7.18 - Verlobung² von Anna-Lena

7.18 - Verlobung² von Anna-Lena

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Story Bemerkung:

Co-Autoren waren Mona und red-eyes
In der Küche der Harpers roch es, wie jeden Morgen, nach frisch gebrühtem Kaffee.
Justin saß über einen Toast mit Marmelade und warf immer mal wieder einen Blick in die Businessspalte seiner Tageszeitung. Ihm war die Müdigkeit ins Gesicht geschrieben.

Ashley kam ins Zimmer geflitzt, in einer Wolke von süßlichem Parfüm gehüllt, und trällerte gut gelaunt: „Guten Morgen, mein Schatz!“ Sie setzte sich ihm gegenüber und griff nach einem der Toasts, die in einem kleinen Körbchen in der Mitte des Tisches platziert waren.

Justin murmelte nur verschlafen: „Morgen“ und fuhr sich mit den Handrücken über die Augen. Er hatte schon lange keine Nacht mehr durchgeschlafen – die Sorgen ließen ihm nicht den wohlverdienten Schlaf finden.

„Oh Gott, ist das ein starker Kaffee!“, befand Ashley nach dem ersten Schluck aus ihrer Tasse.

Justin sah sie ausdruckslos an: „Tut mir leid.“ Hatte seine Frau nicht andere Probleme als den, zugegeben, starken Kaffee?

„Okay, passt schon. Das hält mich bestimmt den ganzen Tag wach“, meinte Ashley, leckte sich über die Lippen und biss von ihrem Toast ab.

„Schwerer Tag?“, fragte Justin teilnahmslos.

„Oh ja, das kann man laut sagen. Ich muss Pacey im Icehouse vertreten – Er lädt zum Brunch ein. Sollten wir auch mal machen.“ Ashley schob sich den restlichen Toast in den Mund und fuhr sich dann mit einer Serviette über den Mund.

„Ja, klar ...“ Verlegen fuhr Justin sich durch die Haare. Es wurmte ihn ziemlich, dass Ashley so einen vollgestopften Tag hat.


Er beobachte mit gerunzelter Stirn, wie Ashley schon wieder aufstand, ihr Geschirr in die Spüle stellte und dann in den Flur hastete, um ihre Lippen zu schminken, noch einmal ihre Haare zu kämmen und dann Jacke und Stöckelschuhe anzuziehen – ganz die Geschäftsfrau.

Justin seufzte und schenkte sich Kaffee nach. Er war frustriert, nicht nur, weil Ashley so beschäftigt war – er war es nämlich leider ganz und gar nicht. Für ihn stand nur dieses dämliche Shooting für eine Tourismusbroschüre ins Haus. Tourismus! Bei der richtigen Kulisse konnte jeder Depp diese Fotos machen!

„Und was machst du heute noch so?“, fragte Ashley fröhlich und strich sich ihr Kostüm glatt.

„Nichts“, gab Justin gelangweilt von sich.

„Bekommst du heute nicht die Bestätigung für dieses Shooting ... ähm, für das Modehaus Forrester?“, erkundigte Ashley sich.

„Hmm-hmm“, bejahte Justin. Diesen Auftrag an Land zu ziehen wäre jedoch ein Traum. Er mochte es Modefotos zu machen; sie waren so vielseitig. Es wäre eine Herausforderung und Justin betete, dass er diesen Job bekam.

„Weißt du, das wäre echt klasse.“ Ashley schlüpfte in ihre dunkelblauen Pumps. Sie griff nach ihrer Handtasche und eilte noch einmal schnell in die Küche, um Justin einen Kuss zu geben. Sie wollte nun endlich das Haus verlassen, damit das Icehouse eröffnen konnte, aber dann blieb sie stehen und wandte sich noch einmal an Justin. „Aber versprich mir, wenn du die Fotos dazu im Kasten hast, bin ich die Erste, die sie sehen darf!“ Ashley lächelte. „Bestimmt hat Forrester total schöne Kostüme und so. Da kann ich bei Pacey Eindruck schinden!“

„Ja, klar ...“

„Bye!“, rief Ashley stürmisch und stöckelte aus der Küche.

Die Tür fiel ins Schloss, bevor Justin zu Ende sprechen konnte. Hoffnungslos ließ der Fotograf den Kopf hängen und flüsterte: „... wenn ich den Auftrag überhaupt bekomme.“

***

Die Morgensonne schien durch das Schlafzimmerfenster des alten Hauses. Das Bett wurde durch die Sonnenstrahlen hell beleuchtet. Dadurch wurden Pacey und Joey wach, noch bevor sie durch den Wecker geweckt worden wären. Doch während er langsam aufstand, drehte sie sich um und versuchte noch ein wenig Schlaf zu finden.

Joey hatte eine unruhige Nacht gehabt. Sie hatte viel über ihre gemeinsame Zukunft nachdenken müssen. Sie hatte an die Hochzeit gedacht, an das Baby und wie alles ihr Leben verändern würde. Sie war erst spät eingeschlafen.

Pacey war ins Bad gehuscht und duschte gerade. Er ließ das kalte Wasser auf seinen nackten, sportlichen Körper fließen. Das vertrieb auch noch seine restliche Müdigkeit. Jetzt regulierte er die Temperatur und duschte zu Ende. Nachdem er im Bad fertig war, zog er sich an. Dann ging er die Treppe runter ins Erdgeschoss. Als er die Küche betrat, wurde er wieder an die nötigen Renovierungen erinnert. Er hatte das kleine Radio angeschaltet, hörte halb der Musik zu und kümmerte sich um das Frühstück. Er war in Gedanken versunken und dachte darüber nach was noch alles außer der Küche renoviert werden musste, als das Telefon losging. Pacey zuckte zusammen. Er ging zum Telefon und überlegte, wer denn jetzt schon anrufen könnte. Als er den dunkelgrünen Hörer abnahm, erkannte er die Stimme seines Bruders.

„Morgen, kleiner Bruder. Wie geht’s euch denn so?“, fragte Doug.

„Es geht so. Es ist halt immer viel zu tun“, antwortete Pacey.

Er fragte sich, was sein Bruder so früh von ihm wollte. Am liebsten hätte er ihm sofort von der Verlobung erzählt, doch er hielt sich zurück. Schließlich wollten Joey und er es gemeinsam erzählen.

„Was kann ich denn für dich tun, Dougie?“, fragte Pacey also nur.

„Gar nichts. Du solltest fragen, was ich ... nein, wir für euch tun können.“

Nun war Pacey total verwirrt.

Als Doug von seinem Bruder keine Antwort bekam, fuhr er fort: „Ich habe eben mit meinen Kollegen gesprochen. Sie haben ja vor einigen Jahren mitgeholfen Potters Bed & Breakfast zu renovieren. Damals hattest du das organisiert, und nun bin ich an der Reihe. Wir wollen euch bei der Renovierung eures Hauses helfen“, meinte er erklärend. „Du weißt doch, die Polizei dein Freund und Helfer“, fügte er noch grinsend hinzu.

