1.01 Anemona von Steffi Raatz

1.01 Anemona von Steffi Raatz

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Story Bemerkung:

Co-Autorin: Karin Ropers
Der Raum war abgedunkelt, abgeschirmt von jeglichem Licht. Nicht, dass es Not getan hätte, aber die Dunkelheit tat gut. Seit Cordelia und Wesley gegangen waren, plagten ihn Erinnerungen und ein tief sitzender Schmerz. Immer wieder schweiften seine Gedanken zu den letzten Wochen und Tagen zurück. Er vermisste Doyle.
Als sie sich kennen gelernt hatten, da war ihm der Halbdämon auf den Geist gegangen. Er hatte an alles gedacht, nur nicht daran, dass sie einmal Freunde sein würden. Und nun war er tot, hatte sich geopfert, um anderen zu helfen - eine Seite von Doyle, die er erst gesehen hatte, als es zu spät war.
Wie oft hatte Doyle ihn gefragt, wieso er seine Chance auf ein Leben mit Liebe und Glück gegen sein jetziges Dahinvegetieren eintauschen hatte können. Manchmal, und seit Doyles Tod immer häufiger, fragte er sich das selbst. Unweigerlich musste er an Buffy Summers denken und spürte wieder diesen süßen, ihn innerlich zerreißenden Schmerz.
"Angel, bist du hier?" Cordelia steckte den Kopf durch die Tür und starrte in die Dunkelheit.
"Mh...", brummte er zurück, die Augen ins Nichts gerichtet.
Cordelia folgte seinen Augen und ihr Blick traf im Halbdunkeln auf die Zeichnung von ihrer ersten Vision. Erst hatte sie das Bild zerknüllt und unachtsam irgendwo hingeworfen, dann hatte es ihr das Leben gerettet. So sehr sie die Fähigkeit am Anfang gehasst hatte - sie hatte ja auch nichts unversucht gelassen, um sie wieder los zu werden - so verstand sie jetzt, dass sie, Cordelia, Doyle wichtig gewesen war, weil er ihr seinen wertvollsten Besitz überlassen hatte.
"Du vermisst ihn immer noch schrecklich, nicht wahr?" Angels warme Stimme drang in ihr Unterbewusstsein.
"Ha!", setzte sie in ihrer so typisch selbstherrlichen und egozentrischen Art und Weise an, ehe ihre Stimme leise wurde und er sogar ein Schlucken vernahm, "ja, sehr..."
Auch wenn Cordelia sich dagegen gesperrt hatte, so hatte sie Doyle sehr gemocht, vielleicht sogar ein wenig mehr.
"Wolltest du nicht mit Wesley Essen gehen? Ich dachte, ich hätte etwas von einem schicken Italiener gehört?"
Sie sah auf und wirkte empört: "Wesley... ph... also wirklich, was versteht der schon von gutem Essen! Und außerdem würde ich nie wieder..."
Angel lächelte: "Er war mit dir in einer Pizzeria?!"
"Wenn's so wäre! Er wollte eine Tiefkühlpizza in den Ofen schmeißen! Als ob ich mich von derartigem Fraß ernähren würde!", zeterte sie, während Angel seine trüben Gedanken verdrängte und breit grinsen musste.
"Cordy, ich möchte nicht wissen, was du in deinem Kühlschrank hast!"
Sie sah ihn groß an und einen Augenblick lang wusste er ihren Blick nicht einzuschätzen.
"Du hast mich Cordy genannt!"
"Ja?" Er sah sie verwirrt an.
"Doyle hat mich bisher nur Cordy genannt!"
Beide wurden ruhig und die trüben Gedanken kehrten für einen Augenblick zurück.
Plötzlich fasste sich Cordelia mit den Händen an den Kopf. Ihr Gesicht verzerrte sich zu einer bizarren schmerzerfüllten Maske.
Angel sprang von seinem Stuhl auf und war mit einem großen Schritt bei ihr.
Cordelia sackte von Angel gehalten langsam zu Boden. Wirre Bilder tanzten in ihrem Kopf herum, schienen sie wahnsinnig werden zu lassen und auf einmal hatte sie ein klares Bild, eine Szene vor Augen. *Hilfe, Hilfe, lassen Sie mich los!*, tönte es in ihrem Kopf.
Hilflos hielt Angel Cordelia fest und versuchte Sie ruhig zu halten. Sie wehrte jedoch seine Arme ab und stieß ihn von sich. Er machte zögernd einen Schritt zurück, doch es gefiel ihm so gar nicht, sie so voller Schmerzen zu sehen und nichts tun zu können.
Dann plötzlich entspannte sich ihr Gesicht und er wusste, die Vision war vorbei. Vorsichtig half er ihr auf und zog sie tröstend in seine Arme. Sie holte ein paar Mal tief Luft, ehe sie die Augen wieder öffnete und das Gesehene verstanden und seelisch verdaut hatte.
Angel blickte zu ihr hinab und führte sie zu einem Stuhl. "Kannst du mir sagen, was du gesehen hast?"
"Ich verfluche Doyle", platzte es als erstes aus ihr heraus, "sorry... ich konnte nur Farben erkennen und eine weibliche Stimme, die etwas rief, wie 'Hilfe, Hilfe, lassen sie mich los'. Diesmal war alles so verwirrend, so klar und doch nicht zu verstehen."
"Schon okay, versuch dich langsam daran zu erinnern", erwiderte er und fuhr sich nachdenklich über das Kinn. Manchmal wünschte Angel sich ebenfalls seherische Fähigkeiten, um Cordy besser helfen zu können. Wenn eine ihrer Visionen so unklar war wie diese, konnte er immer nur sehr schwer Hilfestellung leisten.
"Geht es wieder?" Angel sah Cordy an und hoffte auf eine positive Antwort.
"Ich weiß es ehrlich gesagt nicht, Angel! Manchmal möchte ich nur schreien, aber Doyle hätte mich wieder runter gebracht und gesagt: 'Mädchen alles wird nur halb so warm gegessen wie es gekocht wird' Kannst du dir vorstellen, wie ich diese blöden Kommentare vermisse?" Sie lächelte schief. "Ich werde jetzt versuchen diese Vision zu zeichnen und hoffe auf eine Erkenntnis!"

