die Schüler ja schon. XD
Und zu Hermine kann ich sagen, dass sie eher vor Stolz platzt, dass sie Harry nicht mehr dauernd entnervt in den Hintern treten muss, damit er auch etwas leistet. In den ganzen Bänden hat sie ja weder ihm noch Ron geholfen, um sich über die beiden zu stellen. Vielmehr wollte sie, dass die Jungs auch etwas leisten und sich dafür ins Zeug legen. Ihr dauerndes Desinteresse durch Quidditch und Co. hat sie da ja öfters an den Rand des Wahnsinns getrieben. ^^
Uh, Alexis. Der ist ja schon da… Mr ‚Ich kam, sah und siegte und biete Raum für bitchy Liz‘. Hab ich bereits Nostalgie erwähnt? *räusper* Erm ja, das habe ich. Pardon. XD
Bis auf zwei oder drei Chars müssten für den Band jetzt alle neuen durch sein, glaube ich. Was ist diese Schule auch so riesig …!


Name: BlueScullyZ (angemeldet) · Date: 16.08.19 15:47 · For: Unter einem bösen Stern
Persönlich hätte ich Liz auch irgendwann das Wort abgeschnitten. Rons Verhalten ist wie gewohnt sturr und kindisch, völlig verbohrt, aber es ist eine Sache zwischen ihm und Harry. Man kann beiden gut zureden, aber sich so aktiv einzumischen, kann nur in die Hose gehen. Ich frag mich vor allem, was genau sie damit bewirken wollte. Einsicht bei Ron? Da muss sie ganz andere Geschütze auffahren, befürchte ich, um die von außen herbeizuführen. Da müsste sie schon Harry für umbringen, damit Ron erkennt, dass er seinen Freund eigentlich nur vermisst hat. Oder wenigstens ins Koma hexen oder entführen. Ich befürchte, das hat die ganze Situation nur noch weiter verschärft, trotz Harrys offensichtlicher Missbilligung. Man, da blutet einem vom Zuschauen echt das Herz und ich hoffe, die zwei raufen sich doch noch irgendwie zusammen ...

Das kleinere Übel ... Da schließe ich mich Devoe an. Sieben Inspektoren! Ich habe ja ein kleines bisschen Hoffnung. Die Aurorin, auf die Harry und Pit gestoßen sind, war ja auch nicht verkehrt. Die sind aber nicht explizit ausgewählt worden, um Jagd auf "Andersdenkende" zu machen. Hier sieht das ganz anders aus. Ich habe echt Angst, dass das waschechte Todesser sind und dann wären Hagrid und Firenze wirklich ganz übel dran. Mitten in der Schule! Mir läuft es noch eiskalt den Rücken runter, wenn ich an Umbrigde denke, die lächelnd in der letzten Reihe sitzt und "liebreizend" unliebsame Formulierungen umdichtet, damit Grausames nur halb so schlimm und einfache, faktische Sachverhalten wie die Gotteslästerung klingen, für die sie sie hält.
Aber ein ganz kleiner Funken Hoffnung ist da trotzdem!

Ich konnte Harrys Verzweiflung geradezu spüren, wie er da auf taube Ohren trifft xD Wobei ich nicht verstehe, was er gegen Haarige Tierchen hat. Die restlichen Attribute unterschreibe ich sofort, aber haarig sollte nun wirklich kein Problem sein. Ein Thestral hat kaum Haare, ist trotzdem nicht so das Vorzeigeobjekt für einen Vorführunterricht. Am Ende steht nur im Bewertungsbogen "Traumatisierte bereits vorbelastete Schüler, bis sie beim Berichten ihrer Todeserfahrungen weinten."

Himmel, was bin ich froh, dass es doch niemanden braucht, der Harry zum Schein ermordet, sondern dass ein verlorenes Quidditchspiel reicht, um Ron zur Räson zu bringen! Klar, so wie früher wird es nie werden, das ist gut möglich, aber sie gehen nicht auf Ewig im Streit auseinander. Bin ja sonst kein Softy, der immer und überhaupt auf Happy Ends besteht, hier bin ich aber erleichtert, dass es vorerst nach einem aussieht.
Zumindest was diese Freundschaft angeht ... Der andere Punkt ... Wirklich Voldemort? Oder hat sich jemand anderes seiner Kraft bemächtigt? Wenn es Horkruxe gibt, gibt es bestimmt auch die Möglichkeit, Seelensplitter seiner eigenen hinzuzufügne. Da bin ich wirklich unglaublich gespannt drauf, was es damit auf sich hat und wer da aus der Gruft kriecht. Und ob er unter Malfoys Knute steht oder ein eigenständiges, lebendes Wesen sein wird. Na ja, mehr oder weniger. Voldemort und Leben sind ja so zwei Worte, die man nicht unbedingt in einem Satz verwenden kann.
Ob es wirklich nur ein Geist ist, der dort am Ort seines Todes lauert, wage ich doch noch zu bezweifeln. Aber was Todesser aus einem Leichnam und einem Geist alles basteln können ... Da kommen mir doch einige Gedanken zu.

Author's Response: Liz hat eine verdammt große Klappe und ist extrem parteiisch. Also eigentlich … ist sie Ron nicht mal unähnlich, wenn ich’s recht bedenke. Aber das sollte ihr besser keiner sagen, am Ende verhext sie einen noch aus lauter Zorn in eine Erdkröte. *lol*
«Am Ende steht nur im Bewertungsbogen "Traumatisierte bereits vorbelastete Schüler, bis sie beim Berichten ihrer Todeserfahrungen weinten."» - Meine Güte, darüber musste ich grade so lachen! Das ist herrlich! *Tränchen aus dem Auge wisch* XDDD
Mhmhm, wenn es mal so richtig üblen Knatsch in einer Freundschaft gab, hinterlässt das Spuren, das ist klar. Wie früher wird es nicht mehr, aber immerhin hat der Spießroutenlauf ein Ende. Auf ein Happy End kann ich – in gewissem Maße – sogar Hoffnung machen. In Ron schlummert durchaus eine treue Seele. ^^
Und Voldemort unter Malfoys Knute… ich glaube kaum. Davon träumt Lucius nachts! :D
Aber ja, basteln können sie viel, die Todesser. Und je fanatischer sie sind, desto übler könnte das Ergebnis werden …