Pacey war von der Idee begeistert, würden sie so doch erheblich schneller fertig und so hatte er dann mehr Zeit für seine Verlobte. „Danke Dougie. Das wäre ja echt klasse“, meinte er und dann kam ihm eine Idee. „Hab ihr schon gefrühstückt?“

Jetzt war Doug überrascht, wie kam sein Bruder denn jetzt aufs Frühstücken? „Noch nicht, wieso?“

„Kommt doch einfach rüber, dann können wir zusammen brunchen.“ Und dann fügte er noch hinzu: „Wir haben große Neuigkeiten für euch.“

Doug fragte natürlich sofort, was es denn so großartiges gäbe, doch Pacey verriet nichts.
„Ich werde mal Jack fragen, warte einen Augenblick“, meinte Doug und legte den Hörer beiseite. Er ging in die Küche, wo sich Jack gerade um Amy kümmerte. „Pacey lädt uns zum Frühstück ein, wollen wir rübergehen?“, fragte er.

Jack überlegte kurz und nickte dann. Er hatte die beiden schon länger nicht mehr gesehen und es gab ja viele Neuigkeiten zu berichten.

Doug ging wieder zum Telefon und teilte seinem Bruder mit, dass sie kommen würden. Daraufhin rief Pacey die restlichen Freunde und Bekannten an und lud sie ein.

***

Jack saß auf den Boden des Kinderzimmers und beobachtete, wie Amy durch das Zimmer krabbelte. Das eine Mal machte Amy es sich bei ihrem Bettchen bequem, dann tigerte sie zu ihrer Spielzeugkiste und später wieder wo anders hin. Es sah schon ganz lustig aus, aber das Lächeln auf Jacks Lippen war schon lange eingefroren. Und seine Gedanken waren weniger bei Amy, die jetzt so tat, als könnte sie in einem Buch über die kleine Meerjungfrau lesen, sondern beim gestrigen Abend.

Er war jetzt verlobt. Er würde heiraten. Jack hatte sich früher immer vorgestellt, wie es sein würde, verlobt zu sein. Erst hatte er gedacht, es würde eh nie passieren. Und dann hatte er Doug kennen gelernt und hatte angefangen, sich mit diesen Themen zu beschäftigen.

Nur dann passierte das alles – Jens Tod, Grams Tod – und seine Gedanken über Ehe waren beängstigend geworden. Nicht so romantisch, wie er es sich gewünscht hätte. Klar, er liebte Doug. Und ja, mit ihm würde alles so romantisch und ewig haltbar sein, wie er es sich immer erträumt hatte.

Jack wünschte, er wäre ein so glücklicher Mensch, wie er sein sollte. Immerhin war er verlobt! Herrgott, er würde Dougs Ehemann werden und freute sich nicht einmal so sehr darüber!

Jack seufzte und stützte seinen Kopf in die Hände. Er musste aufhören, darüber nachzudenken. Es machte ihn wahnsinnig. Warum zweifelte er, wenn er sich doch eigentlich sicher war oder gewesen war ... Verdammt.

Er erhob sich. „Jetzt komm schon. Du kannst auch nachher spielen, jetzt sollten wir dich erst einmal hübsch anziehen“, versuchte Jack die Kleine zu überreden, aber Amy ließ sich auf ein Kissen in der Ecke fallen und zog ein Stofftier zu sich. „Dann kriegst du auch was Leckeres zu essen“, lockte Jack. Er holte ein rosa Hemdchen aus Amys Schrank und näherte sich ihr.

Sekunden verstrichen. Die beiden sahen sich an. Und dann plötzlich ... stürzte Jack sich auf Amy, zog ihr blitzschnell das Hemdchen über und hob sie hoch. Irritiert starrte Amy ihren Dad an. Wie war das denn jetzt auf einmal passiert?


Doch dann lachte Amy vergnügt und entlockte Jack ein Lächeln. Im selben Moment gesellte sich Doug zu ihnen, blieb jedoch im Türrahmen stehen.

„Seid ihr so weit?“, erkundigte er sich.

Jack wandte sich von Amy ab und Doug zu. Dieser war bereits vollkommen angezogen, frisch rasiert und sah ganz und gar aus, wie aus dem Ei gepellt. Jack hingegen hatte sich bis jetzt einzig um Amy gekümmert und noch keine Zeit gefunden, das Badezimmer aufzusuchen, geschweige denn sich anzuziehen.

„Ich brauche noch etwa fünf Minuten. Kannst du dich derweil um Amy kümmern?“, bat Jack daher.

„Sicher“, nickte Doug und ging hinüber zu seiner Ziehtochter. „Komm her, Spätzchen.“ Das Mädchen streckte sofort die Arme nach ihm aus und ließ sich bereitwillig auf die Arme heben.

„Packst du noch ihre Tasche. Wechselkleidung muss noch mit rein, die habe ich letztes Mal gebracht“, ließ Jack gehetzt wissen, ehe er Richtung Badezimmer an Doug und Amy vorbeieilte.

Bildete Doug sich nur ein, dass Jack an diesem Morgen alles andere als fröhlich wirkte? Sollte er nicht glücklicher sein, wenn man die Umstände bedachte … Immerhin waren sie jetzt miteinander verlobt.

***

Nachdem Joey noch einmal kurz eingenickt war, wurde sie von Dido geweckt. Der Radiowecker hatte sich angeschaltet und der Sender spielte gerade ,Thank You‘. Sie blickte zur Seite, doch sie sah nur das leere zerwühlte Bett neben sich. Pacey war also schon aufgestanden. Sie rollte sich rüber auf Paceys Seite, griff nach dem Radio und schaltet es aus. Dann setzte sie sich langsam auf, streckte ihre Arme nach beiden Seiten aus und gähnte dabei. Eine Dusche würde ihr jetzt gut tun.

Sie stand auf und ging ins Bad. Sie hatte gehofft Pacey unter der Dusche vorzufinden, doch sie wurde enttäuscht, denn das Bad war leer. Nur eine kleine Wasserlache vor der Dusche wies noch darauf hin, dass er schon geduscht hatte. ,Schade‘, dachte sie noch. Sie wäre gerne zu ihrem Verlobten unter die Dusche gestiegen. Ihr Verlobter. Als sie daran dachte, musste sie lächeln. Sie war jetzt mit Pacey verlobt. Sie freute sich schon auf die Gesichter ihrer Familie, Freunde und Bekannte, wenn sie es ihnen sagen würden.

Mit den Gedanken ging sie in die Dusche und stellte das Wasser an. Als der erste kalte Schwall ihren makellosen Körper berührte, zuckte sie kurz zusammen und stellte es wärmer ein.


Sie duschte eine ganze Weile. Danach verließ sie die Dusche und trocknete sich ab. Während sie sich die Haare föhnte, bereitete Pacey eine Etage tiefer das Frühstück für mehrere Leute zu.

Er war voll in seinem Element und bereitet Eier, Speck und Pfannkuchen zu. Alles andere hatte er schon auf den Tisch gestellt. Der war reichlich bedeckt mit Croissants, Sandwiches, Toasts, Aufschnitt, Konfitüre, Käse und Erdnussbutter. Dabei stand frischgepresster Orangensaft und in der Ecke blubberte die Kaffeemaschine.