~

Angel sah nach einiger Zeit mal wieder nach ihr, und entdeckte nur eine schlafende Cordelia, mit dem Kopf auf der Tischplatte liegend. Er stupste sie ganz sanft an und flüsterte dabei leise ihren Namen, doch sie zeigte keinerlei Reaktion. Ihr Kopf lag auf einem Zeichenblock, den er vorsichtig unter ihr hervorzog, um einen Blick auf ihre Vision zu riskieren, doch das oberste Blatt war leer.
"Hallo Angel!" Wesley betrat den Raum und starrte auf den Block in Angels Hand. "Eine neue Vision?"
Er nickte und legte den Block wieder auf den Tisch. "Ja, aber leider konnte sie es noch nicht auf Papier bringen."
Wesleys Blick fiel auf die schlafende Cordelia. "Sie sieht so friedlich aus, wenn sie schläft. Man könnte sogar vermuten, dass sie es ist."
Ein Grinsen legte sich auf Angels Lippen. "Cordelia hat eben einen ausgeprägten Hang zur Selbstdarstellung, aber sie kann auch friedlich sein, wenn sie will."
"Dann wollte sie wohl noch nie!", erwiderte Wesley und setzte sich auf einen der freien Stühle.
Angel zuckte nur mit den Schultern und goss seinem Gegenüber einen Kaffee ein. "Hast du noch Kontakt zum Rat der Wächter?"
"Nachdem sie mich verbannt haben?" Er nahm einen Schluck des braunen Gebräus und ließ ihn seine Kehle hinunter gleiten.
Angel zuckte mit den Schultern.
Plötzlich horchte er auf, Cordelia stöhnte leise vor sich hin. Er blickte zu Wesley, aber der schien nichts gehört zu haben, noch nicht. Cordelias Stöhnen wurde langsam lauter und vernehmlicher. Wesley hatte es jetzt auch registriert und sah nun seinerseits zu Angel rüber.
Dann erklang mit einem Male ein lauter markerschütternder Schrei aus Cordelias Kehle und sie starrte die beiden Männer sich gegenüber mit großen Augen an.
Wesley konnte sich als erster wieder regen und eilte an ihre Seite, um ihr fürsorglich die Hand auf den Rücken zu legen. "Alles klar bei dir, Cordelia?"
"Angel?" Sie streckte ihre Hand nach ihm aus und versetzte Wesley damit einen Stich.
Der Vampir machte einen Schritt zu ihr hinüber und griff nach ihrer Hand. "Kann ich etwas für dich tun?"
"Eine junge Frau ist in Gefahr. Um sie herum sind viele Farben und Menschen... ich kann dir nicht sagen, was für ein Ort es ist, aber er wird für sie zur Gefahr." Sie sah ihn eindringlich an.
"Eine neue Vision?" Angel sah ihr tief in die Augen.
"Nein, nur ein Traum, aber er war meiner Vision so beängstigend ähnlich, dass ich vermute, dass ich die Vision so verarbeitet habe", entgegnete sie müde.
"Ein Ort mit vielen Menschen und vielen Farben?", grübelte Wesley laut.
"Eine Diskothek", konterte der Vampir und sah seinen Gegenüber aufmerksam an.
"Möglich! Aber da haben wir viele in Los Angeles, wo sollen wir anfangen?" Wesley und er sahen sich fragend an.
"Zamorra", kam es von Cordelia, "so wie sie gekleidet war, schätze ich, dass sie sich in der Szenedisco aufhält."