Name: BlueScullyZ (angemeldet) · Date: 02.08.19 13:04 · For: Ahnungen und Zeichen
Gut, zugegeben, Harry hätte es diplomatischer formulieren können, gerade weil er weiß, wie Ron tickt. Ein einfaches "Ich bekomme es zeitlich nicht organisiert, aber du hast das bisher gut gemacht, also habe ich da keine Bedenken und es wäre mir eine große Hilfe" wäre kaum anders als seine Erklärung gewesen, aber weniger leicht misszuverstehen. Aber Ron ... Argh! Mir gehen ja Leute zimelich auf den Geist, die sich selbst auf ihre Opferrolle reduzieren und meinen, damit alles als Angriff auffassen zu dürfen. Egal unter welchem Aspekt. Und genau das tut Ron fortwährend und genau das ist es, was mich so auf hundertachtzig bringt. Ich hab da echt kein Gramm Verständnis für und hätte vermutlich genauso wie Harry reagiert. Wer Wind säht, soll Sturm ernten und sehen, wie er damit klarkommt. Manche Leute müssen einfach mal auf die Fresse fliegen, um zur Vernunft zu kommen.

Dagegen unglaublich toll finde ich, wie lebendig du die Gemälde gestaltest. Hab bei mir auch ein paar drin, die über Motten und anderes Getier fluchen. Die Sache mit Rics Hand hat mich daran erinnert und schmunzeln lassen. Ich dachte, ich wäre der einzige Depp, der sich über solche Dinge Gedanken macht.
Weshalb man Ric vorzugsweise nur Leuten zeigt, die auch wichtige Dinge hören dürfen, kann ich mir aber denken *grins* Der Typ ist viel zu gesprächig, dazu dann auch noch recht einnehmend und könnte einen noch verschärfenden Einfluss auf die Gryffindors haben, die sich mit Mut bzw. Leichtsinn ja ohnehin nicht lumpen lassen.

Ich mag die neue Verwandlungslehrerin. Es wäre auch verdammt blöd, wenn man Malfoy auf den Leim gehen würde. Er macht sich ja keine große Mühe, seine Arroganz oder seinen Hochmut zu verstecken. Keine Ahnung, ob er wirklich dem Glauben aufgesessen ist, er wäre in irgendeiner Art liebenswert, wenn man nicht gerade selbst ein elitärer Rassist ist. Aber ich musste lachen, als er irgendwas von seiner Mutter faselte xD Ist zwar eine typische Trope, aber ich mag sie sehr.

Hach ja, Stunden bei Snape. Wenigstens hat Harry dabei fast seine Ruhe. Aber damit geht jeder anders um und ich glaube, hätte Snape mich so drangsaliert, hätte ich auch Fracksausen gehabt. Die Sticheleien zwischendrin fand ich stellenweise etwas übertrieben (also vor dem Unterricht), aber im Unterricht fand ich ihn wieder unglaublich gut getroffen. Er hat kein Publikum, weshalb er sich zurückhält, aber er weiß genau, was er sagen muss, um mit wenigen Worten viel Wirkung bei Harry zu erzielen. Aber, wie sich zeigt, hat er ja auch seine kompetenten Seiten. Immerhin ist er so das Mal los. Das ist ein Anfang.

Author's Response: Ja, sicher hätte Harry diplomtischer sein können. Aber so wie Ron auf Knopfdruck seine ‚Keiner stellt mich in den Mittelpunkt‘-Nummer fährt, so hat Harry seinen Trotzkopf inklusive Temperament. Und wie heftig er lospoltern kann, wissen wir spätestens seit dem Phönixorden-Band. Die Capslock-Diskussionen… die ein kleines Revival nötig hatten. XD (Ich bin ja wirklich gespannt, was du sagst, wenn klar wird, was ich mit Ron angestellt habe und was das rückblickend für ein Licht auf Szenen wie diese wirft)
Die Gemälde in Hogwarts habe ich grade in den Spielen zu Band 4+5 geliebt. Wie man mit ihnen reden und streiten konnte und was für abstruse Eigenheiten sie hatten. Das war so skurril und liebevoll in der Gestaltung, da konnte ich nicht wiederstehen und wollte das auch so machen. ^^ Und ich wollte Ric nicht als Oberweisen vom Dienst, vor dem man in Ehrfurcht knien muss. Das wäre mir einfach zu ernst gewesen. Zumal die Gryffindors ja nicht gerade für ihre Vernunft bekannt sind…
Ah, Sonja Fervagus. Auch eine RL-Person aus dem damaligen Autorenkreis. Wie sie da auf einmal alle wieder neu in Erinnerung kommen. meine Güte, Nostalgie.
Snapes überspitzte Art findet noch eine Erklärung. Der hat in Wahrheit mehr Fracksausen als Harry, denn der ‚Feind‘/‘Mitwisser‘ sitzt ihm im Nacken und könnte ihn jederzeit auffliegen lassen. Und es ist kein Snape, was nicht beißt, wenn’s sich bedroht fühlt. XD


Name: BlueScullyZ (angemeldet) · Date: 02.08.19 12:29 · For: Freundschaft auf dem Prüfstand
Ich mag Snape ja als Figur, aber hätte ich mit am Tisch gesessen, hätte er vermutlich von mir dennoch den Spruch kassiert: "Severus, Sie dürfen ja auch unterrichten, obwohl von Lehrern allgemein so etwas wie pädagogisches Feingefühl verlangt wird." Übrigens habe ich im Laufe meines Lebens einige kennengelernt, die zwar die Ausbildung, aber nicht den Charakter besaßen, um vor einer Klasse zu stehen - und sie durften es dennoch, was im Nachhinein mindestens einer Seite geschadet hat.
Dagegen gibt es durchaus Menschen, die ein Talent dafür besitzen, komplizierte Sachverhalten verständlich darzulegen und Menschen daran heranzuführen oder gar dafür zu begeistern. Und ich schätze Harry als jemanden ein, der das kann, da gebe ich McGonagall Recht. Er hat es bei Viribus Unitis/Dumbledores Armee gerockt, er hat Pit assistiert und er hat den Vorteil, dass viele Schüler zu ihm aufsehen. Wer das nicht tut, hat wenigstens Respekt vor ihm. Die Masse an Zweiflern sollte schnell unter eine spürbare Marke fallen, da er auch noch fachliche Kompetenz mitbringt. Also top Bedingungen! Geschickt eingefädelt von McGongall - der Junge hat vermutlich nicht einmal Gehaltswünsche xD