Als Joey die Treppe runterkam und die Küche betrat blieb sie erstaunt stehen. Glaubte Pacey wirklich, dass sie beide das alles essen könnten? Das reichte ja für eine kleine Armee. Selbst wenn Bodie für das B&B das Frühstück machte, war das selten mehr als Pacey heute Morgen aufgefahren hatte. Und dann hatte er noch einige zusätzliche Stühle aufgestellt.

Joey ging auf Pacey zu und küsste ihn. „Morgen, Liebster. Vielleicht hab ich mich ja verzählt, aber ich bin der Meinung, dass hier nur zwei ...“ Sie hielt kurz inne, blickte auf ihren Bauch und korrigierte sich dann, „... drei Personen leben. Das hier reicht ja locker für zehn.“ Sie sah ihn fragend an.

Pacey umarmte sie zärtlich, küsste sie zurück. Er strich ihr eine Haarsträhne aus dem Gesicht und blickte in ihre rehbraunen Augen. „Ich wünsche meiner Verlobten auch einen herrlichen Morgen ...“, begann er, doch er wurde unterbrochen.

„Witter, wenn du so überfreundlich bist, führst du doch meist etwas im Schilde. Was ist also los? Nimmst du das alles mit in das Icehouse?“, fragte sie. „Oder erwartest du hier noch Gäste?“, fügte sie scherzhaft hinzu. Sie wusste ja nicht wie nah sie an der Wahrheit dran war.

„Allerdings erwarten wir noch Gäste“, begann Pacey. Als er Joeys erstaunten Gesichtsausdruck sah, fügte er schnell hinzu: „Doug hat vorhin angerufen. Er will uns mit seinen Kollegen bei der Renovierung helfen. So wie damals beim B&B. Und ich habe mich so gefreut, da hab ich die beiden und Amy zum Brunch eingeladen.“

Jetzt wurde aus ihrem Erstaunen ein Entsetzen. „Pace, hast du dich hier mal umgesehen. Das Haus ist in keinem guten Zustand, und das ist noch nett formuliert ...“, fing Joey an und dann stockte sie. „Hast du gerade SIE gesagt? Du hast SIE eingeladen? Wen meinst du denn genau? Doug und Jack?“

„Ähm ja. Ich war so aufgeregt und konnte unsere Neuigkeit kaum für mich behalten.“ Als er sah, wie Joeys Augen sich immer mehr weiteten, sprach er schnell weiter: „Aber ich habe nichts verraten. Ich habe nur gesagt, dass es Neuigkeiten gäbe. Große Neuigkeiten. Und dann hab ich sie eingeladen. Doug und Jack ... und ... unserer Freunde.“

„Unsere Freunde? Du hast alle zum Brunch eingeladen?“


„Ja, ich möchte es am liebsten in die ganze Welt hinausschreien. Wir werden heiraten!“

Joey begann zu lächeln. Auch sie konnte es kaum für sich behalten und war schon auf die Reaktionen der Freunde gespannt. „Wer wird denn alles kommen?“, fragte sie.

„Nun, Doug und Jack, Bessie, Gale, Gretchen und meine Mutter. Dawson und Andie sind ja leider zu weit weg.“

Bevor Joey noch etwas dazu sagen konnte, klingelte es auch schon. Pacey ging zur Tür und öffnete sie. Draußen stand seine Schwester Gretchen und seine Mutter. Er begrüßte sie und bat sie herein.

***

Im Radio lief ein altes R.E.M. Stück, als Justin seine Fotoausrüstung in der Küche zusammensammelte. Das dreckige Geschirr stapelte sich in der Spüle, aber er beachtete es nicht, als er daran vorbeiging und eine kleine Flasche Wasser aus dem Kühlschrank holte. Er hatte eine versteinerte Miene und verpackte seine Kameras, Filme, Objektive und das ganze andere Zeug sorgfältig und routiniert in Taschen und Halterungen.

Endlich hatte Justin alles verstaut und er wollte sein Auto beladen, um zur Location zu fahren, aber da klingelte das Telefon und Justin seufzte. Der Fotograf hatte es eigentlich sehr eilig, aber dann fiel ihm ein, dass es ja auch das Modehaus sein konnte.

Sofort war er bei dem Telefon und hob ab. „Justin Harper, hallo?“

„Hey Justin, was geht?“

Justin stöhnte gequält auf: „Moe, ich habe gerade überhaupt keine Zeit. Bin auf dem Sprung.“

„Verstehe, verstehe“, erwiderte Moe. Justin hatte mit ihm vor Jahren zusammengearbeitet und seitdem waren sie miteinander in Kontakt geblieben. Moe war eine absolute Tratschtante und wusste alles über die Fotografen und Models, die im Moment angesagt waren.

So war er auch eine gute Jobbörse und Justin hatte durch ihn von dem lukrativen Angebot für den Modekatalog Forrester erfahren, also trat Justin von einem Fuß auf den anderen und fragte nervös nach: „Was gibt es denn?“

Es hörte sich an, als würde Moe am anderen Ende der Leitung tief Luft holen – oder einen Schluck von irgendeinem Erfrischungsgetränk nehmen, es kam auf beides raus -, dann legte er aufgeregt los: „Ja, alter Junge, du wirst nicht glauben, wer das Forrester-Shooting bekommen hat ...!“


Justins Herz schlug augenblicklich schneller. Er kannte diesen Tonfall von Moe und der schlug diesen Tonfall immer dann an, wenn es um etwas Wichtiges ging. Und dieses Jobangebot war wichtig! Konnte es sein, dass Moe schon wusste, wer das Shooting hundertprozentig bekommen hatte und konnte es sein, dass Moe wusste, dass es Justin war? War er’s? Fiebrig ging Justin auf und ab. Das konnte seiner Karriere den nötigen Anstoß geben. Es würde Spaß machen, es würde ihn auf Trab halten, er würde sein Bestes geben und Ashley würde stolz auf ihn sein.

„Oh Gott, es ist kaum zu glauben, aber es ist Jill-Ann Blumberg! Du weißt schon, die Frau, die denkt, der Heroin-Look würde noch aktuell sein!“, ließ Moe die Bombe platzen.

Justin bekam einen Hustenanfall. Was? Er war doch eindeutig der Richtige dafür gewesen! Im Laufe des Vormittags - und der Vorbereitungen für das lausige Shooting heute Nachmittag - hatte er sich sogar Hoffnung gemacht, dass er den Job bekommen würde.

„Ja, das ist echt schrecklich“, antwortete Justin bedrückt und hoffte, dass er nicht allzu deprimiert klang. Was er war.

„Das ist echt krank! Wie konnten die vom Forrester so was machen? Ich meine, Jill-Ann Blumberg! Was ist das überhaupt für ein Name? Mein Gott, sie hätten dem armen Kind einen schönen Namen und ein schöneres Gesicht geben sollen!“, entrüstete sich Moe.

„Ja, du hast Recht.“ Justin schluckte. Mein Gott, sie hätten ihm den Auftrag geben sollen!