~

Angel und Wesley waren sich einig geworden, getrennt auf die Suche zu gehen. Während Wesley sich in anderen Szenediskotheken umsah, verließ sich Angel auf das Gespür von Cordelia. Auch wenn sie in vielerlei Dingen oberflächlich erschien, so konnte er immer auf sie zählen. Mittlerweile war sie lange genug bei ihm, um zu wissen, wie wichtig seine Aufgabe war, was Wesley derweilen nicht ganz begriff. Wesley, so oder so ein verschlossenes Buch, war immer schon schwer einzuschätzen gewesen. Angel machte sich wirklich Gedanken um den Kerl. Auch in Bezug auf Cordelia war Angel sich nicht immer seiner Gefühle sicher, gut er war ein Vampir, aber was besagte das schon.
Er ging gedankenverloren auf die Szenedisco "Zamorra" zu, als plötzlich jemand laut schrie und der Abendhimmel auf einmal hell wurde. Er hob die Hände vor die Augen, damit er nicht geblendet wurde und rannte dann, als das Licht wieder abflachte, auf den Ursprungsort zu.
In wilder Panik stürzten Menschenmassen aus der Diskothek. Angel hatte Mühe, gegen den Strom an zu kämpfen. Als er jedoch inmitten der Tanzfläche stand, war es still um ihn herum. Nur eine junge Frau kniete am Boden und hielt die Hände abwehrend von sich, während eine Gestalt aus weißem Licht sie zu erfassen schien.
Bunte Discolichter tanzten um die Szenerie herum und Angel wusste sofort, dass dies die Situation gewesen war, die Cordelia beschrieben hatte.
Ohne groß darüber nachzudenken, rannte er auf die junge Frau zu und riss sie aus dem Licht. Ein böser, schriller Ton erklang und ließ sein Trommelfell erzittern, dann jedoch war es still und die Gestalt aus Licht war verschwunden.
Er zitterte, doch es war die junge Frau, die ihn zum Zittern gebracht hatte. Ihre Zitterimpulse waren so stark ausgeprägt, dass Angel mit bebte. Wie lange sie so eng standen, konnte Angel nachher nicht mehr wiedergeben. Aber er registrierte, dass um ihn so langsam wieder Leben in die Disco zurückkehrte.
Um nicht zu sehr aufzufallen - was eh schon mit seiner Statur und seiner Kleiderwahl schwierig war - ließ er die junge Frau wieder los und starrte an die Decke des Raumes, wo ein großes Loch klaffte.
"Danke...", hauchte sie erschöpft neben ihm und er drehte sich wieder zu ihr herum.
"Können Sie mir sagen, was das war?" Sein Blick glitt zurück zur Decke.
"Nein, leider nicht... ich weiß auch nicht, was da passiert ist. Was war das? Und wer sind Sie?" Ihre Stimme bebte noch immer leicht.
"Mein Name ist Angel, hören Sie, ich weiß noch nicht, was das war, aber ist besser, wenn Sie mit mir kommen bis ich weiß, worum es sich handelt und was es von Ihnen will!", erwiderte er und reichte ihr seine Hand.
Sie nickte stumm und ließ sich von dem, für sie wildfremden Mann, aus der Diskothek führen.

~

"Du hast sie mitgebracht?" Wesleys Stimme überschlug sich fast.
Cordelia streifte ihn mit abschätzigen Blicken und legte der jungen Frau eine Decke um die Schultern. "Was hätte er denn deiner Meinung nach machen sollen?"
Wesley starrte sie an, brachte jedoch kein weiteres Wort heraus. Seine Schultern sackten nach vorn, während er verständnislos mit dem Kopf schüttelte. "Ich weiß nicht, sie zu Ihrer Wohnung bringen und auf uns warten?! Vielleicht?" Er sah zu Angel und Cordelia rüber, als wenn Angels Schützling nicht im Raum wäre.
Angel sah ihn an und antwortete ziemlich ungehalten: "Du hättest sie wahrscheinlich eher einer weiteren Gefahr ausgesetzt?!"
Sein Blick wanderte Bestätigung suchend zu Cordelia hinüber, die nun am anderen Ende vom Raum stand.
"Ich weiß auch nicht... vielleicht war es nicht richtig sie hierher zu bringen, aber es gab sicherlich auch keine bessere Lösung, also sollten wir uns hier nicht streiten, sondern lieber versuchen ihr zu helfen!" Sie reichte der jungen Frau einen Becher Kaffee. "Und hat eigentlich schon irgendwer von euch Helden, mal nach ihrem Namen gefragt?"
Betretenes Schweigen machte sich breit und Cordelia sah ärgerlich von einem zum anderen.
"Tajana... ich heiße Tajana Ivkovic", erklang die stark akzentuierte Stimme der jungen Frau.
"Sie sind aus Rumänien?" Angel spürte wie ihm ein kalter Schauer den Rücken hinab lief.
Rumänien hatte er seine Seele und seine derzeitige Situation zu verdanken. Wenn er sich an die Zigeunerin erinnerte, die ihn verflucht hatte...
"Rumänien! Angel hat dich da nicht die...", weiter kam Cordelia nicht, Angel gab ihr mit einem Handzeichen zu verstehen, dass er nicht darüber reden wollte.
Er knurrte: "Ja, hat sie! Anderes Thema, okay?!"
Langsam dämmerte Wesley, was da gerade geschah und eine innere Unruhe machte sich breit.
Angel, einst Angelus, wurde mit seiner Vergangenheit konfrontiert und Wesley hoffte, dass dies nicht irgendwie dazu führen konnte, dass der Vampir mit Seele wieder zu dem wurde, was bereits ein junges Mädchen namens Buffy Summers ausgelöst hatte: ANGELUS!
"Sie sind nicht zufällig eine Zigeunerin", brachte er dann ein wenig harsch hervor und registrierte wie alle Köpfe zu ihm herum ruckten.
"Nein, wie kommen sie darauf?" Tajanas starker rumänischer Akzent machte es zwar schwierig, sie zu verstehen, aber Angel und Cordelia, die beide mit Entsetzen registriert hatten, dass Wesley den Wink mit dem Zaunpfahl nicht verstanden hatte, erkannten dennoch, dass ihr Schützling nicht denen angehörte, die Angel einst ihre Seele zurückgegeben hatten.
"Wesley, wir werden jetzt gehen und Papierkram erledigen!" Cordelia schob ihn unsanft zur Tür.
"Welchen Papierkram?", kam es irritiert von ihm.
"Meine Güte, Wesley! Dich könnte man mit einem Baum erschlagen und du würdest es nicht verstehen, oder?" Cordelias arrogante und selbstherrliche Art brach wieder durch und rang Angel ein amüsiertes Lächeln ab.
"Ich versteh nicht...", setze Wesley an, kam aber nicht weiter
"Was habe ich auch anderes erwartet!", schlug Cordelia die Hände über dem Kopf zusammen und scheuchte Wesley aus dem Raum. Cordelia drehte sich noch einmal in der Tür um. "Angel, wir sehen uns nachher in der kleine Bar *Finn* um die Ecke!", sprach's und klappte die Tür ins Schloss.
Angel starrte ihr etwas irritiert nach und drehte sich dann zu Tajana herum. "Also... dann wollen wir uns mal näher bekannt machen!"