Ich kann mir gut vorstellen, dass Harry am liebsten doch lieber unten am Tisch der Gryffindors gesessen hätte, statt da oben am Lehrertisch. Eigentlich steht er ja weniger darauf, im Mittelpunkt zu stehen - außer beim Quidditch :P
Wird eine ziemliche Umstellung für ihn, wenn ihn plötzlich alle Siezen und mit Professor ansprechen. Würd mich nicht wundern, wenn er das ein oder andere Mal gar nicht drauf reagiert, weil er nicht bemerkt, dass er gemeint ist.
Müsste es aber im Gegenzu nicht so sein, dass auch Harry seine Schüler siezt, wie es in Hogwarts üblich ist?
An die Zwickmühle, dass er ja selbst ein Gryffindor ist, hatte ich kaum gedacht. Er schneidet sich da ja ins eigene Fleisch, muss parteilos sein, obwohl er ganz offensichtlich einer Partei angehört, mit der er einen Schlafsaal teilt. Das sind schon härtere Bedingungen als bei den normalen Lehrern. Hauslehrer ausgenommen. Trotzdem stimme ich Pit zu. Ich denke auch, dass er Spaß am Unterrichten haben wird - solange ihm kein Gryffindor quer kommt.

Uff, Ron ... Ich kann verstehen, dass Harry da vollkommen steil geht, wenn Ron wieder die "Keine beachtet mich"-Nummer abzieht. Harry wuchs unter niederträchtiger Verwandschaft auf, wurde vollkommen unvorbereitet in eine Welt geschmissen, in der ihm der gefährlichste Magier aller Zeiten ans Leder wollte, drohte ca. einmal im Jahr vor die Hunde zu gehen ... Ganz ehrlich: Nicht einmal geschenkt! Nicht einmal für Geld würde ich tauschen wollen.
Klar, Ron wuchs unter so vielen Geschwistern auf, dass er da was aufzuholen hat, aber diese Verbohrtheit nervt teilweise sehr. (Liegt am Charakter, nicht an deiner Schreibweise.) Ich wüsste damit auch nicht umzugehen. Zumal er ja dann auch immer abblockt, sich einigelt, statt das Gespräch zu suchen oder wenigstens offen für Gespräche zu sein, wenn man auf ihn zugeht. Der mutiert ja leider immer zur Auster.
Harrys Eingebung, ihm das Quidditchteam zu überlassen, halte ich für richtig. Und vielleicht ist es keine schlechte Idee, wenn er Ron ab da erstmal in Ruhe lässt, bis der den ersten Schritt tut. Nicht, ihn ignoriert, aber sich auf nonverbale Wertschätzung beschränkt. Irgendwann muss auch ein Ron mal lernen, von selbst zuzugeben, dass er überreagiert.

Author's Response: LOL, ja… Snape und sein Mangel an Feingefühl – a neverending story. XD
Lehrer wie Snape sind gar nicht selten, wobei man ihm zugute halten muss, dass er von seinem Fach wirklich verdammt viel versteht. Es war einfach nur ein Fehler, ihn auf Kinder loszulassen und er hat – sein wir ehrlich – ein kleines Autoritätsproblem. Wer zu Schulzeiten ein Opfer war, genießt es ja gerne später, auf Schüler einzupeitschen um sie stellvertretend für die alten Klassenkameraden leiden zu lassen. James/Harry… mehr muss man da kaum sagen. Wobei Snape ja langsam aufhört, nur James in Harry zu sehen (etwas, was Sirius auch mal hätte lernen sollen …).
Harry hat hier einen kleinen Self-Insert, wie ich gestehen muss. Denn so ähnlich wie er an seinen Schuljob gekommen ist, bin ich auch in meinen gerutscht: als Quereinsteiger ein Jahr vorm Abi. Harry Erfahrungen und Anfangsproblemchen (wir sind wieder bei der Autorität) sind gewissermaßen auch die meinen. ^^
Das Siezen der Schüler… ja, da habe ich auch erst überlegt. Aber das wäre noch mehr emotionales wtf für Harry gewesen, zumal es ja auch in den HP-Büchern immer mal Lehrer gab, die geduzt haben, wie Remus Lupin. An der Oberstufe hatten wir da auch einen lustigen Mix. Die Mehrheit hat uns gesiezt, ein paar haben uns geduzt … ich hab’s so übernommen. Wieder Self-Insert.
Und jupp, Harry muss jetzt lernen, unparteiisch zu sein. Was verdammt schwer ist…
Ron sieht die Aufmerksamkeit, den Ruhm, aber zu wenig die Schattenseiten – in seinem persönlichen Verlangen nach Beachtung. Er sieht sich im Schatten seiner Geschwister und hat ein kleines-großes Selbstwertproblem. Gewissermaßen ist das auch verständlich. Dass er denselben Fehler nur immer wieder macht, ist natürlich nervenaufreibend. Er tut es ja nicht, weil er Harry nicht mögen würde. Er sieht einfach nur … sich auf der Verliererseite und das tut ihm weh. Also schiebt er Frust und teilt aus ohne zu merken, dass er dabei auch weh tut. Ein kleiner Teufelskreis. Aber ja, auch hier ein Prozess des Erwachsenwerdens, der sich noch eine Weile zieht.


