Mandalores Schicksal von Oriane

Mandalores Schicksal von Oriane

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Story Bemerkung:

Das hier war bzw. ist eigentlich noch immer meine erste und einzige große Star Wars FF. Ich muss dazu sagen, dass ich die Comics, auf denen die Umstände des mandalorianischen Bürgerkriegs und der Zeit danach basieren, nie gelesen habe und mein gesamtes Wissen darüber aus Jedipedia bzw. Wookiepedia stammt. Also falls euch Fehler auffallen, sagt mir gerne Bescheid :)

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Der junge Jedi kämpfte. Graublau hoben sich die Rüstungen seiner Gegner gegen das Weiß des Schneeplaneten hinter ihnen ab. Der Jedi war erschöpft, er fror trotz der Anstrengung des Kampfes, der schon viel zu lang andauerte. Dann erschien ein anderer, leuchtender Blauton in der Szenerie und schlug dem Mandalorianer, der im Begriff war, ihn zu töten, den Kopf ab. Wie oft hatte er das nun beobachtet? Er wusste es nicht mehr. Er suchte Kraft und Halt in der Macht und richtete sich wieder auf, griff nach seinem verlorenen Lichtschwert und eilte seinem Retter und den anderen verbliebenen Jedi zur Hilfe.
Aber wer waren diese Leute, die von einem Tag auf den anderen zu seinen Feinden geworden waren? Die Wahren Mandalorianer, so nannten sie sich, aber wenn der junge Jedi genauer darüber nachdachte, war es ihm egal, welchen Namen sie trugen. Es zählte nur, wie sie kämpften.
Meister Dooku hatte sie im Auftrag des Jedirates in die Schlacht geführt und die Einsatzbesprechung für diese war viel kurz gewesen. Das einzige, was er von ihnen wusste, war, dass sie ohne nennenswerten Grund hier eingefallen waren und führende Politiker getötet, sowie ein Massaker unter Frauen und Kindern veranstaltet hatten. Galidraan hatte die Jedi zur Hilfe gerufen und als Friedenshüter der Galaxis hatten sie zugestimmt und sich auf den Weg gemacht.
Natürlich hatten sie es zuerst auf dem friedlichen Weg versucht, hatten das Lager umstellt und sie zur friedlichen Kapitulation aufgefordert, aber die Männer und Frauen in mandalorianischer Rüstung waren nicht darauf eingegangen. Einer von ihnen, vermutlich ihr Anführer, der junge Jedi wusste es nicht genau, befahl ihnen, zu kämpfen und genau das taten sie.
Nach anfänglicher Verwirrung kämpften sie nun mit allem, was sie hatten gegen die mittlerweile dezimierte Gruppe von Jedi. Immer wieder ging ein Beben durch die Macht, wenn wieder einer der Kämpfenden zu Boden ging und leblos liegen blieb. Es entwickelte sich zu einem Rausch, einer Art Trance, der der junge Jedi verfallen war. Erneut schwang er sein Lichtschwert und bohrte es durch die Rüstung eines Mandalorianers – wieder dieses Beben in der Macht, schwächer, als wenn ein Jedi sein Leben ließ, aber dennoch deutlich zu spüren. Ohne groß nachzudenken zog er die leuchtende Klinge wieder hervor und suchte mit all seinen Sinnen nach dem nächsten Gegner, der nicht lang auf sich warten ließ. Er kam von oben. Mit aktiviertem Jetpack stürzte er sich auf ihn und warf den Jedi zu Boden. Sein Lichtschwert wurde ihm aus der Hand geschleudert und landete unter einer der Kiefern, die die Ausläufer eines gigantischen Waldgebietes darstellten. Aber auch der Mandalorianer hatte seinen Blaster verloren und drosch nun mit Fäusten auf seinen Gegner ein. Ohne Rüstung und ohne seine Waffe hatte der Jedi ihm weniger entgegenzusetzen, als es ihm lieb war. So gut es ging wehrte er die Schläge ab, platzierte seinerseits Schläge auf dem Helm des Mannes über ihm. Der Mandalorianer stöhnte auf – ein weiterer Schlag auf den Helm, dann kam die Reaktion. Schneller als erwartet war der Mandalorianer wieder einsatzbereit und verpasste dem jungen Jedi seinerseits einen harten Schlag auf den Schädel. Ihm wurde schwarz vor Augen. Das letzte, was er hörte, war das Summen eines Lichtschwerts nahe an seinem Ohr.