~

Das *Finn* hatte einen eigenwilligen Charme. Dunkle schwere Vorhänge vor den schon viel zu kleinen Fenstern trübten jedes Licht. Angel war es recht. Er war so oder so die Dunkelheit gewöhnt, aber es wunderte ihn, dass Cordelia sich in solch einem Schuppen aufhielt.
"Angel!" Sie winkte ihn zu sich hinüber an einen der Ecktische seitlich der Bar. Vor ihr lagen diverse Textkopien und Bilder.
Angel setzte sich ihr gegenüber und wehrte den Kellner ab, der ihm was zu trinken bringen wollte.
Cordelia wirkte verschlossen und so betrachtete er die Bilder auf dem Tisch.
"Du fragst dich sicherlich, warum ich dich hierher gerufen habe", tönte ihre Stimme in seinen Geist und er sah auf.
"Ja, das habe ich mich wirklich gefragt", erwiderte er.
Sie wühlte in den Zetteln herum und zog ein Blatt hervor, das sie Angel über den Tisch hinweg zu schob. "Erkennst du die Frau?"
Angel ließ seinen Blick über die Zeichnung schweifen und stutzte. "Das sieht mir schwer nach Tajana aus?"
Cordelia deutete auf die Textzeile unter dem Bild: "Siehst du das hier?"
"Anemona...", las Angel laut vor und sah seine Gegenüber fragend an.
"Ja, genau. Ich hab mich mal schlau gemacht und einige Bücher gewälzt. Anemona ist eine Dämonin gewesen, die einst in Rumänien ebenso einem Fluch erlag, wie du. Nur, dass Anemona, nicht deine Güte erhielt, sondern nur eine Verbannung", erzählte sie.
"Anemona?" Angel dachte über diesen Namen nach.
"Sie erlangte irgendwann ihre Mächte zurück und begann sich über die Jahre hinweg an ihren Peinigern und deren Nachkommen zu rächen", fuhr Cordelia fort.
"Und wie tut sie das?" Jetzt wurde er neugierig und dachte an das helle Licht.
Cordelia kramte in ihrer Tasche und holte ein Buch heraus, in dessen Mitte eine Zeichnung abgebildet war, die die Dämonin bei ihrer Arbeit zeigte.
"Hier, eine Zeichnung. Den Text konnte ich noch nicht richtig entschlüsseln."
Er nahm ihr das Buch aus den Händen und ging den rumänischen Text durch: "Sie entzieht ihren Opfern die Seele..." Angel sah sich die Zeichnung genau an und konnte sich dabei durchaus die Situation vorstellen, die er in der Diskothek gesehen hatte.
Hatte er womöglich die falsche Person gerettet? War Tajana Ivkovic die Täterin und nicht das Opfer?
Angel sah Cordelia mit unheilschwangerem Blick an. "Woher wusstest du überhaupt, dass Tajana nicht die ist, die sie vorzugeben scheint?"
Cordelia lächelte: "Als ich mit Buffy, Giles, Xander und den anderen noch die Sunnydale High besuchte, hatten wir es ja nun öfter mit Dämonen zu tun..."
"Aber wenn ihr auf Anemona gestoßen wärt, dann hätten wir das Problem dank Buffy sicherlich nicht mehr!", warf er ein und wartete gespannt auf Cordelias Erklärung.
"Natürlich gäbe es diesen Dämon dann nicht mehr! Worauf ich hinaus will... ich denke, meine Sinne sind unterdessen soweit geschult, dass ich einen Dämon schon am Geruch erkenne!"
"So wie Doyle, ja?", machte er sich ein wenig lustig über sie.
Ein eiskalter Blick traf ihn, doch irgendwie nahm sie ihm das nicht wirklich übel. "Na ja, Doyle war ein Halbdämon, da war es eben sehr schwierig. Obwohl ich ja immer gesagt habe, dass er merkwürdig riecht."
"Aber Anemona stank dir also?", entgegnete er grinsend.
"Na gut, ich gebe es ja zu! Ich habe ihr Bild schon einmal in einem der Bücher von Giles gesehen, zufrieden?" Ärgerlich klappte sie das Buch vor Angel zu.
"Hey, ich finde es phantastisch, dass du dich so einsetzt. Ganz ehrlich!" Er legte ihr seine Hand auf die Schulter und lächelte sie voller Freundschaft an.
Cordelia beruhigte sich wieder und stützte sich mit den Ellenbogen auf dem Tisch ab. "Und was werden wir jetzt tun?"
"Ich werde jetzt zu Tajana..."
"Anemona!", korrigierte sie ihn.
"Meinetwegen, ich werde jetzt jedenfalls zu ihr fahren und sie mir greifen, vorausgesetzt, sie ist noch da." Angel machte sich auf, zu gehen.
"Hey, und was mache ich?" Cordelia sah ihm entrüstet hinterher.
"Such in den Büchern, ob du eine Möglichkeit findest, Anemona unschädlich zu machen und informiere Wesley, vielleicht kann ich seine Hilfe gebrauchen!", antwortete Angel und verschwand...