Name: BlueScullyZ (angemeldet) · Date: 31.07.19 15:41 · For: Die Falle schnappt zu
Was soll an seinem so miesen Tag auch schon Gutes passieren? Also, ich meine das Wetter in der Geschichte, mit dem du die vorherrschende Jahreszeit so schön treffend eingefangen hast. Trotz sommerlicher Temperaturen wurd mir doch etwas klamm zumute und ich hatte das Bedürfnis, mir einen Tee zu machen ...
Ich war ja geneigt, Jacks Idee zu würdigen und an das Gute zu glauben, war dann aber auch nicht überrascht, als es scheiterte - was nicht schlecht ist, die Geschichte hat mich Argwohn einfach gelehrt xD

Treue Diener des Ministeriums ... Was ein Jargon! An solchen Stellen spürt man einfach, wie verdorben der Staatsaperat in deiner Geschichte ist. Wie tief Symbolismus und narzistische Strukturen dort Einzug gehalten haben. Genau das sind Menschen, denen man keine Macht geben darf ... Dummerweise haben sie die in diesem Fall. Unglücklich.
Ich bin dagegen von Pits Ruhe beeindruckt. Manchmal neigt er ja doch zu effektiven, aber brutalen Schnellschüssen, die wenig Risiko, aber auch wenig Schonung bedeuten. Hier zeigt er sich mal als wahrhaftiger Diplomat und ich beobachte mit Genugtuung, wie er Rodney mehr und mehr in die Enge treibt.
Die Eskalation kam überraschend, zumindest die Art und Weise. Dass Rodney irgendwann austickt, war absehbar. Besonders beherrscht ist er ja nicht.

Was aber die Klinge anbelangt, so würde sie ihn niemals so schnell töten. Schon gar nicht, wenn sie steckt. Selbst, wenn die große Baucharterie durchtrennt worden wäre, hätte er noch einige Minuten überlebt. Es wären keine angenehmen Minuten gewesen, aber so schnell stirbt es sich nicht auf der Stelle. Über lange Zeit gesehen wäre die Verletzung aber sehr gefährlich gewesen, weil vermutlich Verdauungssäfte in den Bauchraum gesuppt wären. Die Infektion hätte er sicher gehabt. Dazu die Wunden, der Blutverlust. Damit hätte er lange zu tun gehabt. Oder war er ein Werwolf, weshalb das Silber ihn so schnell getötet hat?
Und wozu einen Toten in eine Zelle sperren? (Holla, muss das für Ariah eine schaurige Zeit werden ^^'')

Was ich mich frage: Was machen nun die Auroren? Und was macht der Tagesprophet, der ja vermutlich unter Kontrolle der Todesser steht, aus diesem Geschehen? Selbst wenn das Ministerium von Harrys und Pits Unschuld überzeugt ist, können die eine öffentliche Hetzjagd ausrufen - und gleichzeitig die Tatenlosigkeit und Blindheit des Ministeriums anprangern.

Hinsichtlich Pits Behauptung, es wäre eine Schande, dass Blue beim Ministerium arbeitet, muss ich aber insistieren! Es ist ein verdammter Glücksfall, dass sie das tut. Das hätte auch ganz anders ausgehen können. Man braucht auch an den richtigen Stellen, die richtigen Leute, nicht nur im eigenen Kader.

Endlich wieder in Hogwarts, endlich wieder durchatmen können. Gut, Harry kann auch noch durchSCHLAFEN, aber es ist schön zu sehen, wie er mal wieder etwas Luft hat. Ich war erleichtert und hab mich sofort heimisch gefühlt. Spätestens im Badezimmer. Das Wiedersehen mit Hermine war auch sehr süß.
Aber am Besten ist einfach McGonagall. Diese absolut trockene Art triffst du wirklich wunderbar und gerade dieser Abschlusskommentar von ihr mit der Zuckerdose - Top! Ich sitze breit grinsend davor und das, obwohl ich Bedenken habe, Dritt- oder Viertklässler (Vierzehn- und Fünfzehnjährige) für den Kampf auszubilden. Aber mal sehen, wie sich das entwickelt.

Author's Response: Die sommerlichen Verhältnisse in der Geschichte passen ja fast zu unserem aktuellen Wetter. *schlingt die Finger um den Tee und ist mitten im August dankbar für warme Socken* >.>
Wenn die Geschichte Argwohn lehrt, bin ich ehrlich gesagt zufrieden – denn das bedeutet ja nichts anderes, als dass nicht alles vorhersehbar ist. Ich mag schon Hinweise einstreuen in der Hoffnung, dass die Leser auf das kommen, was ich vorhabe, aber alles auf dem Silbertablett servieren un nichts mehr unerwartet passieren lassen, wäre auch langweilig. ^^
Wie schnell ein Land einem totalitären System anheimfallen kann, wissen wir ja. Dass das immer und überall passieren kann (und in mannigfaltiger Form), hat mir als Thematik irgendwie schon immer Spaß gemacht.
Und uh ja, aufs Töten per Klinge verstand ich mich damals noch nicht wirklich gut. Die Stelle ist überarbeitungsbedürftig und hollywoodzerfressen. Der Assassine in mir hat gelernt und würde es heute anders beschreiben. Also ja, das fällt eindeutig in die Kategorie „noch zu wenig Ahnung/Recherche – willkommen im Klischee-Fettnäpfchen“. XD
Wie’s mit dem Tagespropheten weitergeht, kommt noch … uh, was habe ich diesen Mr Pilgrim damals beim Schreiben verabscheut. Der schmierige Kerl von der Presse, reich an Sensationsgier, arm an Empathie. So kauft man sich willige Werkzeuge für Propagandazwecke.
Und natürlich ist es Glück, dass Blue im Ministerium arbeitet – sie wären arm dran, wäre es anders. Pit hat es eher in der ‚Perlen vor die Säue‘-Manier gemeint. XD
McGonagall ist und bleibt meine weibliche Lieblingsfigur auf den Potter-Romanen. Die wünsche ich mir bis heute als Oma. :D


Name: BlueScullyZ (angemeldet) · Date: 22.07.19 14:37 · For: Im Schatten der Macht
Und schaurig geht es weiter. Interessant, mal wieder aus Remus’ Sicht zu lesen. Ich mag seine ruhige, analytische Art immer noch sehr, die du hier auch schön vermittelst. Vorsichtig, aber immer überlegt. Man merkt, welche Figuren bei dir dahinter stecken, weil du ihr Wesen gut erfasst. Genauso Moody, der zwar misstrauisch wie sonstwas ist, aber eben auch abgebrüht.
Dass der alte Mann überlebt hat, ist eine gute Nachricht, wie man die nach dem Kampf sicherlich gut gebrauchen kann. Auch, wenn er vermutlich zum Kampf nicht viel beitragen kann. Immerhin ein paar neue Informationen aus London. Nach den Kapiteln im Wolkenmeer kommt es mir selbst so vor, als wäre es Jahre her, dass man erfahren hat, was dort so los ist. Auch ob sich etwas in Norwegen verändert hat, würde mich interessieren. Nicht, dass die da voll ins Verderben rennen. Immerhin sind sie jetzt gewarnt, nicht zu apparieren und keiner Eule mehr zu vertrauen.