„Hör zu, Moe, ich muss jetzt wirklich los. Ich habe noch einen Termin und will nicht zu spät kommen“, entschuldigte Justin sich geknickt.

Moe kicherte: „Schon okay. Ich werde mal James anrufen und ihm davon erzählen. Er wird sich zwar wegwerfen vor Lachen, aber er wird auch eine Depri bekommen – hat sich auch für den Job beworben. Bye.“

Justin hatte sich zwar nicht vor Lachen weggeworfen, bekam dafür aber eine Depression, hatte eigentlich fest damit gerechnet den Job zu bekommen. Er war schließlich einer der qualifiziertesten Fotografen. Enttäuscht verließ er das Haus.

***

Doug und Jack warteten noch auf die Babysitterin. Doug hatte sie kurzfristig überreden können, den Vormittag auf Amy aufzupassen. Beide saßen auf der dunklen Couch im Wohnzimmer. Sie waren sehr schweigsam, während sie warteten.

Jack dachte die ganze Zeit über sich und Doug nach. Und Doug merkte, dass sein Verlobter am grübeln war. Die Verlobung – was sollte es denn sonst sein – beschäftigte ihn anscheinend sehr und darum ließ er Jack vorerst in Ruhe. Aber irgendwann würden sie darüber reden müssen.

Sie hatten sich dazu entschieden, diesen Abend lieber doch als Paar und nicht als Eltern zu verbringen und ihren Babysitter angerufen, die mit einigen Minuten Verspätung klingelte. Die beiden Männer schraken beide leicht zusammen und standen auf. Doug ging zur Tür. Er öffnete und ließ das Mädchen hinein. Sie entschuldigte sich für die Verspätung, mit der Begründung noch einer anderen Verpflichtung nachgegangen zu sein, die sich nicht hatte verschieben lassen.

Amy freute sich, sie zu sehen. Das sah man ihr deutlich an. Sie nahm Amy und setzte sich mit ihr auf den Teppichboden. Da Doug nicht wusste, wann er und Jack wieder Zuhause sein würden, konnte er ihr auch keinen festen Zeitpunkt nennen. Aber das war für sie kein Problem, denn sie hatte genug Zeit. Die beiden Frischverlobten verabschiedeten und verließen das Strandhaus. Sie gingen am Strand entlang. Es waren ja nur wenige Meter bis zu dem Haus von Joey und Pacey.

Die Sonne schien ihnen kräftig in ihre Gesichter, aber von der Wärme merkten sie nicht allzu viel da ihnen der Wind entgegen blies. Sie hatten die Schuhe ausgezogen und gingen barfuss durch den warmen Sand. Sie hörten die Brandung, während sie langsam am Meer entlang schlenderten. Einige Möwen flogen kreischend über sie hinweg, während ihnen zwei Jogger entgegenkamen.

Jack war immer noch sehr schweigsam und brachte keinen Ton heraus. Doug versuchte ihn auf andere Gedanken zu bringen. „Was uns Joey und mein Bruder wohl zu erzählen haben?“, fragte er laut. Doch Jack war so in Gedanken versunken, dass er kaum zuhörte. „Na ja, ihre Neuigkeit wird nicht so großartig sein, wie unsere“, fuhr Doug fort. „Stell dir mal ihre Gesichter vor, wenn wir ihnen von unserer Verlobung erzählen.“

Da blieb Jack abrupt stehen und blickte Doug kurz an. „Ich bin doch bestimmt nur ... eine Last für dich“, brachte er nur leise heraus und blickte dann zu Boden.

Perplex stoppte nun auch Doug. Damit hatte er nun gar nicht gerechnet. Wie konnte Jack nur denken, dass er eine Last für ihn sei? Er griff nach dessen Hand und hielt sie zärtlich. „Jack, ich liebe dich.“ Doug machte eine kurze Pause und sah seinem Verlobten in die Augen. Er spürte Jacks Unsicherheit. „Du wirst für mich niemals eine Last sein“, erklärte er eindringlich.

„Aber ...“, wollte Jack sagen, doch er wurde sofort unterbrochen.

„Liebster, sieh mich an und hör mir bitte zu. Wie könnte ich dich jemals als Last empfinden? Ganz im Gegenteil. Ohne dich ist mein Leben doch wie ... leer. Und ich kann mir nicht im Entferntesten vorstellen, ohne dich zu sein. Ich könnte alles aufgeben ... meinen Job ... meine wenigen Freunde ... meine Familie ... ja auch Pacey, wenn es denn sein müsste, aber ohne dich ist mein Leben nicht lebenswert. Ich liebe dich und möchte bis zum Lebensende mit dir zusammen sein.“


Jack kamen langsam die Tränen. Doug nahm ihn in seine starken Arme und wischte zärtlich die Tränen von Jacks Gesicht. „Doug ...“, begann Jack, doch weiter kam er nicht.

Doug legte seinen Zeigefinger auf Jacks Mund. „Nicht, Jack.“ Dann berührten seine Lippen langsam die seines Verlobten und sie küssten sich liebevoll.

Jack spürte ein wohliges Gefühl in sich hochsteigen und es ging ihm langsam besser.

***

Ein Klingeln durchbrach die laute Begrüßung von Gretchen, die gerade eingetroffen war. Schnell öffnete Joey die Tür. Vor ihr standen Bessie und Gale. „Hallo, ihr beiden“, begrüßte sie ihre Schwester und Dawsons Mutter.

Bessie umarmte sie: „Hallo, kleine Schwester.“

Auch Gale umarmte sie kurz. „Hallo, Joey. Gut siehst du aus!“

Lachend erwiderte Joey: „Danke, Gale. Auch wenn ich das vielleicht nicht so sehe, aber irgendwann muss man es ja sehen, dass ich schwanger bin.“ Die drei Frauen lachten. „Die anderen sind schon im Wohnzimmer. Geht doch schon mal durch.“ Sie zeigte den beiden Frauen den Weg ins Wohnzimmer.

Beide Frauen traten ins Wohnzimmer ein uns wurden auch dort stürmisch begrüßt.

„Hallo Bessie, hallo Gale“, begrüßte Jack sie als erster und umarmte beide, was sie erwiderten.

„Ich gehe dann mal in die Küche und helfe Pacey“, meinte Joey und entschwand dem Begrüßungsstress dorthin.

„Puh, du glaubst nicht, wie voll das Wohnzimmer ist“, meinte sie zu Pacey, der gerade am Herd stand.

Dieser drehte sich zur ihr um und lachte. „Ich habe dir ja gleich gesagt, dass es ziemlich anstrengend wird. Besonders mit meiner Mom hier.“

Doch Joey verdrehte nur die Augen und gab ihm einen Klaps mit einer Rechnung, die noch immer in der Küche lag. „Komm schon. So schlimm ist sie auch wieder nicht“, erinnerte ihn Joey. „Vielleicht ist sie ein bisschen neurotisch, aber ansonsten ...“

Pacey drehte sich um und schlang seine Arme um ihre Taille. „Nein, außer ihrer übertriebenen Höflichkeit, ihrem Befehlston, ihrer Unermüdlichkeit ...“, doch weiter kam er schon nicht mehr, denn Joey hatte ihn lachend geküsst.