~

Cordelia hatte ein ungutes Gefühl im Nacken, während sie die Straße entlang lief. Es war bereits dunkel und auch wenn reges Treiben herrschte, sie fühlte sich allein und verletzlich.
Es gab eine Zeit, da war sie hoch erhobenen Hauptes durch die Straßen gegangen, hatte sich für was besseres gehalten und auf andere herab gesehen, doch die Zeiten waren vorüber. Es hatte einen Mann in ihrem Leben gegeben, der alles verändert hatte... Doyle.
Tränen bahnten sich von ganz tief aus ihrer Seele ihren Weg und überfielen sie fast unvorbereitet.
Auch wenn sie Doyle nicht geliebt hatte - na ja, vielleicht waren ja doch ein paar klitzekleine Gefühle für ihn vorhanden - so hatte sie in ihm einen ihrer besten Freunde, wenn nicht sogar ihren besten Freund, verloren.
"Hey, Cordy, alles ok?" Wesley hatte sich in einer der umliegenden Bars aufgehalten und durch das Fenster gesehen, wie sie die Hände vor das Gesicht geschlagen hatte.
"Nenn mich nicht Cordy, Wesley!", schimpfte sie und stieß seine Hand weg.
"Was hast du nur gegen diesen Namen!", entfuhr es ihm, wollte er doch nur hilfsbereit sein.
"Nur einer, Wesley, nur einer durfte mich so nennen!", fuhr sie ihn an, während ihre Tränen versiegten.
"Darf ich mal raten? Dieser jemand war ein Halbdämon, stimmt's?" Wesley zog sich von ihr zurück.
"Ja, ganz genau! Doyle war der einzige der mich so nennen durfte!" Sie ballte ihre Hände zu Fäusten, jederzeit bereit, die Ehre ihres Freundes zu verteidigen.
"Schon gut!" Wesley wich ganz zurück. "Ich wollte dich nicht beleidigen!"
"Ach du verstehst gar nichts! Nicht mich beleidigst du, sondern Doyle!", schluchzte sie auf und zog ihren Mantel zurecht.
Wesley stand etwas verloren neben ihr.
Doch dann besann sich Cordelia eines besseren und berührte fast schon tröstend den Arm ihres Freundes. "Wes... ich... es tut mir leid... ich reagiere derzeit über... es ist einfach..."
Wesley nickte matt. "Es mag dumm klingen, weil es ein abgedroschenes Sprichwort ist, aber es ist schon wahr, man bemerkt erst, was man verloren hat, wenn man es nicht zurückholen kann."
Sie antwortete nicht darauf, doch der ehemalige Wächter wusste auch so, dass sie sich verstanden.
"Angel braucht übrigens deine Hilfe. Er sucht diese Tajana, die eigentlich ein Dämon ist," brach es plötzlich aus der jungen Frau heraus, als ihr siedend heiß einfiel, was sie eigentlich vorgehabt hatte.
"Tajana... das Mädchen, was du in deiner Vision gesehen hast? Das Mädchen, das Angel..."
"Ja, genau die!", unterbrach sie ihn, "nun überleg nicht so lang und geh!"
"Wenn du mir auch noch sagst, wohin?!", erwiderte er und verschränkte die Arme vor der Brust.
"Na wohin schon, dahin, wo Angel sie gebracht hat!" Cordelia fuchtelte mit ihren Armen wild umher.
"Und wenn du mir jetzt auch noch sagst, wo das ist?! Wie du dich sicherlich erinnern kannst, hast du mich aus Angels Wohnung geworfen, als er sie wegbringen wollte", seine Stimme klang ungeduldig.
"Ich weiß! Verdammt, ich denke, sie wird noch in Angels Wohnung sein, eventuell... wenn sie noch da ist... und nicht geflohen... also weg!", erwiderte sie gereizt und schritt hohen Hauptes an Wesley vorbei.