Der Artikel ist mal wieder ... WOW! Rita Kimmkorn hätte es noch etwas persönlicher gestaltet, aber dieser Walter Pilgrim schreibt den Todessern entweder nach der Schnauze oder ist ebenfalls so ein sensationsbesessenes Etwas. Ziemlich tendenziös, selbst wenn eine offizielle Anklage vorliegt. Unseren eigenen Medien nicht unähnlich.
Aber es kann nicht sein, dass von der Einreise der Todesser niemand etwas mitbekommen hat. Genauso wenig wie es angehen kann, dass die Zerstörung der Dementoren als "Sachbeschädigung und Diebstahl" gesehen wird. Die Dinger waren gefährlich as Fuck! Der Großteil der normalen Bevölkerung wird darin keinen Verlust sehen, nachdem sie in Askaban ohnehin keine zuverlässigen Wachen mehr waren. Da sieht man sehr gut, in wessen Hand der Tagesprophet gefallen ist. Dann auch noch die Eltern McGonagall auf den Hals zu hetzen, das setzt dem Ganzen die Krone auf.
Kann natürlich auch sein, dass dem Schreiberling diverse Informationen einfach vorenthalten worden sind. Wenn er wirklich von den Todessern im Wolkenmeer nichts wusste, sondern nur von der Anklage, Pithomins Vergangenheit und dem Massaker am Tor ... zeichnet das natürlich ein Bild, das sich schwer leugnen lässt.

Sich zu trennen scheint da eine gute Idee zu sein. Dass die aber keine Glücksträhne haben werden, war fast zu erwarten gewesen. Die haben echt kein Glück. Obwohl ich ja gehofft habe, es wäre Paarungszeit und die beiden glücklichen würden die Menschen schlichtweg nicht bemerken, weil sie miteinander beschäftigt sind. Aber die Alternative ist auch ... okay xD Sicher nicht perfekt und es ist super, dass sie ungeröstet da durchkommen, aber sie leben. Das ist gut ^^''
Und könntest du "Zehn kleine Todesser" als special Material hinten dranheften? Ich würds gern mal ganz lesen xD

Ich war etwas verwirrt, weil das Schiff plötzlich da war. Erst ging ich davon aus, dass es zufällig ohnehin dort vor Anker lag, aber dann stand da, es wäre bereits informiert worden und extra deshalb nach Bodo gekommen. Im Absatz davor wäre ein Hinweis gut gewesen, wie lange sie unterwegs sind. Ungefähr. So liest es sich wie ein Tagesmarsch mit Drachensichtung ^^''
Davon abgesehen ist es findig eingefädelt. Der Vorwand mit dem Drachenleder ist gut, das kann man immer gebrauchen, zumal ja gerade ein neues Schuljahr angefangen hat und daher in GB einiges an Drachenlederhandschuhen benötigt wird :P

Die Diskussion, ob Harry und Jack Mörder sind, find ich mal wieder sehr interessant. Hier gebe ich Pit Recht: Es war Notwehr, denn einen annehmbaren anderen Weg, aus dem Wolkenmeer zu entkommen, hätte es nicht gegeben. Auch so hat es drei Leute das Leben gekostet. Sie hätten niemals mit sich diskutieren lassen. Womöglich hätte man sie im Schloss einsperren können, aber die Zeit ist da ja auch ein entsprechender Faktor gewesen und da sie zahlenmäßig nicht so gut dastanden wäre es auch zu riskant gewesen.
Dass es Harry aber bedrückt, kann ich gut nachvollziehen. Immerhin auch mit seiner zweiten These hat Pit, wie ich finde, sehr Recht. Wer in Hogwarts willkommen ist, entscheidet nicht der Tagesprophet.

Author's Response: Dass man die Figuren im Text erkennt, freut mich sehr. Ich mag es ja gerne, jedem mal in den Kopf zu gucken, je nach Szene. Und nur aus Harrys Sicht könnte ich sehr viele Teile dieser Story gar nicht erzählen, was mich als Autor extrem … ärgern würde. Sagen wir, es wäre für mich unbefriedigend, nicht hinter die Kulissen zu schauen. ^.^ Und japp, der Artikel sollte ein Spiegel unserer eigenen reißerischen Medienwelt voller Fake-News- Verschwörungstheorien und Diffamierungen sein. *nickt* Und wenn man nun bedenkt, was wir hier und heute als Gesellschaft nicht offen mitkriegen, obwohl es doch passiert, aber die ‚großen‘ Medien darüber schweigen … Die Wahrheit ist und bleibt ein fragiles Gut unter einem Haufen Staub und Dreck, den man erst mal wegpusten muss. LOL, die ‚Zehn kleinen Todesser‘. Das habe ich leider damals nicht weiter durchgedichtet/durchdacht, als im Kapitel wiedergegeben. Der ‚Tonnen‘-Reim stammt übrigens vom Hohensteiner Kasper, ich hab’s nur umgedichtet. Ja, und schon wieder hat Sev geklaut. Bad Sev! Den Teil mit dem Schiff weiß ich gar nicht mehr so genau. Da muss ich mich selbst noch mal drüberhängen und schauen, wo da die Lücke ist und wie sie am elegantesten zu schließen ist. ^.^ Die Diskussion fand ich als Schritt zur Verarbeitung wichtig, und bei einer Überfahrt hat man ja Zeit dazu, da man nicht dauernd aufpassen muss, weder Drachen noch Trollen in die Arme zu laufen. Das ist der ideale Zeitpunkt, um sich mit seinem Gewissen auseinanderzusetzen und zu reflektieren, was man warum getan hat und wozu man auch stehen kann und soll – und was man besser nie wiederholt, wenn man’s denn vermeiden kann.