Beide genossen den Moment der Zärtlichkeit, denn seit den Renovierungsarbeiten hatten sie nicht mehr so viel Zeit füreinander gehabt.

„Ich denke, ich werde mich mal beeilen, damit wir auch noch essen können“, meinte Pacey schließlich und fing wieder an, alles für das Brunch vorzubereiten.

Joey wollte ihn noch nicht alleine lassen und setzte sich vorsichtig auf eine der Arbeitsplatten. „Meinst du, dass sie sich fragen, warum wir sie alle eingeladen haben?“, fragte sie schließlich und ihre Augen glänzten vor Neugierde, wie bei einem kleinen Kind an Weihnachten.

Pacey schien sich darum nicht kümmern zu wollen. „Wahrscheinlich glauben sie einfach, dass wir das Haus mit ihnen einweihen möchten.“

So einfach gab die Brünette dann aber doch nicht auf. „Aber das haben wir doch schon mehr oder weniger inoffiziell gemacht.“

Mit einem Ich-habe-doch-keine-Ahnung-Blick sah Pacey seine zukünftige Ehefrau nur an. „Ich kann es dir doch auch nicht sagen, Jo.“

Doch diese Antwort wollte Joey nicht befriedigen. Noch immer hatte sie Falten auf der Stirn und baumelte mit ihren Füßen, sodass jedes Mal ein ‚Bumm’ zu hören war, wenn ihre Fersen das Holz der Schränke trafen.

Plötzlich sah Pacey die Brünette von der Seite an und Joey zog fragend ihre Augenbraue hoch. „Du weißt doch ganz genau, dass du nicht auf der Arbeitsplatte sitzen sollst.“

Lachend sah Joey ihn an und zog ihn zu sich, ehe sie ihn erneut küsste.

***

Mittlerweile waren alle Gäste im Wohnzimmer versammelt. Jack, Doug und Gretchen saßen auf einer Couch, Bessie und Gale auf der anderen und Mrs. Witter im Sessel.

„Was meint ihr, ist der Grund dafür, dass wir heute alle eingeladen sind?“, fragte Gretchen schließlich und schaute neugierig in die Runde.

Natürlich hatten alle eine Idee und so war es Jack, der ihr antwortete: „Vielleicht gibt es Neuigkeiten in dieser einen bestimmten Situation.“

Nickend stimmte Bessie ihm zu. „Ich glaube auch, dass es um die Sache geht. Schließlich ist in der Zwischenzeit schon so viel passiert.“

„Stimmt. Trotzdem bin ich neugierig, warum sie eine Party veranstalten.“

Mrs. Witter, welche die ganze Zeit mit einem mürrischen Gesicht neben ihnen gesessen hatte, sagte schließlich: „Sie haben doch noch gar keine Party zur Einweihung des Hauses veranstaltet. Der Grund ist doch ganz einfach.“

Mit einem unterdrückten Grinsen sah Jack Gretchen an. „Stimmt eigentlich. Es wird sicherlich eine Einweihungsparty sein.“

Keiner der drei jüngeren Leute konnte sich ein Grinsen verkneifen. Selbst Bessie und Gale hatten ein kleines Lächeln auf dem Gesicht. Das würde ja ein Erwachen für Joeys baldige Schwiegermutter werden.

***

Als Doug und Jack die Küche betraten, schlug ihnen der Duft sämtlicher Leckereien entgegen. Pacey wendete gerade geschickt einen Pancake in seiner Pfanne und Joey presste eine Orange nach der anderen aus. Das Paar war zwar fleißig bei der Arbeit, aber eine Spur von Mehl auf Paceys Gesicht zeigte, dass die beiden nicht nur gekocht hatten.

„Was ist denn hier los?“, fragte Doug amüsiert.

„Na was wohl, wir wollen euch alle doch verwöhnen“, erklärte Pacey und ließ den Pancake auf einen Teller mit bereits fertigen Pfannkuchen fallen.

Jack machte es sich zufrieden am Küchentisch bequem, wo schon Paceys und Dougs Mutter und Schwester saßen: „Wer kommt denn noch?“

Joey spritzte sich selbst mit Orangensaft an und wischte sich das Gesicht mit Paceys alberner „Kiss the Cook“-Schürze sauber: „Sonst noch Bessie und Gale, aber die sind schon da. Ihr seid wie immer die letzten.“ Trotz des Orangensaft in ihrem Auge wirkte sie recht fröhlich und konnte nicht aufhören zu lächeln.

Doug nickte: „Schön.“

Er setzte sich neben Jack, der ihm glücklich zulächelte.

Joey stellte die Kanne mit frischem Orangensaft unfallfrei auf den Küchentisch. Ihr Blick begegnete Jacks. Sie grinste herausfordernd: „Warum strahlst du so?“

„Warum strahlst du so?“, gab Jack zurück.

Pacey musste lachen, als Joey ihre Frage wiederholte und Jack ebenfalls und brachte drei Schälchen mit verschiedener Marmelade zum Tisch.

„Nein, warum strahlst du so? Ich hab zuerst gefragt, nun sag schon!“, quengelte Joey und schleckte sich Fruchtfleisch der letzten Orange vom Finger.

„Was hast du gefragt?“, wollte Gale wissen, die nun zusammen mit Bessie aus dem Wohnzimmer zurückgekehrt war.

„Genau, ständig wird etwas vor uns verheimlicht“, bestätigte Bessie und setzte sich dem Teller mit den gestapelten Pancakes gegenüber.

Pacey gesellte sich, nachdem er den Herd und die anderen Geräte ausgeschaltet hatte, als letzter an den Tisch und brachte ein Körbchen mit Toast und verschiedenen Brotsorten mit.

„Okay, es wird Zeit, die Geheimnisse zu lüften, denkt ihr nicht auch?“, forderte Pacey auf und griff sich selbst eine Schüssel mit Froot Loops.

„Ja.“ Joey und Jack stimmten ihm gleichzeitig zu und nun lachte auch Doug.

Joey nickte dem Paar zu: „Fangt schon an.“

„Gut.“ Doug machte eine kurze Pause, damit wirklich alle Aufmerksamkeit – selbst die von Pacey, der sich gerade geräuschvoll Milch einschenkte – auf Doug und Jack ruhte. Dann ließ Doug die Bombe platzen: „Wir haben uns verlobt.“

Erstaunte und begeisterte Rufe von allen Seiten, nur Pacey brummte: „Verdammt, das wollte ich auch gerade sagen.“

Die Schreie wurden lauter. Joey und Jack fielen sich spontan über den Küchentisch hinweg in die Arme und mehrere Gratulationen fielen.

„Das ist ja wunderbar, ich freu mich für dich“, meinte Doug zu seinem Bruder.

Und Pacey meinte mit einem glücklichen Lächeln: „Dito.“

***

Im Icehouse herrschte ein emsiges Treiben. Das Klirren von Besteck hungriger Gäste klang durch das Lokal und in der Luft lagen sämtliche Gerüche der Spezialitäten des Hauses. Fisch, Nudeln, Soße. – Justin bekam Hunger, obwohl er gerade erst ein Sandwich gegessen hatte. Er hatte eine Stunde Pause vom Shooting – das Dirndl oder was auch immer eines der Models war zu eng und ohne dieses Model würde die Broschüre wirklich langweilig aussehen - und hatte deshalb beschlossen, seine Frau bei der Arbeit zu besuchen. Justin ging an den Tresen und erkundigte sich bei einer der Kellnerinnen, wo Ashley war.