~

Angel seinerseits hatte währenddessen ganz andere Probleme bekommen. Tajana hatte ihn empfangen, als würde kein Wässerchen sie trüben können. "Angel, oh schön, dass du da bist."
"Anemona, gehe ich mal Recht in der Annahme, nicht wahr?" Er lächelte sie trocken an.
"Dann weißt du ja Bescheid", kam es nur kurz von ihr, sie schien jedoch nicht erstaunt oder auf der Flucht zu sein.
"Ja, ich weiß Bescheid", seine Stimme klang ein wenig ärgerlich.
"Du würdest mich gern vernichten, aber du weißt nicht wie, nicht wahr?" Ein wenig Schadenfreude schwang in ihrer Stimme mit.
"Leider hast du Recht", knurrte er.
"Tja, das ist dann Pech für dich, mein Lieber!" Anemona grinste Angel ganz keck an. "Keine Angst, du hast nichts zu befürchten! Wir haben das gleiche Schicksal erlitten. Du bist wie ich!"
Angel hatte sich während ihrer Rede zum Kühlschrank begeben und ein wenig Blut in eine Tasse gegossen. Den Schluck, den er bereits aus dieser Tasse genommen hatte, spie er fast wieder aus. "Ich bin nicht wie du!"
"Nein... du hast eine Seele!", lamentierte sie gedehnt.
"Woher weißt du so genau über mich Bescheid?" Er fixierte sie.
"Angelus war ein mächtiger Vampir, er besaß die Macht, die sich alle Wesen der Finsternis erträumten. Du warst eines meiner Vorbilder!" Sie sah ihn hintergründig an.
"Ich war dein Vorbild! Na vielen Dank auch. Ich bin aber nicht so wie du, und ich möchte es auch nie wieder sein!" Angel sah sie fest an.
"Das kann man ändern..." Ihre Stimme war schmeichelnd, aber er wusste auch, dass eine tödliche Gefahr von ihr ausging.
"Das wird nie passieren und ich werde auch einen Weg finden, um dich zu vernichten!", zischte er und machte einen Satz auf sie zu.
Sie sprang zurück und wich seinem Angriff aus. Angel musste feststellen, dass seine Gegnerin durchaus nicht zu unterschätzen war.
Wie schon vermutet, konterte sie mit einem Gegenschlag und raubte Angel damit für einen Augenblick die Orientierung.
"Du kannst mich nicht besiegen!", lachte sie und stürzte sich erneut auf ihn.
Voller Adrenalin und Wut, konnte er die Verwandlung in einen Vampir nicht verhindern und stürzte sich auf seine Gegnerin, doch dieser gelang es ohne Probleme die Flucht zu ergreifen.
Angel sah ihr fluchend hinterher, krallte sich seinen Mantel und folgte ihr auf dem Fuße. Sie musste gestoppt werden, bevor sie noch ein Menschenleben auf dem Gewissen hatte. Und kaum dass Angel das Büro durch die Kanalisation verlassen hatte, betrat Wesley den Raum und spürte Unmut in sich aufsteigen. Seine Hand griff zum Telefon und nur wenige Augenblicke später hatte er Cordelia in der Leitung.