Er erwachte einige Zeit später. Wie viel später, das wusste er nicht, aber er fror entsetzlich und ein dumpfes Pochen zog durch seinen Schädel. Mühsam versuchte er, sich aufzurichten, doch ein Gewicht hinderte ihn daran. Mit zitternden Fingern rollte er den toten Körper des Mandalorianers von sich herunter und stand auf. Ein Bild der Verwüstung bot sich ihm. Überall lagen Leichen, Mandalorianer und Jedi, der Schnee hätte sich wohl vom Blut rot gefärbt, aber weder Blaster, noch Lichtschwerter hinterließen blutende Wunden. So sahen die Toten eigentlich alle recht friedlich aus, wenn sie nicht gerade in irgendwelchen Veränkungen gestorben waren.
Aber in der Macht, da konnte der Jedi ihre Schreie widerhallen hören, ihre Verzweiflung und ihre Überraschung spüren, als sie gestorben waren, den Schmerz, den sie erlitten hatten. Erst jetzt, da der Kampf vorbei war, erreichten ihn diese Gefühle und er überlegte, warum sie eigentlich hatten sterben müssen.
Sie sollten grundlos und brutal getötet haben, aber hatten die Jedi das so genau gewusst, als sie begannen, sich einzumischen? Vielleicht hatten einige dieser Männer und Frauen grausame Dinge getan, hatten getötet, gemordet, oder hatten andere entführt und als Geiseln gehalten, aber je weiter der junge Jedi in seinen Gedanken kam, desto deutlicher wurde die Erkenntnis, dass keiner von ihnen einen grausamen Tod verdient hatte. Niemand hatte einen solchen Tod verdient, vielleicht auch deshalb, weil er manchmal weniger schlimm sein konnte, als eine andere Form der Bestrafung.
Er ließ seinen Blick wieder über das Schlachtfeld streifen. Er schätzte, dass fast niemand der Mandalorianer mehr am Leben war. Bei den Jedi sah es auch nicht besser aus, allerdings schienen hier immerhin einige mehr überlebt zu haben. Damit war klar, wie die Schlacht ausgegangen war.

Noch bevor er ihn hörte oder sah, spürte der Jedi die Präsenz eines anderen ganz in der Nähe. Es dauerte nicht lange, da erreichte ihn seine ehemalige Meisterin. Er spürte ihre Freude darüber, ihn gesund zu sehen, aber sie konnte auch die Welle des Entsetzens nicht verbergen, die durch die Macht zu ihm herüberschwappte.
Auf einmal brannte ihm nur eine Frage auf den Lippen: „Was haben wir erreicht, Meisterin? Was war das Ziel, wofür so viele sterben mussten?“
„Der Bürgerkrieg ist beendet. Wir haben letzte Nacht alle wahren Mandalorianer bis auf einen getötet. Komm jetzt mit, du musst dich aufwärmen.“
Wie betäubt folgte er seiner alten Meisterin. Ihre Worte hallten in seinem Kopf wieder. Der Bürgerkrieg ist beendet – wir haben alle bis auf einen getötet...
Und es begannen sich Zweifel in ihm zu regen. War es wirklich richtig sich einzumischen? Hätte man sie wirklich alle töten müssen? Immerhin nannten sich die Jedi Wächter des Friedens.
Ja, sie hatten mit ihrem Eingriff den Krieg beendet, aber auf welchen Wegen zu welchem Preis?


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