„Sie ist im Büro. Finden Sie den Weg?“, fragte die Kellnerin, die Justin noch von seinen letzten Besuchen kannte.

„Ja, klar. Danke.“ Justin lächelte ihr zu und verschwand nach hinten.

Ashley hatte ihr eigenes Büro – er musste sich seine Dunkelkammer im Hause der Harpers durchboxen und ihr wurde das Büro zu Füßen gelegt! Als Justin den Raum betrat, fand er Ashley am Boden kniend und telefonierend. Das ganze Zimmer war vollgestellt mit Türmen von Papieren, Büchern und Ordnern. Es rollten Bleistifte herum und Justin bahnte sich seinen Weg zu Ashleys Schreibtisch.

„Hi“, formte er lautlos mit den Lippen und machte es sich in ihrem Bürostuhl bequem.

Ashley winkte und beruhigte dann die hysterisch klingende Frau am Telefon: „Miss Parker, es wird schon alles klappen! Sie können die Räume dekorieren wie Sie wollen und das Restaurant steht Ihnen den ganzen Tag zur Verfügung, so wie ich es mit Ihrem Verlobten ausgemacht habe.“ Ashley ließ ihre Zunge aus dem Mund hängen und signalisierte Justin, dass Miss Parker ziemlich anstrengend war.

Justin lächelte und blätterte durch Ashleys Terminplaner. Ganz schön voll. Er klappte ihn zu und schloss die Augen. Sein Terminplaner wäre auch voll, wenn er das andere Shooting ebenfalls bekommen hätte. Hatte er aber nicht. Justin seufzte leise.

„Okay, Miss Parker, ich habe noch zu arbeiten. Aber ich melde mich in einer Woche wieder und dann können wir das ja noch weiter besprechen, nicht wahr?“, fragte Ashley freundlich. „Ja, auf Wiederhören.“ Sie legte auf und sah Justin gequält an: „Schrecklich, diese Frau. Sie heiratet zwar erst in sechs Monaten, will aber alles bis ins kleinste Detail geplant haben. Sie meinte, wir hätten in sechs Monaten wohl kaum mehr Tische frei für den Empfang. Was in sechs Monaten ist, haben wir noch nicht mal geplant!“ Ashley fuhr sich durch die Haare.

Justin lächelte besänftigend: „Es wird schon werden.“ Dann schwieg er und kaute nachdenklich an seiner Lippe.

„Hast du Mittagspause?“, erkundigte Ashley sich und sammelte die Bleistifte ein.

„Ja. Es ist aber ohnehin nicht viel los bei dem Fotoshooting“, meinte Justin geknickt.

Ashley nickte, als wüsste sie genau, was Justin durchmachte. Aber das, was sie heute machte, hatte wohl kaum mit Justins Langweile zu tun.

Justin spielte geistesabwesend mit einem Taschenrechner herum. Ashley nahm ihm das Gerät aus der Hand und küsste ihn auf die Wange: „Heute Abend machen wir es uns gemütlich, ja? Dann vergessen wir den Stress, oder dass wir überqualifiziert sind.“

Justin lächelte schief: „Klingt gut.“

„Ist was?“, fragte Ashley besorgt. Justin sah ihr nicht in die Augen. Es schien ihn etwas zu bedrücken.

„Nein, alles bestens“, wehrte Justin ab. Dass er den Job nicht bekommen hatte, musste er seiner Frau ja nicht auf die Nase binden.

Aber die Blondine blieb misstrauisch: „Echt nicht?“

„Nein, nur der Job regt mich etwas auf. Tourismusbroschüre! Tz!“, erklärte Justin abfällig und hoffte, dass Ashley nicht merkte, wie sehr er sie anlog.

„Also gut.“ Ashley lächelte und begann über die Probleme des heutigen Tages zu erzählen. Sie merkte nicht, dass Justin ihr kaum zuhörte und sich in ihrer Gegenwart zunehmend wie ein Versager fühlte.

***

Ein kühler Windhauch ließ Doug ein bisschen frösteln. Er stand auf der Veranda des neuen Hauses seines Bruders. Im Inneren standen seine restlichen Freunde und diskutierten und lachten freudig über die Neuigkeiten. Doch er hatte einen Moment für sich gebraucht. Nachdenklich schaute er in die Dunkelheit. Der Himmel war von Wolken bezogen und so sah man nur ein paar Sterne hier und da durchschimmern. Die Blätter der Bäume raschelten im Wind und Doug genoss die Zeit allein. Plötzlich hörte er ein Klicken hinter sich und drehte sich um. Seine Schwester Gretchen betrat die Veranda.

„Hier bist du“, meinte sie überrascht. „Ich hab dich schon überall gesucht.“ Ein Lächeln erschien auf ihrem hübschen Gesicht, wodurch die Grübchen in ihren Wangen deutlich erkennbar wurden. „Was machst du ganz allein hier draußen?“

Seufzend erklärte Doug: „Ich brauchte einfach etwas Zeit für mich allein nach diesem ganzen Trubel.“

Verständnisvoll nickte Gretchen. „Das glaube ich.“

Beide standen schweigend nebeneinander an der Brüstung der Veranda und schauten in die Nacht hinaus. Immer wieder blickte Gretchen ihren älteren Bruder an, bis der sie schließlich fragte: „Was ist los?“

Sie zuckte ein bisschen zusammen und wurde rot, denn irgendwie war es ihr peinlich dabei erwischt zu werden, wie sie ihren Bruder anstarrte. Verlegen druckste sie herum, kam dann aber doch zum Thema: „Ich weiß nicht recht, wie ich dich fragen soll, aber ... was hat dich dazu bewogen Jack zu heiraten.“

Doug sah sie von der Seite an, er hatte große Augen. Schnell versicherte ihm seine dunkelblonde Schwester: „Ich meine, ich finde es großartig, dass ihr heiraten wollt, aber warum so plötzlich? Hätte Jack nicht vielleicht erst stabiler sein sollen?“

Wieder seufzte Doug. „Ich weiß schon, was du meinst. Aber nach dem ganzen Spektakel und allem, musste ich es einfach dingfest machen. Ich liebe ihn und da sollte uns so etwas doch nicht aufhalten.“

Skeptisch schaute Gretchen ihn an. „Und das ist dir auf einmal alles selber eingefallen?“

Mit einem Lächeln erwiderte Doug: „Mehr oder weniger. Ich habe mit einer Freundin darüber geredet und sie hat mich dazu ermutigt.“

Überrascht sah die junge Frau ihren Bruder an. „Du hast mit Joey darüber gesprochen? Ich wusste gar nicht, dass sie so dafür ist.“

Wieder einmal seufzte Doug. Seine Schwester konnte manchmal wirklich nervig sein, besonders bei diesem Thema. „Nein, ich habe mir Audra Claremont darüber gesprochen, nicht mit Joey.“

Total überrascht und gleichzeitig fassungslos sah sie ihren Bruder an. „Aber, Doug ...“

„Gretchen, ich will es gar nicht hören. Du könntest endlich damit aufhören, sofort in die Luft zu gehen, wenn du nur ihren Namen hörst“, unterbrach Doug seine Schwester, denn er wusste schon worauf dieses Gespräch hinauslaufen würde.