~

Cordelia fluchte innerlich. Sie hatte sich so viele Bücher aus der Bibliothek und aus Angels Appartement mitgenommen, dass sie ihren Tisch nicht mehr darunter erkennen konnte, doch gefunden hatte sie noch nichts brauchbares. Wie kam es eigentlich, dass sie diesen Job machte. Sie war es nicht gewohnt, zu recherchieren. Welcher Teufel hatte sie geritten, als sie damit angefangen hatte? War das nicht immer Giles Aufgabe gewesen? Sie dachte an Sunnydale zurück. Wie mochte es Buffy, Willow und den anderen ergehen? Ein Windstoß blätterte die Seiten in dem Buch vor ihr um und sie zuckte zurück.
"Dennis, lass das! Ich muss arbeiten!", entfuhr es ihr und sie versuchte ihren Hausgeist fortzuscheuchen.
Kaum jedoch hatte sie wieder zurück geblättert, klappten die Seiten wieder um. Entnervt richtete sie ihren Blick ins Nichts. "Dennis! Lass das!"
Dennis lies aber nicht locker, sondern drückte Cordelia wieder auf ihren Stuhl, als sie aufstehen wollte.
Ärgerlich und ein wenig irritiert fuhr sie den Geist an: "Hey, ich will doch nur eine Cola aus dem Kühlschrank holen."
Im gleichen Augenblick klingelte ihr Telefon.
"Ja?", meldete sie sich und hörte Wesleys aufgeregte Stimme am anderen Ende.
"Angel ist nicht hier und unser Gast auch nicht. Ich habe das dumpfe Gefühl, wir haben ein Problem."
Cordelia seufzte, als hätte sie so etwas geahnt und verabredete sie sich mit ihm in der Bibliothek. Dort konnte sie mit ihm reden und gleichzeitig ein paar neue Bücher über Dämonen heraussuchen. Irgendwo musste man ja etwas über diese Anemona finden.
Während sie ihre Jacke griff und die Tür öffnete, blätterten sich die Seiten eines der Bücher wieder wie von Geisterhand um. Cordelia schloss die Tür hinter sich und sah nicht mehr zurück - die aufgeschlagene Buchseite zeigte Anemona und wie man sie vernichten konnte, aber Cordelia war bereits fort...

~

Angel verfolgte unterdessen Anemona und hegte dabei die Befürchtung, dass Sie in Richtung Innenstadt wollte. Er konnte nicht wissen, dass Cordelias und Wesleys Treffpunkt ihr Zielort war, doch schnell wurde ihm bewusst, dass irgendetwas nicht stimmte.