Name: BlueScullyZ (angemeldet) · Date: 22.07.19 11:18 · For: Erneute Täuschung
Endlich komm ich hierzu auch mal wieder. Und dann gleich eine Lehrstunde bei Pit. Scheinen ziemlich widrige Bedingungen für Jack zu sein. Andauernd vorgeführt zu werden, während da jemand vom hohen Ross kommentiert, wäre auch in meinen Augen nicht die idealste Vorstellung. Harry aber scheint seinen Spaß zu haben und stellt sich ziemlich listig an. Da zeigt sich, wie Recht der Hut in seinem ersten Jahr hatte: In Slytherin hätte er ebenfalls keine schlechte Figur gemacht.

Dass sie bereits so lange unterwegs sind, wird einem gut noch einmal durch Remus kleinen Plüschproblem vergegenwärigt. Immerhin scheinen sie einen Vorrat an Wolfsbanntrank zu haben - oder Mily kann ihn brauen. Egal wie, es ist gut, dass er das nicht vollständig durchmachen muss, auch wenn man wenigstens sicherstellen könnte, dass er anderen kein Leid zufügt, wäre es für ihn selbst ja dennoch eine Tortur. So freundlich der Keller auch sein mag.

Harrys Idee, ihm als Pferd Gesellschaft zu leisten, ist auf jeden Fall lobenswert und da es bei den Rumtreibern ja auch gut geklappt hat, wird es bestimmt funktionieren. Da wette ich drauf. Auch wenn es ein skurriler Gedanke ist, ein Wolf und ein Pferd, die friedlich nebeneinander im Untergrundpenthouse eines fliegenden Schlosses schlafen ... Da können Fuchs und Hase einpacken xD

Der Spitzname ist auch ein schönes, unverfängliches Thema. Es geht um nicht, was Remus verpasst oder irgendwas, das ihn so sehr wie die entfernten Inseln betrübt, und es ist etwas, was er mit angenehmen Erfahrungen verbindet. Ich persönlich finde Nachtwind zwar ein wenig sehr poetisch im Vergleich zu den Namen der Rumtreiber, aber die Argumente sind trotzdem sehr gut. Zudem waren die Rumtreiber ja etwas jünger, als sie sich ihre Namen gegeben haben (s. Wurmschwanz :P), sodass Harrys Synonym ja schonmal etwas erhabener klingen darf ;-)

Ein witziger Gedanke, wie die Kuttentrottel da rumirren und vergessen, nach oben zu schauen. Ich teile Harrys Wunsch nach Langziehohren, aber die wären wohl zu auffällig gewesen.
Weniger witzig ist dagegen Moodys Order, so sehr seine Argumente auch zutreffen. Ja, jeder Gegner weniger, verbessert ihre Chancen enorm. Aber ein Angriff aus dem Hinterhalt, das kostet Überwindung, wenn man noch so etwas wie Moral besitzt. Eine schwere Verletzung wäre da wohl der einzige, mögliche Kompromiss. So haben sie eine Chance, fallen aber erstmal eine Weile aus - und sind am Ende noch viel wütender als vorher. Uff ... leider bleibt umterm Strich nur, dass der alte Mann Recht behält.

Da werden die Reihen ganz schön ausgedünnt. Harry hat das schon richtig erkannt, dass es der falsche Zeitpunkt für Zurückhaltung ist. Gerde im Angesicht der fallenden Kameraden wird da sicher der ein oder andere die Hemmungen fallen lassen. Da begreift auch der Letzte, was auf dem Spiel steht.
Ich hab etwas Angst bekommen, als es vorwiegend die Leute waren, die in der Mitte saßen, die es erwischt hat. Viele Namen hat man schon einmal gehört, aber keine richtige Beziehung dazu, aber um Mily hab ich echt gezittert. Erstens weil ich sie eigentlich ziemlich cool finde, zweitens, weil es NIEMALS gut ist, den Heiler zu verlieren.
Immerhin kann man sich auf den Spieltrieb der Todesser verlassen. Hätten die einfach ohne zu zögern effektiv auf den Todesfluch umgerüstet, hätte Harry jetzt nicht bloß eine Wunde. Da es bei denen kaum an ihrer Ehre liegen kann, nehme ich vielmehr an, dass sie darauf aus sind, so viel Schmerz und Leid zu verteilen, wie es geht. An mangelnden Fähigkeiten wird es allerdings vermutlich auch nicht liegen. Aber einem geschenkten Gaul und so ... Gut, dass sie da rausgekommen sind.

Was ich mich frage: Ob das Wolkenmeer ab jetzt für alle unbetretbar bleibt, wo die Brücke zerstört wurde. Oder bildet sich da womöglich neues Eis? Dann würden die Todesser von da entkommen können. Und was wird man in Tromso davon halten? Es bleibt weiter spannend.

Author's Response: Mhmhm. Harry wäre auch in Slytherin nicht schlecht dran gewesen. Da sind wir mal wieder beim ‚sich selbst akzeptieren‘, denn daraus erwächst schlussendlich ja Stärke. Wer nur von sich weist, was in einem steckt, schwächst sich. Und auch aus Schattenflecken kann man situationsbedingt etwas Gutes und Hilfreiches machen. Sich das einzugestehen, dafür braucht es schon Gryffindor-Mut. ;) An die Nächte mit den Rumtreibern dachte ich bei dieser Szene, ja. Angeblich haben James, Sirius und Peter die Animagie ja erlernt, um Remus beizustehen, da er als Werwolf bevorzugt Menschen angreift, von Tieren aber ablässt. Und ob er nun Hirsch-James oder Harry-Pferd bei sich hat, hat für mich dann keinen Unterschied gemacht. Beides sind Beutetiere. Von Ratten-Peter will ich gar nicht erst anfangen. XD „Untergrundpenthouse“, LOL! «Immerhin kann man sich auf den Spieltrieb der Todesser verlassen. Hätten die einfach ohne zu zögern effektiv auf den Todesfluch umgerüstet, hätte Harry jetzt nicht bloß eine Wunde. Da es bei denen kaum an ihrer Ehre liegen kann, nehme ich vielmehr an, dass sie darauf aus sind, so viel Schmerz und Leid zu verteilen, wie es geht. An mangelnden Fähigkeiten wird es allerdings vermutlich auch nicht liegen.» Du weißt doch … man zeigt gern, was man kann oder hat. Es wäre effektiv, sich zu bücken, um die paar Blätter vom Weg aufzuheben, aber hey, man hat doch diesen tollen lauten Laubbläser in der Garage, mit der man die komplette Nachbarschaft darauf hinweisen kann, dass man gerade – le gasp – arbeitet! XD Den Zugang zum Wolkenmeer wird man schon wieder freilegen. Ein paar Felsbrocken sind nichts, was Zauberer nicht beiseite schaffen könnten. Es wird einfach nicht binnen weniger Stunden passieren, und dieser Vorsprung reicht ja bereits für eine erfolgreiche Flucht. ^.^