„Doug, wie konntest du mit ihr darüber reden? Du weißt ganz genau, dass sie einfach ...“, Gretchen rang nach Worten, doch fand irgendwie keine passende Bezeichnung.

„Gretchen, lass es gut sein. Du weißt doch, dass wir bei diesem Thema nicht die gleiche Meinung haben.“

Gretchen sah in diesem Moment wirklich wütend aus und schien irgendwie ziemlich angefressen. Ihre Augen blitzten und in ihrer Stimme schwang Sarkasmus mit. „Aber sicher, mein liebster Doug. Aber beschwer dich am Ende nicht, dass ich nichts dazu gesagt habe.“

Ihre Augen funkelten, doch Doug konnte nur seine Augen verdrehen.

Wenige Momente später meinte sie: „Mir ist kalt, ich gehe wieder rein.“

„Und nicht nur dein Körper ist kalt“, sagte Doug zu sich selbst, als die Verandatür hinter ihm mit einem Krachen ins Schloss fiel.

***

Klappernd brachte Bessie die letzten Teller in die Küche. Joey und sie waren gerade dabei, die Wohnung und besonders die Küche, wieder sauber zu machen. Pacey saß noch mit den letzten Gästen im Wohnzimmer.
„Ich glaube, das sind die letzten Teller. Wirklich unglaublich, wie viel zum Saubermachen anfällt, selbst wenn es eigentlich nur im kleinen Kreise ist“, meinte Bessie und reichte Joey die Teller.

Diese schmiss die Servietten in den Müll und erwiderte: „Tja, aber dafür war es ja auch ganz schön. Außerdem habe ich darin schon Übung!“

Mit einem Lächeln sah Bessie sie an. „Und das hast du nur mir zu verdanken.“

„Oh ja“, meinte Joey spöttisch, „ich sollte mich wirklich für das frühe Aufstehen an Samstagen, das Gemotze der Gäste und das Geplärre von Alex bedanken.“

Bessie fing an zu lachen und erwiderte nur trocken: „Dann ist ja gut, dass du das genauso siehst wie ich.“

Nun musste auch Joey lächeln und die beiden räumten weiter die Spülmaschine ein, damit sie fertig wurden und wieder ins Wohnzimmer gehen konnten.

Sie schwiegen und schließlich bemerkte Joey, wie ihre Schwester sie von der Seite ansah. „Was ist los?“, erkundigte sich diese und verharrte in ihrer Position.

Einen Moment schaute Bessie ihre Schuhe an, blickte dann auf und sagte: „Mom wäre jetzt bestimmt stolz auf dich. Sie würde sich für dich freuen.“

Diese unerwartete Wende des Gesprächs ließ Joey einen Moment stocken, doch dann schaute sie auf den Boden und lächelte ein wenig. „Ich hoffe wenigstens, dass sie stolz auf mich wäre.“

„Ganz bestimmt“, vermutete die große Schwester und lächelte sie an.

Joey lächelte zurück und meinte ebenso: „Auf dich wäre sie genauso stolz. Schließlich würde das nicht jeder schaffen, was du geschafft hast.“

Beide Schwestern lächelten sich an und umarmten sich schließlich. Tränen der Rührung stiegen Joey in die Augen und sie lächelte immer noch glücklich. Als sie sich wieder trennten, wischte sich Joey die Tränen aus den Augenwinkeln. „Ich glaube, ich sollte mal weiter aufräumen.“

„Okay, aber nur, wenn du das ganz allein schaffst“, meinte Bessie.

„Aber sicher. Geh nur. Sind ja nur noch die paar Gläser.“

Bessie ging wieder zurück ins Wohnzimmer und ließ Joey mit dem restlichen Geschirr allein. Diese lehnte sich an den Küchentisch und schlang die Arme um ihren Körper. Vielleicht wäre ihre Mutter ja wirklich stolz auf sie.

***

Justin knallte die Autotür hinter sich zu und bei dieser schnellen Bewegung fiel ihm sein Beutel mit Filmdosen herunter. Er stöhnte gequält auf, sammelte den Beutel wieder ein und balancierte seine Taschen mit seinem Equipment zur Haustür. Auf der Veranda ließ er das ganze Zeug fallen und sperrte die Tür auf. Erst beim dritten Versuch, die Tür zu öffnen, ging sie auf, weil er den Schlüssel in die falsche Richtung drehte. Vollkommen entnervt beförderte er sein Gepäck in den Hausflur.

„Ash! Ich bin zu Hause!“, verkündete er lautstark und ließ seine Jacke achtlos neben die Taschen fallen.

Keine Antwort.

„Schatz?“, vergewisserte sich Justin, das Ashley wirklich nicht da war, und schlenderte zum Telefon. Der Anrufbeantworter blinkte und Justin seufzte. Er wusste genau, wer was aufs Band gesprochen hatte.

Er drückte auf „Play“ und lehnte sich an die Wand.

„Hi Justin, ich bin’s, Ashley. Es tut mir so leid, aber ich komme ein bisschen später nach Hause. Im Icehouse ist die Hölle los! Du kannst dir ja was zu essen bestellen. Ich muss los, ich lie-“ Justin brachte die Nachricht mit einem Tritt gegen das Gerät zum Stoppen.

Es war also die Hölle los im Restaurant? Bei Justin war tote Hose und das nur, weil er wegen Ashley keine Aufträge in Los Angeles oder Europa annehmen konnte. Sie musste länger arbeiten, er hatte nichts zu tun. Ashley machte Karriere und er? Er saß alleine und verlassen zu Hause herum. Es kotzte ihn an. Justin stapfte in die Küche und stolperte dabei über seine Taschen.

„Scheiße!“, stieß er hervor, rappelte sich auf und taumelte in die Küche. Er ließ sich am Tisch nieder und starrte das Geschirr in der Spüle an, das langsam vor sich hingammelte. War es das? Sollte er jetzt Halbtags beschissene Fotos schießen, dann das Haus saubermachen und die Rolle des einfältigen, langweiligen Hausmannes übernehmen, während Ashley in ihrer Rolle der Erfolgsfrau aufging? Ganz toll. Justin konnte sich ausschütten vor Glück. Er summte die Melodie des R.E.M. Liedes, das er heute Morgen gehört hatte. So sollte es also sein.

Der Fotograf erhob sich und suchte Spülmittel. Nach fünf Minuten gab er auf. So konnte es nicht sein. Erstens konnte er es nicht und zweitens wollte er es nicht. „Was mach ich nur?“, Justin seufzte.