~

Die Bibliothek war sehr leer, so hatten Cordelia und Wesley genügend Ruhe, um über den Dämon zu sprechen. Wesley klang nicht nur sehr aufgebracht, er war auch ärgerlich. Cordelia sah ihn verstört an: "Was ist mit dir los? Du rufst mich an, weil du meinst, Angel habe ein Problem, dann treffen wir uns, um ihm zu helfen und dann redest du nicht vernünftig mit mir, sondern fauchst mich an, ob ich dir etwas getan hätte!"
"Deshalb", knurrte er und winkte jemanden zu sich heran.
"Hallo Cordelia!"
"Giles?" Sie reichte ihm erstaunt die Hand und ihr verwirrter Blick ging zwischen Giles und Wesley hin und her.
"Wesley, wieso hast du ihn angerufen... entschuldigen Sie, Giles," murmelte sie sich gleich wieder.
"Ich? Du hast ihn doch angerufen!", zischte Wesley zurück.
"Moooooment", fuhr ihnen Giles dazwischen, "ein Dennis hat mich angerufen. Cordelia, ist das ihr Mitbewohner?"
"Ähhh... ja", sie sah ihn erstaunt an.
Dennis konnte telefonieren. Das war Cordelia neu.
"Oooo...ok, Giles, was hat Dennis gesagt?" Sie sah Giles auffordernd an.
"Er sagte, dass sie meine Hilfe benötigen und er einen Bann für Anemona gefunden habe, könne dir aber nicht mehr mitteilen, dass er ihn hat, da du die Wohnung verlassen hattest." Giles blickte nun auch zu Wesley rüber und betrachtete ihn ein wenig abschätzig.
"Wieso nur, hat dieser Volltrottel Sie angerufen und nicht Wesley, mich oder Angel?" Sie war ein wenig aufgebracht.
"Weil ihr zur Verbannung ein Buch braucht, welches nur ich besitze", kam es von Giles.
"Na toll, das ist ja richtig prima!" Cordelia schimpfte weiter vor sich hin. "Und ich such mich dumm und dusselig in den Büchern."
"Nun beruhige dich endlich!" Wesley versuchte ihren Arm zu drücken, aber Cordelia wehrte ihn ab.
"Lass mich!" Ihre Stimme bebte.
"Giles, haben Sie das Buch dabei?" Wesley blickte ärgerlich zu Cordelia, sprach aber mit dem Wächter.
"Natürlich. Glauben Sie, ich mache die Reise von Sunnydale nach Los Angeles und nehme das wichtigste Utensil nicht mit?" Er sah seinen Gegenüber schräg an.
Das Gespräch endete abrupt, als die Flügeltüren des Bibliothek-Saales aufgeschlagen wurden. Mit festen energischen Schritten kam eine junge Frau auf die überraschte Dreiergruppe zu und ihre Stimme tönte laut: "Cordelia Chase!"
"Tajana... äh Anemona?", murmelte diese und sah erschrocken aus.
"Schön das ich dich gefunden habe. Du weißt, weshalb ich hier bin?" Anemona fasste Cordelia am Arm.
"Nein, nein das weiß ich nicht", zischte sie in ihrer arroganten Art, nachdem sie sich wieder gefasst hatte.
"Du hast sicher über mich gelesen... dann wirst du es dir denken können, also lass uns hier keine Zeit verschwenden."
Wesley und Giles erwachten aus ihrer Erstarrung und wollten sich auf die Dämonin stürzen, doch diese lachte nur und hielt sich die beiden außerhalb ihrer Reichweite.
"Hey", platzte es aus Cordelia heraus, "aber ich bin keine Zigeunerin! Ich habe nichts mit denen zu tun!"
"Deine Vorfahren waren Zigeuner..."
"Nein, waren sie nicht!", schimpfte Cordelia wütend.
Angel kam ebenfalls in den Saal gelaufen und erfasste die Situation mit einem Blick. "Wesley, Giles... Giles?"
Angel ersparte sich das Fragen und eilte zu den Beiden. "Sie verwechselt Cordelia! Ich hoffe ihr habt etwas um sie auszulöschen?"
"Ähm... hier steht ein Bann geschrieben, der ihr die Macht rauben soll." Giles reichte Angel das Buch.
Wesley schielte über dessen Schulter und sah sich die Zeilen an.
"Ok, wir müssen einen Kreis um sie herum bilden!" Der Vampir deutete drei Eckpunkte an, an denen sie sich postieren mussten.
Ein Lichtstrahl hatte sich unterdessen aus dem Nichts über Cordelias Haupt gebildet und ein eisiger Wind wirbelte die Bücher und Seiten in der Bibliothek auf. Die wenigen Menschen, die im Saal gewesen waren, flohen rückhaltlos.
"Versucht sie einzukreisen, ich versuche sie ein wenig von Cordelia abzulenken!" Angel musste fast schreien, um sich Gehör zu verschaffen. Wesley und Giles sahen sich an und versuchten Angels Geheiß nachzukommen. Sie stellen sich nach Norden und Westen, Angel würde die Süd- und Ostseite abdecken. Giles schrie Angel etwas zu, als Cordelia fast ganz im Licht stand.
Mit tiefen gluteralen Lauten las Angel aus dem Buch "der tausend Verbannungen" die alte für einen Menschen nicht zu entziffernden Worte. Mit jedem Wort wurde der Wind um die drei Kämpfer immer stärker und Angels Stimme immer lauter.
Das Licht hatte Cordelia vollends eingeschlossen und ihr Schrei erklang just in dem Augenblick, als Angel die letzten Worte des Bannes aussprach.
Mit einem lauten Schrei der Dämonin und hellen Lichtblitzen ging Cordelia zu Boden. Anemona ließ ihre Hände sinken und ging ebenfalls zu Boden.
"Cordelia!" Angel stürzte zu seiner Freundin und kniete neben ihr nieder.
Schweiß stand auf Cordelias Stirn, ihr Gesicht glühte und doch war in ihren Augen eine Kraft, die den Vampir erstaunte.
Giles und Wesley starrten Anemona an, die sich nicht rührte, doch keiner traute sich in ihre Nähe.
Mit einer wütenden und entnervten Geste schob sich Cordelia das feuchte Haar aus dem Gesicht und sah die Dämonin mit blitzenden Augen an.
Angel half ihr hoch, doch beide stockten in ihrer Bewegung, als Anemona sich erhob und mit rotglühenden Augen und dämonischer Stimme bemerkbar machte: "Ihr könnt mich nicht töten! Kein Bann hat bei mir Wirkung. Ihr könnt mich kurzfristig stoppen, aber ich bin unverwüstbar!"
Urplötzlich stürzte sie auf Cordelia und Angel zu, doch Cordelia ergriff einen Schirm, der von einem der geflohenen Besucher stammte und in der Nähe lag, stieß ihn mit voller Wucht in den Bauch der Dämonin und kniff die Augen zusammen. Ein gluckerndes Geräusch erklang aus dem Mund Anemonas. Ihre Augen waren erstaunt auf ihr vermeintliches Opfer gerichtet.
"Ich hasse es, wenn man meine Frisur ruiniert!", schimpfte Cordelia und verließ die erstaunten Freunde, während Anemona sich in ein Häufchen Asche verwandelte.

~

Stunden später...
"Woher wusstest du, wie Anemona zu schlagen war?" Angel und Cordelia saßen gemeinsam in ihrer Wohnung. Er hatte sich Sorgen nach ihrem Verschwinden gemacht und sie zu Hause aufgesucht. Natürlich kam er nicht umhin, sie zu fragen, wie sie das gemacht hatte.
"Ich habe es in einem der Bücher gelesen", war ihre Antwort.
"Aber du sagtest doch, dass es keine Möglichkeit gäbe..." Angel sah sie erstaunt an.
"Ja, für euch. Ein Nachfahre der Zigeuner, die sie damals verbannten, wäre dazu in der Lage gewesen..." Sie sah ihn vielsagend an.
"Und du bist..." Er war verwirrt.
"Ich wusste es nicht. Ich hatte Glück", zuckte sie und verschwand ins Badezimmer, um sich mit mehr als ihrem Handtuch zu bekleiden. Angels sah ihr verblüfft und ein wenig interessiert hinterher.

ENDE


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