Name: BlueScullyZ (angemeldet) · Date: 05.07.19 13:25 · For: Blinde Justitia
Bin total Moodys Meinung! Es ist ein ganz blöder Plan, den im Nacken liegen zu lassen, mit der Option, dass er ihnen aus dem Hinterhalt auflauert. Auf der anderen Seite: Was wäre das für eine Hilfe, wenn sie ihn überzeugen könnten, ihnen zu helfen? Es gibt in der Zaubererwelt im Gegenzug dafür doch sicher ein paar Zauberer, die sich nach einem abgelegenen, friedlichem Ort sehnen. Das wäre Win-Win für alle beteiligten. Einige Muggelgeborene vielleicht, die jetzt mehr und mehr in Angst und Schrecken leben. Er will ja, laut eigener Aussage, bloß nicht, dass das Schloss verkommt. Im Zweifel könnte man ihn auch zur Bewachung gefährlicher Seelen abstellen, die er in seinem Schloss gefangen hällt. Warum denn nicht?
Hach ja, aber da ist Moody auch etwas destruktiv eingestellt. Und der Kapiteltitel bringt es sehr gut auf den Punkt. Selbstjustiz ist nicht ohne Grund von vielen verpöhnt. Ja, er ist nicht zimperlich, aber in dem Moment auch nicht objektiv. Dass er als Veteran aber einen fast unanzweifelbaren Stand in der Gruppe hat, macht es für ihn umso leichter, sich in seinem Zorn durchzusetzen. Dass niemand anderem eine bessere Lösung eingefallen ist ... Aber gut, die besten Ideen kommen einem nicht im Stress.

Immerhin brauchen sie nicht mehr Knutschi-Sitter zu spielen, aber auf dem Rückweg werden ihnen die Todesser im schlimmsten Fall auflauern. Auch kein schöner Gedanke. Immerhin bis zur Mauer haben sie Zeit, sich so gut es geht zu erholen. Sofern Harry sich bei seinen Gedankengängen erholen kann. Er wirkt mehr und mehr reichlich mitgenommen, denkt viel an Sirius, allgemein etwas betrübt. Abwarten, was daraus noch wird.

Dass keine Pauken und Trompeten auffahren, als die Dementoren verschwinden, muss nach einem so langen Marsch wirklich ernüchternd sein. Mit einem Mal ist alles vorbei, ohne Wiederstand, einfach so und das nach Wochen der Arbeit. Etwas zu erschaffen mag erhebend sein, aber die kehren ja quasi mit leeren Händen zurück. Geplant, aber deutlich weniger befriedigend.

Die machen schon eine ziemliche Tortur durch. Vor allem für die norwegischen Unterstützer muss es ein grauenvolles Bild sein. Da hast du die aber schön in die nächste Misere gelotst! Das wird sicher das ein oder andere Wortgefecht auslösen. Ich kann mir zwar vorstellen, dass viele dagegen sein werden, Pit und Harry auszuliefern, aber andererseits wird es genügend geben, die des Kämpfens müde sind.
List und Tücke sind da eine gute Alternative, wobei es mich tatsächlich interessiert hätte, was passiert wäre, wenn jemand vorgeschlagen hätte, der Forderung nachzukommen. Ich denke allerdings, dass Moody da schon ganz Recht hat: Es ist nur ein Vorwand, um die Filetstücke nicht selbst erbeuten zu müssen. Der Rest wird dann abgeschlachtet und Pit und Harry wären grausam gefoltert worden, bis man ihnen die Gnade des Todes hätte zukommen lassen.
Was die Hauselfen zu dem Besuch sagen, da bin ich allerdings auch gespannt drauf. Und ob der Plan so funktioniert, wie sie es vorhaben.

Author's Response: Moody ist in Stresssituationen der Fels in der Brandung. Wenn alles um einen herum in Panik ausbricht, braucht es einen, der das Kommando übernimmt und Gruppendynamik schafft. Überlebensgarant Nr. 1. ^.^ Und Harry hat viel zu verarbeiten ja. Der Prozess, die kindliche Unschuld zu verlieren und endgültig ins Dasein eines Erwachsenen zu treten, macht er quasi grade durch. Er ist viel auf sich gestellt oder zumindest gefragt. Er muss Entscheidungen treffen und Dinge tun, die er verabscheut, die aber dennoch notwendig sind. Dass sich das Leben nicht zwingend so formen lässt, wie man es selbst gerne hätte, lernt er da auf eine ziemlich harte Tour. Nicht, dass er durch den Verlust seiner Eltern und die Konfrontation mit Voldemort schon genug zu Knabber hätte, aber das hier ist dennoch etwas anderes. Es ist unmittelbar und mehr als nur ein Moment. Es ist eine Reise, tief ins Herz des Eies und zugleich auch eine Reise auf den Grund des eigenen Charakters, um sich selbst zu begreifen und zu akzeptieren. Auch die Nüchternheit, mit der das Kapitel „Dementorenabbau“ abgeschlossen wird, gehört dazu. Wahre Heldentaten bringen keinen Applaus, keine bombastische Filmmusik, kein belohnendes Feuerwerk. Wahre Heldentaten sind meistens so schmucklos wie Staubwischen. Das ernüchtert, aber… es öffnet auch die Augen.


Name: BlueScullyZ (angemeldet) · Date: 05.07.19 11:50 · For: Die Gastfreundschaft des Sir Corrburroff
Ich hatte kurz überlegt, eine längere Lesepause zu machen, um dich nicht unter Antwort-Stress zu setzen, aber ging nicht. Ist zu spannend, aber ich denke, damit kommst du klar :P
(Zumal ich nicht weiß, ob ich am Wochenende zum Lesen komme.)