Er öffnete die Tür des Kühlschrankes. Eine angebrochene Flasche Bier stand noch darin, zusammen mit einer halben Gurke und Wurst vom gestrigen Frühstück. Justin griff nach den Bier und setzte sich damit ins Wohnzimmer. Es lief der übliche Mist und bald hatte er die Flasche ausgetrunken. Er ließ sie achtlos auf den Boden fallen und starrte in die Glotze. So konnte man also auch seine Zeit verschwenden.

Er beschloss, etwas vom Chinesen zu bestellen und dann im Keller nachzusehen, ob noch Getränke im Haus waren. Durch ihren Job war Ashley einfach nicht zum Einkaufen gekommen, was nicht nur der Kühlschrank bestätigte, sondern auch der Lagerraum. Eine Flasche Apfelsaft und zwei Flaschen Wein standen noch herum ... „Perfekt“, sagte Justin zu sich selbst und holte sich die zwei Flaschen Wein nach oben.

Er bedankte sich beim Lieferanten und schloss die Tür, im Arm eine braune Tüte mit einem chinesischen Schriftzeichen. Gebratene Nudeln Süß/Sauer und Frühlingsrollen, genau nach seinem Geschmack. Wer brauchte schon Ashley, um ein schönes Abendessen zu haben?

Justin brachte das Essen ins Wohnzimmer, wo mittlerweile eine Comedy Show lief, und nahm einen Schluck aus seinem Weinglas. Dann ließ er sich in den Sessel sinken, neben dem eine leere Bierflasche und eine leere Weinflasche hin und her kullerten ...

***

„Wie hattet ihr euch denn eure Hochzeit vorgestellt?“, fragte Pacey soeben seinen Bruder und Jack, die beiden letzten Gäste and diesem Abend.

Die beiden sahen sich an und schließlich meinte Jack: „Eigentlich haben wir uns darüber noch gar keine Gedanken gemacht. Schließlich ist seit dem Antrag noch nicht so viel Zeit vergangen.“ Als er dies sagte, schaute er Doug tief in die Augen und lächelte.

Pacey nickte. In diesem Moment kam Joey ins Wohnzimmer. „Hey, ihr seid ja noch da. Worüber redet ihr gerade?“

„Ich habe Jack und Doug gerade gefragt, was sie schon für ihre Hochzeit geplant haben“, informierte sie ihr zukünftiger Mann und zog sie auf seinen Schoß.

Die Brünette kuschelte sich an ihren Liebsten und legte die Hände auf ihren Bauch. Ein kleiner Ansatz war schon zu sehen. „Und, was habt ihr schon geplant“, fragte sie nun ihrerseits.

Doug lächelte seine zukünftige Schwägerin an: „Wir haben eigentlich noch nichts geplant und wollten erst mal abwarten, wann ihr heiraten wollt und was ihr geplant habt.“

„Sehr clever von euch, erst abzuwarten, ob die Familie sich danebenbenimmt und dann erst zu entscheiden, ob man sie einlädt“, warf Pacey dazwischen. Dieser Kommentar brachte ihm den Ellenbogen von Joey zwischen seine Rippen und ein Lachen von Doug ein.

„So schlimm sind sie ja auch wieder nicht.“

„Wir werden es ja erleben“, erwiderte Pacey nur mit einem halben Grinsen.

Jack, der dem Geplänkel nur zugehört hatte, fragte nun: „Was habt ihr denn geplant? Habt ihr schon einen Termin?“

Die beiden sahen sich an und schließlich erwiderte Joey: „Einen genauen Termin haben wir noch nicht, aber auf jeden Fall wollen wir noch heiraten, bevor unser Kleiner ...“

„Unsere Kleine“, unterbrach Pacey sie.

Joey verdrehte die Augen und fuhr fort: „Bevor unser Kleiner zur Welt kommt.“

Jack und Doug nickten verständnisvoll. „Scheint logisch zu sein.“

„Und wie soll die Hochzeit aussehen?“, erkundigte sich Jack nun. „Eine große Landhochzeit? Unten am Strand? Oder einfach in unserer wunderschönen Kirche und alles in weiß?“

Unsicher schauten sie sich an. „Eigentlich nichts von alle dem. Wir hatten eher an eine kleine Hochzeit im Kreise der Familie und mit ein paar engen Freunden gedacht“, erklärte Joey schließlich, wobei sie wieder wie wild mit ihren Händen gestikulierte.

Betroffen sahen Jack und Doug sie an. Schließlich sagte Jack: „Stimmt schon. Das Haus muss ja auch noch renoviert werden.“

„Genau. Außerdem reicht es ja auch, wenn die Familie da ist und unsere engsten Freunde“, meinte Joey, doch etwas Bedauern schwang auch in ihrer Stimme mit.

Plötzlich hellte sich Dougs Gesicht auf. „Wie wäre es denn, wenn wir einfach zusammen heiraten?“ Skeptisch sahen die anderen drei ihn an, doch er fuhr schon fort: „Wir würden alle Geld sparen. Jack und ich haben es da ja auch eher schwer.“

Unsicher sahen Pacey und Joey sich an, doch dann meinte Pacey: „Ich meine, warum nicht. Schließlich würde es dann endlich so aussehen, als ob ich meinen Bruder mögen würde und kein Problem mehr mit ihm habe.“

Alle vier lachten und schließlich meinte auch Joey: „Ich würde es total schön finden, wenn wir eine Doppelhochzeit feiern würden. Schließlich ist es dann auch irgendwie symbolisch.“

„Okay, dann ist es eine beschlossene Sache“, meinte Doug im nächsten Moment und schon stand Pacey auf: „Das muss erst mal begossen werden.“

Einige Minuten später hatten die drei Männer ein Sektglas in der Hand und Joey ein Glas Orangensaft.

„Auf unsere Doppelhochzeit“, prostet Doug ihnen zu.

Joey lächelte und sagte: „Auf Doug und Jack.“

„Auf Joey und Pacey.“

Die Gläser klirrten und die Vier nahmen je einen Schluck. Sie saßen noch eine Weile beisammen, bis Jack und Doug beschlossen nach Hause zu gehen, da sie auch wieder zu Amy mussten, um den Babysitter zu abzulösen. Das arme Mädchen fragte sich wahrscheinlich schon, ob sie heute überhaupt noch nachhause kämen.

***

Mittlerweile lagen Pacey und Joey schon im Bett. Ihr Kopf lag auf seinem Brustkorb und sein Arm stütze ihren Kopf. „Ich glaube, es wird eine wunderschöne Hochzeit“, meinte Joey und schaute zu Pacey auf.

„Das glaube ich auch. Schließlich wirst du eine wunderschöne Braut sein und wir werden endlich für immer vereint sein.“

„Ich werde dick sein und nach einer Stunde nicht mehr auf hohen Schuhen gehen können“, prophezeite Joey ihm mit einem Grinsen.

„Ich sage ja, du wirst wunderschön sein“, meinte Pacey und gab ihr einen Kuss auf die Stirn.

„Gute Nacht, Pace.“ Sie schloss selig lächelnd die Augen.

„Gute Nacht, Jo.“ Er hauchte ihr noch einen Kuss auf den Haaransatz und schloss dann ebenfalls die Augen.


Fade to black …


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