Moddys Spruch mit den Phantasten ... Ich überlege mir, damit ein T-Shirt drucken zu lassen xD Verdammt gut!
Der gnädige Herr, der da auftaucht, scheint ja ein geselliger Typ, Marke Fetter Mönch, zu sein, aber ... wie Harry und Moddy bin ich spektisch. Auch Pits Verhalten ... Entweder er hat einen Plan oder da ist irgendwas im Busch, gegen das Harry und Moody immun sind.
Es könnte eine Falle sein, das Essen womöglich vergiftet oder der Wolkenheini ist so einsam, dass er seine Gesellschaft dabehalten will. Womöglich stecken auch die Todesser dahinter oder es ist eine Prüfung der Willensstärke, eine listige Täuschung irgendeines Wesens, um sie in ihren Schlund zu locken ... Es gibt tausend Gründe nicht in dieses Schloss zu gehen! o.O

Immerhin scheint es dort wirklich ein Schloss zu geben. Im schlimmsten Fall wären Pit und Co ganz woanders hin verschleppt worden. Und je mehr man davon sieht und in Harrys Gedanken eintaucht, umso mehr erinnert es mich an Omicron Ceti III aus Star Trek. Das Paradies, das Leute mit Glückseeligkeit allein gefangen hält.
Corrburroffs Motive in allen Ehren, aber mir läuft es gerade kalt den Rücken runter, auch wenn so etwas zu meinen Vermutungen gehört hat. Aber jemand, der über knapp 15 Leute einen Imperius-Zauber aufrecht erhalten kann, ohne, dass sie sich dagegen wehren können? Der Mann ist eine echte Bedrohung. Bleibt zu hoffen, dass er nicht genügend Reserven hat, um gleichzeitig den Fluch zu halten und sich mit Harry zu messen.

Den Hauselfen hast du übrigens (auch) gut getroffen. Die Sprache, das Verhalten, absoluter Wiedererkennungswert. Fehlte nur noch, dass er nach dem "Verrat" nach einem Bügeleisen führ seine Finger sucht oder nachdem er sich die Nase geputzt hat, seine Stirn gegen die Tischkante schlägt.

Das ist so ziemlich das mieseste, was man machen kann: Jemanden die eigenen Freunde auf den Leib hetzen. Ist ja schön und gut, dass Harry notfalls den Animus beschwören kann, aber er hat ja auch nicht vor, Pit und die anderen zu töten. Verdammt beschissene Situation. Aber er ist ja clever genug, die Schwachstelle zu nutzen. Und das ohne zu töten. Ich bin ein bisschen stolz auf ihn.

Und der arme Moody muss bei Wasser und Brot bleiben. Hach, manchmal hat man eben Pech und manchmal liegt das Glück bei den anderen ;-)

Author's Response: Ah, keine Sorge wegen Antwort-Stress. Es läuft ja Gott sei Dank keine Zeit ab, die man zur Verfügung gestellt bekommt, um zu reagieren. Ich freue mich ja auch über deine Gedanken zur Story. Eher sorry, dass es mit dem weiteren Antworten etwas gedauert hat. >.> Oh ja, Moody. Ich habe einen Narren an dieser Figur gefressen. Er ist so unansehnlich und manchmal einfach nur garstig, aber in Anbetracht seiner Lebenserfahrung auch sehr faszinierend. Wer eine Menge erlebt hat, reagiert mit der Zeit unsensibel – oder eben ziemlich scharfzüngig-flachsig. Mit einem derartigen Wesenszug an Menschen kam ich persönlich immer recht gut zurecht. Man weiß, woran man ist, anders als bei einem sensiblen Menschen, der es nicht über sich bringt, seine Bedürfnisse mitzuteilen. Vielleicht schreib ich ihn auch deshalb so gerne. Autorenvorzüge sind ja immer wie so ein kleiner Blick durchs Schlüsselloch auf den Menschen dahinter, ganz gleich, wie viel Abstand man von der Handlung an sich nehmen kann. Ah, du warst beim Aladdin-Mönch auf dem Teppich auch gleich misstrauisch, sehr schön. Wenn ich verrate, auf welcher Idee dieses Wolkenschloss beruht, wirst du mich ewig auslachen. Wobei es diese Trickserie glaube ich nicht mal im Internet gibt, da sie einfach zu alt ist (Ende 80er). Da gab es eine Folge, in der ein solches Wolkenschloss vor jedem zurückgewichen ist, der darauf landen wollte, sodass niemand dorthin kam. Zudem war es noch von einem Drachen bewacht, der im Burggraben hauste. Den habe ich mir hier gespart, aber dieses ‚da ist was nicht koscher‘-Feeling hat mich nie losgelassen, ebenso wie die faszinierende Optik dieses Gebildes. ^.^ Dein Star Trek-Vergleich gefällt mir aber auch. War das eine Classics-Folge? Wenn ja, kenne ich die sogar. Ich erinnere mich an einen Planeten, auf dem Kirk, Spock und Co. gelandet sind und nie wieder weg wollten, da alles so einlullend paradiesisch war. Was Ähnliches gab es bei Asterix, bei diesen 12 Prüfungen, u.a. das Haus, das verrückt macht. Ewiger Klassiker… XD Corrburroff ist ein ziemlich mächtiger Zauberer, durch seine Einsamkeit aber auch ethisch etwas verkorkst … wie man sieht. Mir taten die Hauselfen ja irgendwie immer leid. So nervig wie JarJar Bings und ebenso … unterbelichtet, aber eben so harmlos wie eine kleine Fliege. Nachvollziehbar, dass man so eine Rasse ausbeutet, aber ihre selbstgeißelnde Veranlagung fand ich immer gruselig. >.> Und ja, Harry lernt. Das ist Sinn und Zweck der ganzen Mission. Er soll endlich Verantwortung übernehmen und sich der Konsequenzen seiner Handlungen bewusst werden, sprich … aufhören, immer mit dem Kopf durch die Wand zu wollen, weil Keks. In der Beziehung tut ihm die ganze Mission + Reise sehr gut. XD


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